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	<title>Jennys Leseecke &#187; Jugendbücher</title>
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	<description>&#34;Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.&#34; (Addison)</description>
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		<title>[Jugend] Jefra heißt Palästina &#8211; Margret Greiner</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitgenössisch]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich hoffe, daß wir eines Tages sagen können: Wir haben nur kleine Schritte getan, hin zu mehr Verständigung und Aussöhnung, aber wir haben diese Schritte gewagt. Und alle kleinen Schritte, die heute überall vollbracht werden, von Juden und Christen und Muslimen, von Israelis und Palästinensern, werden den Weg zum Frieden verkürzen.&#8221;[1]
Der Frieden ist in diesem [...]


Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Ich hoffe, daß wir eines Tages sagen können: Wir haben nur kleine Schritte getan, hin zu mehr Verständigung und Aussöhnung, aber wir haben diese Schritte gewagt. Und alle kleinen Schritte, die heute überall vollbracht werden, von Juden und Christen und Muslimen, von Israelis und Palästinensern, werden den Weg zum Frieden verkürzen.&#8221;<strong><sup>[1]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Der Frieden ist in diesem Roman.<br />
Sehnsucht nach Frieden und Erwachsenwerden im Krieg. Die authentische Geschichte einer jungen Palästinenserin, hin- und hergerissen zwischen den Traditionen einer arabischen Familie und dem Traum von Freiheit.</p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/07/41RJ7TRD61L__SL500_AA300_1.jpg" alt="" title="41RJ7TRD61L__SL500_AA300_" width="189" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-2094" /></a></center></p>
<p style="margin-top: 1%">Jefra ist eine 16-jährige Palästinenserin, die mit mit ihren fünf Geschwistern in einer recht liberal funktionierenden Familie in Ost-Jerusalem aufwächst. Ihre älteste Schwester Maryam arbeitet als Volontärin bei einer arabischen Tageszeitung. Laut Jefras Mutter ist Jefra “für ihre sechzehn Jahre ungewöhnlich erwachsen” und von allen Kindern “am ehesten in die Verantwortung zu nehmen”. Trotz allem ist Jefra ein normales Mädchen mit Schulalltag und Pflichten im Haus. Einzig ihre Umgebung unterscheidet sie von anderen “normalen” Mädchen dieser Welt: sie erlebt tagtäglich den brutalen und erbarmungslosen Kampf der Bevölkerungsgruppen zur Zeit der zweiten Intifada <strong><sup>[2]</sup></strong> in Israel und Palästina.</p>
<p>Jefras Vater war als palästinensischer Widerstandskämpfer jahrelang in israelischer Haft. Ihre beiden Zwillingsbrüder wachsen im Hass gegen ihre Nachbarn auf. Arabische Medien sparen nicht an Bildern über getötete, verletzte, verwaiste Kinder und Eltern. Mediale Aufklärung erfolgt meist sehr einseitig.</p>
<p>Jefra selbst entwickelt sich trotz dessen zur Widerstandskämpferin in der eigenen Familie. Sie nimmt Kontakt zu einem jüdischen Mädchen auf, der jedoch zu einem jähen Ende kommt als die beste Freundin dieses Mädchens durch ein Selbstmordattentat in einem israelischen Café getötet wird. Während Onkeln, Tanten, Eltern und Geschwister den Tod israelischer Kinder nach einem Attentat “feiern”, flüchtet sie angewidert angesichts des Anlasses nach Hause. Trotz der erniedrigenden Dinge, die sie täglich durch israelische Besatzung erfahren muss und die sie miterlebt, ist sie nicht bereit den Hass gegen die Juden in sich herauf zu beschwören.</p>
<blockquote><p>&#8220;Aber die Tatsache, daß Hunderte unschuldiger Zivilisten getötet worden waren, daß Häuser willkürlich von israelischen Soldaten demoliert wurden, daß palästinensische Bauern von jüdischen Siedlern daran gehindert wurden, ihre Olivenfelder abzuernten, daß schwangere Frauen an den Grenzübergängen ihre Kinder zu Welt brachten, weil man sie nicht ins Krankenhaus fahren ließ, das alles war doch keine Greulpropaganda, das war Alltag in Palästina.<br />
Jefra stiegen Zornestränen in die Augen, wenn sie solche Geschichten hörte. Aber dann wischte sie die Tränen ab und sagte: &raquo;Ich möchte wissen, warum diese Menschen so etwas tun.&laquo;” <strong><sup>[3]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Jefra nimmt in Folge an einem sogenannten Friedensprojekt teil. Dafür muss sie für zwei Wochen nach New York und dort mit isrealischen, gleichaltrigen Mädchen im Zimmer verbleiben. In dieser Zeit verändert sich ihre Sicht auf die Zustände zwischen Palästinensern und Juden immens. Jefra &#8211; und auch die anderen Teilnehmerinnen &#8211; begreifen, dass sie alle Opfer sind. Sie alle sind Opfer von Verfolgung und Hass. </p>
<blockquote><p>&#8220;Heute haben wir Palästinenserinnen erfahren, was den Juden vor fünzig Jahren in Europa angetan wurde. Wir wußten das nicht. Oder wir wollten das nicht wissen. Wir konnten uns nicht vorstellen, daß Juden so gelitten haben. Wir haben nicht gelernt, in Juden Opfer zu sehen. Für uns sind Juden Menschen, die uns leiden machen. Man hat uns nicht erzählt, was eure Großeltern und Urgroßeltern durchgemacht haben. Vielleicht können wir euch jetzt besser verstehen. Aber gleichzeitig fragen wir uns: Warum müssen wir für die Verbrechen bezahlen, die andere verübt haben?” <strong><sup>[4]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Die Mädchen lernen im Camp, dass sie ihre Werte und Vorstellungen von Leben und Freiheit nicht ändern oder aufgeben müssen um mit anderen in Frieden zu leben.<br />
Neben den Aspekten des Konflikts behandelt das Buch jedoch auch das Leben und Aufwachsen der arabischen Frauen in kritischer Weise. Es scheint keine einfache Aufgabe zu sein, sich zu selbstverantwortlichen jungen Frauen zu entwickeln, wenn es die Kultur eigentlich verbietet. Jefras Tante Nibal ist dafür ein gutes Beispiel:</p>
<blockquote><p>&#8220;In einem Umfeld, in dem Frauen nicht nur Steine, sondern ganze Geröllhalden in den Weg gelegt wurden, hatte sie sich durchgesetzt.[...] Sie hatte den Preis für ihre Karriere bezahlt, und der Preis war hoch gewesen, Eine gescheiterte Ehe mit einem amerikanischen Kollegen, der ihr immerhin die Vergünstigungen eines amerikanischen Passes hinterlassen hatte, Verzicht auf Kinder, Leben in einem arabischen Land, in dem bei einer klar patriarchalischen Gesellschaftsordnung wenig Platz war für eine intellektuelle Frau in einer Spitzenposition. Vielleicht noch nicht in dieser Generation.” <strong><sup>[5]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Jefra kehrt nach dem Camp “Bridges for Peace” nach Hause zurück und löst dort erst einmal Unbehagen aus. Sie hat sich verändert. Sie muss lernen ihre Einstellung diplomatisch zu äußern &#8211; ohne die einen zu verletzen aber auch ohne den Respekt der anderen zu verlieren. Wie sie diesen Weg geht sollte man selbst nachlesen.</p>
<p>Margret Greiner hat einen wundervollen, hoffnungsvollen und großartigen Roman geschaffen. Dabei lässt sie ihre Erfahrungen aus ihrer eigenen Zeit als Lehrerin an einer palästinensischen Mädchenschule einfließen. Sie schafft eine realistische und unverklärte Sichtweise auf die Konfliktproblematik. Wie schwer es ist, Demütigungen und Leid ertragen zu müssen und dabei nicht zu pauschalisieren. Wie schwer es ist, als Jugendliche(r) in Palästina/Isreal aufzuwachsen und dabei den Frieden im Blick zu behalten. Sie lässt keine Schuldzuweisung unkommentiert stehen, sondern deutet in eine andere (Denk)Richtung. “Denken”, “Reflektieren” und “Differenzieren” sind Schlagwörter, die die Autorin unermüdlich herausarbeitet. Polarisierung, Polemisierung &#8211; davor warnt sie stets.</p>
<p>Jefra heißt Palästina habe ich in unserer örtlichen Bibliothek im Bereich &#8220;Maxi &#8211; Junge Erwachsene&#8221; vorgefunden. Auch wenn es sprachlich sicher genau dort anzusiedeln ist, verlangt die Thematik ein Mindestmaß an Kenntnissen um die Konfliktsituation im Nahen Osten. Leider fehlt es dem Buch an einem entsprechenden Glossar.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Der Klappentext lobhudelt: “Der Frieden ist in diesem Roman”. Als ich diesen Satz das erste Mal gelesen habe, dachte ich, das wäre wohl ein bisschen hoch gegriffen. Nach dem Lesen allerdings bin ich mir sicher, dass Magret Greiners Ansatz den Frieden hochzuhalten sehr gut gelungen ist und dass das Buch an Aktualität nichts eingebüßt hat. Hier sind sicher jede Menge Zutaten für das Rezept Frieden zu finden. Sehr empfehlenswert &#8211; nicht nur für junge Erwachsene!</p>
<p style="margin-top: 1%;"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></div></p>
<p><small><strong>[1]</strong> Seite 212/213<br />
<strong>[2]</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Intifada">Zweite Intifada &#8211; Wikipedia</a><br />
<strong>[3]</strong> Seite 16<br />
<strong>[4]</strong> Seite 136<br />
<strong>[5]</strong> Seite 114</small></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-b87ead27a7edc417e241768b2380bb6e"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-abd1f666abf3dcfd8eecf5ff4d59ae23"> <a href="http://www.amazon.de/Jefra-hei%C3%9Ft-Pal%C3%A4stina-M%C3%A4dchen-Jerusalem/dp/349224744X%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D349224744X"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41RJ7TRD61L._SL160_.jpg" height="160" width="101" alt="Image of Jefra heißt Palästina: Ein Mädchen in Jerusalem" title="Jefra heißt Palästina: Ein Mädchen in Jerusalem" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Jefra heißt Palästina &#8211; Margret Greiner</strong><br />
240 Seiten, TB, 2005<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.piper.de" target="_blank">Piper</a></em></p>
<hr style="margin-top: 4%;margin-bottom: 4%" />
<p style="clear:left">


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		<title>[Sachbuch] Die Geschichte der Isrealis und Palästinenser</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 13:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Nahost-Konflikt hören wir jeden Tag in den Nachrichten. Und immer sind es Schreckensmeldungen. Aber warum und worum kämpfen Israelis und Palästinenser eigentlich? Die Autoren nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise ins Heilige Land: von den ersten Auseinandersetzungen um Jerusalem bis zum Libanon-Krieg 2006. Zeitzeugen auf beiden Seiten berichten von ihrer leidvollen Geschichte und [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Nahost-Konflikt hören wir jeden Tag in den Nachrichten. Und immer sind es Schreckensmeldungen. Aber warum und worum kämpfen Israelis und Palästinenser eigentlich? Die Autoren nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise ins Heilige Land: von den ersten Auseinandersetzungen um Jerusalem bis zum Libanon-Krieg 2006. Zeitzeugen auf beiden Seiten berichten von ihrer leidvollen Geschichte und ihrem Leben im permanenten Ausnahmezustand. Für alle, die den Nahost-Konflikt und seine Geschichte verstehen wollen! Mit Abbildungen, Karten und einer Zeittafel.</p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/07/9783423624169.jpg" alt="" title="9783423624169" width="163" height="245" class="aligncenter size-full wp-image-2060" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%">Angestachelt von zahlreichen Diskussionen rund um Thema, suchte ich ein Buch, das mir in Sachen Nahost-Konflikt auf die Sprünge helfen kann, dabei nicht mit Zahlen und Fakten überladen ist (die können in späteren Lektüren aufgearbeitet werden) und prinzipell erst einmal einen Grundüberblick verschafft. Zu meiner Schande muss ich gestehen, mich noch nie ernsthaft mit dem Thema bzw. vielmehr mit den Hintergründen des Konfliktes auseinandergesetzt zu haben.</p>
<p>Das vorliegende Buch von Martin Schäuble und Noah Flug hat meine Erwartungen in dieser Hinsicht mehr als erfüllt. Es wird als Jugendbuch beworben, kann jedoch ohne Weiteres auch allen Erwachsenen empfohlen werden, die sich einen ersten groben Überblick ohne detaillierte wissenschaftliche Details verschaffen möchten.</p>
<p>Hier wird Wissen vermittelt ohne eine lenkende politische Haltung einzunehmen. Vielmehr geht es um die Menschen der Konfliktzonen, die den Horror der Kriege und des alltäglichen Grauens auf beiden Seiten erleben müssen. Die Kapitel beginnen stets mit der politischen Lage &#8211; mit allen notwendigen Hintergrundinformationen der Entwicklungen &#8211; und enthalten in Folge eingestreute Zitate von Zeugen dieser Zeit.</p>
<p>Letztendlich beende ich die Lektüre mit dem sicheren Gefühl darüber, nicht urteilen zu können, wer hier &#8220;Gut&#8221; und &#8220;Böse&#8221; ist. Ich habe eher das Gefühl, dass eine Menge politischer Fehlentscheidungen zu einem Konfliktausmaß führten, der in seiner zukünftigen Tragweite nicht abzuschätzen ist. </p>
<p>Zwei junge Männer &#8211; Elad (Israeli) und Aiyub (Palästinenser) -, die an einem internationen Hilfsprojektzur Verständigung der beiden Bevölkerungsgruppen teilgenommen haben, drücken sich wie folgt aus:</p>
<blockquote><p><strong>Elad</strong><br />
&#8220;Ich dachte, es gibt keine Chance für Frieden. Ich war der Meinung, wir brauchen Barrieren und Mauern, um uns zu schützen. Aber es gibt viele Leute wie Aiyub, nur leider nicht in der palästinensischen Regierung. Viele sind zu stolz und dickköpfig. Leute Aiyub und ich müssten uns mehr durchsetzen. Das gilt auch in der eigenen Familie, ich muss meinen Geschwistern zeigen, dass es nicht nur eine Meinung gibt. Es ist dumm, Aiyub zu hassen, nur weil jemand mit seiner Religion jemanden umgebracht hat, den ich kenne.</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Aiyub</strong><br />
&#8220;Auf beiden Seiten gibt es schlechte Leute. Elad und ich glauben zwar an unterschiedliche Fakten, aber wir können miteinander reden. Wenn wir beide es schaffen, im selben Zimmer zu wohnen, dann muss es doch möglich sein, friedlich am gleichen Ort zu leben. Für mich hießt das Land Palästina, für Elad Israel. Über den Namen können wir uns später streiten, wenn sich beide Völker anerkennen und alle die gleichen Rechte haben. Wir kämpfen seit über 60 Jahren gegeneinander. Nichts wurde erreicht. Beide Seiten haben so viel Zeit verschwendet, um einen eigenen Staat zu haben. Wieso nicht Zeit für Frieden verschwenden?&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, wenn&#8217;s doch nur so einfach wäre&#8230; Aber solange es auch dort junge Menschen gibt, die ihre anerzogenen Haltung des Hasses ablegen können, besteht ein wenig Hoffnung für die Zukunft.</p>
<p>Im Anhang des Buches befindet sich umfangreiches Kartenmaterial und eine detaillierte Zeittafel.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein sehr empfehlenswertes Sachbuch für junge Menschen und Erwachsene &#8211; ohne erschlagende Zahlen und Fakten &#8211; , die sich unkompliziert an die Thematik des Konfliktes heranwagen möchten. Als Sachbuch für Jugendliche zum Thema ist es perfekt geeignet und das Preis-Leistungsverhältnis ist mehr als fair.</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-44f87e9bd64a714ff9ceed60f6487874"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-8bdb98a74a02c98aa3da7f5e4a18d92a"> <a href="http://www.amazon.de/Geschichte-Israelis-Pal%C3%A4stinenser-Medienhinweisen-Nahost-Konflikt/dp/3423624167%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3423624167"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YrtBziHDL._SL160_.jpg" height="160" width="107" alt="Image of Die Geschichte der Israelis und Palästinenser: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen zum Nahost-Konflikt" title="Die Geschichte der Israelis und Palästinenser: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen zum Nahost-Konflikt" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Geschichte der Isrealis und Palästinenser &#8211; Martin Schäuble/Noah Flug</strong><br />
216 Seiten, Softcover, 2009<br />
8,95 Euro,<br />
Empfohlenes Alter: 14 &#8211; 17 Jahre<br />
<a href="http://www.dtv.de" target="_blank">dtv / Reihe Hanser</a></em></p>
<hr style="margin-top: 8%;margin-bottom: 4%" />
<p style="clear:left">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>[All-Time-Favourites] Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4 &#8211; Sue Townsend</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/all-time-favourites-das-intimleben-des-adrian-mole-13-34-sue-townsend/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 23:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Adrian Mole ist ein ganz normaler Jugendlicher und so hat er auch die ganz normalen, altersbedingten Träume und die ganz normalen, altersbedingten Probleme: Pickel, Schule und Mädchen. Mal altklug, mal Herz erfrischend naiv kommentiert er aus der Sicht des Heranwachsenden die - für seine Begriffe - reichlich verworrene und undurchschaubare Erwachsenenwelt. Nicht nur die Beziehung seiner Eltern ist ihm manchmal ein unerklärliches Rätsel, unbegreiflich ist ihm auch, wie der Rundfunk seine Gedichte ablehnen kann...


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></div>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-851" title="suetown_1" style="margin-right: 20px" src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/02/suetown_1.jpg" alt="Das Intimleben des Adrian Mole..." width="200" height="200" /> <strong>Inhalt</strong><br />
Adrian Mole ist ein ganz normaler Jugendlicher und so hat er auch die ganz normalen, altersbedingten Träume und die ganz normalen, altersbedingten Probleme: Pickel, Schule und Mädchen. Mal altklug, mal Herz erfrischend naiv kommentiert er aus der Sicht des Heranwachsenden die &#8211; für seine Begriffe &#8211; reichlich verworrene und undurchschaubare Erwachsenenwelt. Nicht nur die Beziehung seiner Eltern ist ihm manchmal ein unerklärliches Rätsel, unbegreiflich ist ihm auch, wie der Rundfunk seine Gedichte ablehnen kann. So sind Adrians Gefühle wie ein Jojo in einem ständigen Auf und Ab begriffen. Da sind ihm weder sein 39 Jahre alter, Kette rauchender Kumpel Bert, seine vierzehn Jahre alte Freundin, noch sein bester Freund Nigel eine große Hilfe. Nein, Adrian sieht sich als missverstandener Intellektueller und allein gelassen im Kampf gegen eine uneinsichtige, unsensible Umwelt &#8230;</p>
<blockquote style="margin-top: 5%"><p><strong>&#8220;1. Januar Donnerstag Neujahr</strong></p>
<p>Im neuen Jahr werde ich:<br />
1. den Blinden über die Straße helfen,<br />
2. meine Hosen über den Bügel hängen,<br />
3. meine Platten wieder in die Hülle stecken,<br />
4. nicht mit dem Rauchen anfangen,<br />
5. nicht an meinen Pickeln herumdrücken,<br />
6. den Hund gut behandeln,<br />
7. den Armen und Unwissenden helfen,<br />
8. niemals einen Tropfen Alkohol anrühren. Das habe ich mir geschworen, nachdem ich gestern nacht meine Eltern beduselt erlebt habe &#8211; wie entwürdigend!</p>
<p>Bei der gestrigen Party hat der Vater den Hund mit Weinbrand vollaufen lassen. Wenn das der Tierschutzverein wüßte, könnte er was erleben! Seit Weihnachten sind acht Tage vergangen, doch Mutter aht die grüne Lurex-Schürze, die ich ihr geschenkt habe, immer noch nicht umgehabt. Nächstes Jahr bekommt sie Badesalz.<br />
Natürlich muss ich ausgerechnet am ersten Tag des neuen Jahres einen Pickel am Kinn bekommen.&#8221;</p>
<p><span style="font-size:0.8em">[Erster Tagebucheintrag]</span></p></blockquote>
<p><strong>Sympathischster Verlierer-Typ des Universums!</strong><br />
Ein Buch, das man mit fünfzehn das erste Mal mit großer Begeisterung gelesen hat, mit dreißig das zehnte Mal und mit mindestens genauso großer Begeisterung liest &#8211; das kann nur eines der besten Bücher überhaupt sein!<br />
In Tagebuchform, aus Sicht des Adrian Mole natürlich, wird hier die Thatcher-Ära der 80-er Jahre ohne Unterlass auf&#8217;s Korn genommen. Und zwar derart, dass auch Jugendliche bzw. Menschen ohne Kenntnisse der politischen Vorgänge dieser Zeit verstehen dürften was &#8220;Gut&#8221; und &#8220;Böse&#8221; ist.</p>
<p>Im Kern selbst ist die Story nicht lustig. Aber wie so oft erzeugt dies die Lacher. Adrian ist ein völlig orientierungsloser Pubertierender, der in einem eher <span style="text-decoration: line-through">asozialen</span> unkonventionellen Umfeld aufwächst. Ihm geht es eigentlich nicht sehr gut. Er macht sich Sorgen über sein Aussehen (Pickel), über die Größe seines Penises (Lineal muss her&#8230;) und über seine soziale Herkunft und die ihm versperrten Möglichkeiten. Seine Eltern versaufen das Geld lieber als das sie ihm ordentliche Sportkleidung für den Unterricht besorgen und er muss sich einigen Mobbing-Attacken von Schulkollegen stellen. Wie er dies macht bzw. wie er dies beschreibt ist selbstverständlich nicht entsetzend, sondern zum Lachen, denn Adrian bemitleidet sich nicht selbst. Also, doch, eigentlich schon, aber auf eine sehr neutrale Art und Weise. Bis Adrian versteht was ihm widerfährt ist es schon vorbei. Und im Nachhinein betrachtet man die Dinge ja immer etwas nüchterner &#8211; er ist schließlich auch hochintellektuell und betrachtet sämtliche Umstände aus einer weisen Distanz&#8230; Was soll er auch sonst machen als intellektueller Geist zwischen einem arbeitslosen Versager-Vater und einer trinksüchtigen Mutter, die die Hilfe des lieben Nachbarn für seinen Geschmack manchmal &#8220;zu häufig und zu intensiv&#8221; in Anspruch nimmt?</p>
<p>Adrian stapft tapfer von einem Fettnäpfchen ins nächste und es ist ein Genuss ihm dabei zuzuschauen. Darüber hinaus aber nimmt er aber auch auf seine herrlich naive Art an der politischen Entwicklung seines Landes teil. Er hat zwar überhaupt keine Vorstellung davon, was die Aktivitäten der Eltern seiner Freundin &#8220;Pandora&#8221;, die mächtig einen Sprung in der Schüssel hat, bewirken, aber er schreibt sehr unterhaltsam darüber und deutet sie zumindest im Ansatz positiv. </p>
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		<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442101638/buechersuecht-21" target="_blank">Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4 Jahre: Die geheimen Tagebücher erstmals komplett und unzensiert vollständig in einem Band</a><br />
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<p>Die Autorin überspitzt natürlich maßlos und fühlt dabei den Schwächen des politischen Systems mächtig auf den Zahn. Sie ist in England weit bekannt für ihre Kritik an der Klassengesellschaft und der Monarchie. Margaret Thatchers Wirtschaftspolitik hatte schlimme Auswirkungen im Land: Massenarbeitslosigkeit, Armut, Zerfall der Gesellschaft in eine &#8220;Zweiklassengesellschaft&#8221; mit politisch gewollter Hinnahme der Ungleichheit, mangelnde Toleranz, Ignoranz dagegen im Überfluss&#8230;<br />
Alles, was kritisch zu beäugen ist, beäugt die Autorin kritisch, immer mit Fokus auf Absurditäten der Gesellschaft. Und Durch Adrian Moles Augen. Sicher, das ein oder andere Malheur darf da nicht fehlen und der Humor schon gar nicht, aber nichtsdestotrotz sind die Botschaften, die hinter diesen Einträgen stecken sehr deutlich und furchtlos. Ihrer maßlosen Verachtung gegenüber dem politischen System lässt Sue Townsend freien Lauf. Einige Thatcher-Szenen dürften zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches sicherlich nicht bei allen Lesern Freude hervorgerufen haben&#8230;<br />
Alle bedeutenden politische Ereignisse dieser Zeit finden übrigens auch einen Platz in Moles Tagebüchern.</p>
<p>Sue Townsend trifft folgende Aussage zu ihrer Motivation die Bücher zu schreiben, die sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Ich denke, wenn die Menschen lachen, und sie lachen gerne, achten sie auch auf das, was hinter dem Lachen steckt. Das Kunststück besteht also darin, auch ernste Themen mit Humor zu behandeln, Komik nicht außer Acht zu lassen, wenn es ernst wird &#8211; das soll die Leser herausfordern und sie sensibilisieren. Ich nenne diese Art der Schreibe &#8220;serious comedy&#8221;. Darum geht es mir, dieses Genre liegt mir am Herzen.<br />
<span style="font-size:small">[Quelle: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/533/316416/text/3/">sueddeutsche.de: Interview mit Sue Townsend </a>]</span></p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Was soll ich sagen? Dieser erste Teil gehört meiner Meinung nach zu den besten Jugendbüchern, die es zum Thema &#8220;politische Kritizität&#8221; gibt. Das Adrian die gleichen Höhen und Tiefen durchlebt wie fast jeder Pubertierende in seinem Alter, dürfte auch seinen großen Erfolg in Deutschland erklären. Der Wiedererkennungseffekt ist recht hoch und herrlich belustigend. Ein Buch, dass tief verwurzelte Fehlzustände aufzeigt und gesellschaftskritische Grundsätze vermittelt. Und das sicher nicht nur für Jugendliche &#8211; unbedingt lesen!</p>
<hr />
<p style="margin-top: 20px;margin-bottom: 5%"><em><strong>Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4 &#8211; Sue Townsend</strong><br />
410 Seiten, <a target="_blank" href="http://randomhouse.de/goldmann">Goldmann</a>,<br />
ISBN 3442101638, 8,50 Euro</em></p>
<hr />
<p style="margin-top: 20px"><strong>Weitere Besprechungen</strong></p>
<ul style="margin-bottom: 5%">
<li><a target="_blank" href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=653">Rezension im Büchereulen Forum</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.papiergefluester.com/2009/10/02/sue-townsend-das-intimleben-des-adrian-mole-13-34/">Papiergeflüster</a></li>
</ul>
<hr />
<p style="margin-top: 20px"><strong>Weitere Informationen</strong></p>
<ul style="margin-bottom: 5%">
<li><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Thatcher">Margaret Thatcher bei Wikipedia</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thatcherismus">Thatcherismus bei Wikipedia (Thatchers Politik)</a></li>
</ul>
<hr />
<p style="margin-top: 20px"><strong>Die Reihe um Adrian Mole</strong></p>
<ul>
<li>Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4. Die geheimen Tagebücher erstmals komplett und unzensiert vollständig in einem Band</li>
<li>Die Cappucino-Jahre</li>
<li>Adrian Mole und die Achse des Bösen</li>
<li>Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole</li>
</ul>
<p><strong>Die Reihe um Adrian Mole (Englisch)</strong></p>
<ol style="margin-bottom: 5%">
<li>The Secret Diary of Adrian Mole Aged 13 ¾</li>
<li>The Growing Pains of Adrian Mole</li>
<li>True Confessions of Adrian Albert Mole</li>
<li>Adrian Mole &#8211; The Wilderness Years</li>
<li>Adrian Mole &#8211; The Cappuccino Years</li>
<li>The Weapons of Mass Destruction</li>
<li>The Lost Diaries Of Adrian Mole 1999 &#8211; 2001</li>
<li>Adrian Mole &#8211; The Prostrate Years</li>
</ol>
<hr />
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weiter Bücher von Sue Townsend</strong></p>
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