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	<title>Jennys Leseecke &#187; Humor/Satire</title>
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	<description>&#34;Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.&#34; (Addison)</description>
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		<title>[Belletristik] Die Cappuccino Jahre &#8211; Sue Townsend</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 09:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Mole]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Sue Townsend]]></category>

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		<description><![CDATA[Ersten Sätze&#8230;
&#8220;Mittwoch, 30. April 1997
So greife ich dann wieder zur Feder, um das Treiben meiner Zeitgenossen aufzuzeichnen (den Schmus &#187;und -genossinen&#171; kann ich mir bei der strengen Nichtöffentlichkeit dieses Tagebuchs gottlob sparen).
Ich wage vorherzusagen, dass mit Anbruch des übermorgigen zweiten Mai die Labour Party mit hauchdünner Mehrheit obsiegt haben und folglich die neue Regierung bilden [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Ersten Sätze&#8230;</strong><br />
&#8220;<strong>Mittwoch, 30. April 1997</strong><br />
So greife ich dann wieder zur Feder, um das Treiben meiner Zeitgenossen aufzuzeichnen (den Schmus &raquo;und -genossinen&laquo; kann ich mir bei der strengen Nichtöffentlichkeit dieses Tagebuchs gottlob sparen).<br />
Ich wage vorherzusagen, dass mit Anbruch des übermorgigen zweiten Mai die Labour Party mit hauchdünner Mehrheit obsiegt haben und folglich die neue Regierung bilden wird. Das Gerede von einem erdrutschartigen Wahlsieg ist hysterischer Medienschwachsinn.&#8221;</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/05/townsend_cappuccino.jpg" alt="" title="townsend_cappuccino" width="193" height="301" class="aligncenter size-full wp-image-2041" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%"><strong>Inhalt</strong><br />
Adrian Mole ist wieder da &#8211; diesmal im Alter von 30 3/4 Jahren. Der beliebteste Tagebuchautor Englands bekommt langsam eine Glatze, fühlt sich selbst ganz als Intellektueller, trifft Bridget Jones und arbeitet als Koch in dem noblen Szenelokal Hoi Polloi in Soho. Sehr zu seinem Leidwesen ist noch immer nichts aus der erträumten Schriftstellerkarriere geworden. Auch ansonsten verläuft in Adrians Leben bei weitem nicht alles nach Plan: seine Ehe liegt in Scherben, sein junger Sohn wird von der Mutter in Ashby-de-la-Zouch aufgezogen, seine 16-jährige Schwester zieht mit ihrem mehrfach gepiercten Freund zusammen, und sein Vater ist manisch-depressiv ans Bett gefesselt. Adrian führt immer noch Listen mit jugendlichen Neurosen und befasst sich ausgiebig mit der lebenswichtigen Frage, ob Viagra tatsächlich hält, was es verspricht. Von einem Kabefernsehproduzenten entdeckt, wird Adrian schließlich zum Star einer Kochsendung, die sich auf Innereien spezialisiert hat. Selbstverständlich träumt Adrian imm noch von seiner großen Liebe Pandora Braithwaite, die mittlerweile für Tony Blairs Labour-Partei kandidiert. Es versteht sich von selbst, dass er sogleich ins heimatliche Leicester aufbricht, um seine Stimme für die atemberaubende Politikerin abzugeben&#8230;</p>
<p><strong>Nicht ganz das alte, aber trotzdem nicht schlecht&#8230;</strong><br />
Adrian ist wieder da! Nicht in Höchstform, aber in guter. Wie immer macht er sich viele Gedanken um Nichtigkeiten, fährt übervorsichtig Auto, ist mittlerweile süchtig nach Gummibärchen usw. </p>
<p>Adrian wird dieses Mal Koch in einer Fernsehsendung spezialisiert auf die ekelhaftesten Gerichte (Innereien) &#8211; nur, er kann nicht kochen. Macht nichts, wie immer schlingelt er sich durch. Ach ja, ein entsprechendes Buch muss er auch schreiben (&raquo;Alle schreien nach Innereien &#8211; das Buch!&laquo;). Die Show seiner Sendung wird ihm, wie sollte es anders sein, komplett von seinem Assistenten Dev Singh gestohlen. Er wird der eigentliche Star, aber Adrian hat eine tiefe Begabung dafür, die Dinge nicht so zu sehen, wie sie wirklich sind. Er findet die ein oder andere Aktion, die ihn aussen vor lässt, zwar empörend, aber dennoch hält er an seinem intellektuellen Starstatus bis zuletzt fest. </p>
<p>Vielleicht hat die Autorin in diesem Band etwas über das Ziel hinaus geschossen und damit die Story überladen. Es geht u.a. um Pandoras Wahlkampf, Adrian als Koch im Szenelokal Hoi Polloi und sein Rausschmiss, Adrian als Pseudo-Koch einer niveaulosen Fernsehsendung, die Affären seiner Eltern (Adrians Mutter und Pandoras Vater ziehen zusammen, im Anschluss natürlich auch Adrians Vater mit Pandoras Mutter&#8230;), das Auftauchen seines Sohnes Glenn, der Umzug ins neue Haus usw. </p>
<p>Es gibt einen Abschnitt, der mir wieder besonders gut gefallen hat und den ich hier wiedergeben möchte:</p>
<blockquote><p>
<strong>Sonntag, 15. Februar</strong><br />
Les Banks, der Dachdecker, den ich mit den Arbeiten an Archies Haus beauftragt habe, rief an, um zu sagen, er könne heute leider nicht wie verabredet anfangen. Seine Schwiegermutter sei vergangene Nacht unerwartet gestorben. </p>
<p><strong>Montag, 16. Februar </strong><br />
Ein Mensch namens Nobby kam vorbei und fragte, ob er die &raquo;Leitern mal hinten abstellen&raquo; könne. Er behauptete, ein Betriebsangehöriger von Les Banks zu sein. Ich bat ihn, sich in irgendeiner Form entsprechend auszuweisen. Er sagte:&raquo;Rufen Sie doch Les über das Handy an.&laquo;<br />
Ich tat&#8217;s. Les bestätigte, dass Nobby einer seiner Arbeiter sei und dass die Arbeiten in Rampart Terrace am Mittwoch aufgenommen werden würden, &raquo;sobald wir die Beerdigung hinter uns gebracht haben&laquo;. Er hörte sich nicht besonders gramgebeugt an. Im Hintergrund dudelte Radio One, und es klang fast, als befände er sich auf einem Dach.<br />
15 Uhr<br />
Ich finde, die Familie Banks bringt die Verstorbene in unziemlicher Hast unter die Erde!</p>
<p>Mittwoch, 18. Februar<br />
Keine Spur von Les Banks. Nobby kam nachmittags um fünf vorbei und nahm die Leiter wieder mit. Ich rief Les an, bekam aber nur seine automatische Ansage zu hören. [...]</p>
<p><strong>Donnerstag, 19. Februar</strong><br />
Les Banks rief an, um mir mitzuteilen, er könne heute leider die Arbeiten nicht aufnehmen. Er sei &raquo;mit der Frau in der Unfallstation vom Krankenhaus. Sie ist mit den Fingern in ihr elektrisches Tranchiermesser geraten.&laquo;<br />
Nobby brachte die Leitern wieder.</p>
<p><strong>Freitag, 20. Februar</strong><br />
Die Finger von Mrs Banks haben sich entzündet, was einen neuerlichen Krankenhausbesuch erforderlich machte. Les ist seiner Frau offensichtlich sehr zugetan. Er hat hoch und heilig versprochen, am Montag anzufangen. &raquo;Da gibt es kein Vertun, Mr Mole.&laquo;</p>
<p><strong>Montag, 23. Februar</strong><br />
An Mrs Banks verletzten Fingern hat sich eine Blutvergiftung entwickelt. &raquo;Die ganze Hand steht jetzt auf dem Spiel.&laquo; Im Haus ist es indessen eiskalt, und das Dach ist undicht. Wird der von häuslichem Pech verfolgte Mr Banks jemals in der Lage sein, die Arbeiten an meinem Haus aufzunehmen?</p>
<p>Dienstag, 3. März<br />
Habe Les Banks getroffen, als er im BP-Shop Zigaretten kaufte. Ich erkundigte mich nach seiner Frau. Er sah mir mit geweiteter Pupille tief in die Augen und sagte: &raquo;Es geht ihr gar nicht gut. Ihr Vater ist letzte Nacht tot umgefallen.&laquo; Ich gab ein zynisch-bitteres Lachen von mir und empfahl mich.<br />
Ich hörte Banks &raquo;Gefühlloses Arschloch!&laquo; hinter mir herrufen.</p>
<p><strong>Donnerstag, 5. März</strong><br />
Bin sehr erschrocken, als ich heute Abend im &raquo;Leicester Mercury&raquo; ein Foto von Les Banks und Familie sah. Die Schlagzeile lautete:&raquo;vom Pech verfolgt: Tapfere Familie zittert vor weiteren Schicksalsschlägen.&laquo;<br />
Ich brachte es nicht fertig, den zugehörigen Artikel zu lesen, und wünschte, mein Blick wäre nicht zufällig auf das Fettgedruckte unter dem Foto gefallen, wo die Rede ar von der &raquo;trotz Handamputation ungebrochenen Hausfrau Lydia Banks (41)&laquo;.<br />
[...]<br />
Ich habe Les Banks angerufen und mich entschuldigt. Er sagte, er würde morgen kommen, &raquo;wenn das Wetter mitspielt&laquo;. Ich fragte ihn, wann das Wetter für ihn nicht mehr mitspielt. Er sagte:&raquo;Wenn&#8217;s mich vom Dach weht.&laquo;</p>
<p><strong>Freitag, 6. März</strong><br />
Den ganzen Tag Wind mit Sturmböen.[...]</p>
<p><strong>Sonntag, 8. März</strong><br />
Les Banks rief gestern an. Er sagte, ein Sattelschlepper habe beim Zurücksetzen seinen Hund angefahren. Ich achtete darauf, gebührend Mitgefühl zu äußern. [...]<br />
Ich wünschte ihm gute Besserung für seinen Hund.
</p></blockquote>
<p style="margin-top: 7%"><strong>Fazit</strong><br />
Insgesamt ist dieser Teil der Reihe wahrscheinlich einer der schwächeren. Einige Abschnitte ziehen sich hin, was man nun von Sue Townsend wirklich nicht gewöhnt ist, andere aber gleichen das wieder aus. Trotz allem, die Adrian Mole-Tagebücher gehören für mich zu den besten Büchern. Gerade in schlechten Zeiten sind sie für mich unersetzlich.</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Die Adrian Mole Reihe im Überblick</strong><br />
1. Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre<br />
(fasst die beiden ersten englischen Bände &raquo;<em>The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13¾</em>&laquo; und &raquo;<em>The Growing Pains of Adrian Mole</em>&laquo; zusammen)<br />
2. The True Confessions of Adrian Albert Mole (nicht in deutscher Sprache erschienen?)<br />
3. Adrian Moles wilde Träume. Geheime Tagebücher, vierter Teil<br />
4. Die Cappuccino-Jahre. Ein Adrian-Mole-Roman<br />
5. Adrian Mole und die Achse des Bösen<br />
6. Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole<br />
7. The Prostrate Years (2009, noch nicht auf Deutsch erschienen)
</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.die-leselust.de/buch/townsend_sue_cappuccino.htm" target="_blank">Die Leselust</a><br />
<a  href="http://www.hansblog.de/2009/10/roman-die-cappuccino-jahre-ein-adrian-mole-roman-von-sue-townsend-410/" target="_blank">Hansblog</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-d4226f8d5f7914478459e906eeecf3b0"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-ebae7344d011bbc9d6dbe824ded29d12"> <a href="http://www.amazon.de/Die-Cappuccino-Jahre-Adrian-Mole-Roman-Sue-Townsend/dp/3453810910%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Damazonshowcase-20%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453810910"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V99EHJB1L._SL160_.jpg" height="160" width="102" alt="Image of Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman" title="Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Cappuccino Jahre &#8211; Sue Townsend</strong><br />
432 Seiten, TB, 2007, Originaltitel &raquo;The Cappuccion Years&laquo;<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Heyne Verlag</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Sue Townsend</strong><br />
Queen Camilla<br />
Downing Street No. 10
</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>[Belletristik] Cliffhanger &#8211; Tim Binding</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 20:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Englische Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Es klang ganz einfach.
&#187;Audrey&#171;, sagte ich. &#187;Audrey, wie wär&#8217;s, wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?&#171;
&#187;Bei dem Wetter?&#171;
&#187;Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen&#171;, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: &#187;Wieso nicht?&#171;
Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werden, Audrey, deshalb nicht.
  

Schräg und [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es klang ganz einfach.<br />
&raquo;Audrey&laquo;, sagte ich. &raquo;Audrey, wie wär&#8217;s, wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?&laquo;<br />
&raquo;Bei dem Wetter?&laquo;<br />
&raquo;Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen&laquo;, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: &raquo;Wieso nicht?&laquo;<br />
Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werden, Audrey, deshalb nicht.</em></p>
<p><center><div class="amzshcs" id="amzshcs-df1d46449bf3a30bbfb6e2c733eedcd4"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-94469a706df11c03571c17d4924a24c7"> <a href="http://www.amazon.de/Cliffhanger-Roman-Tim-Binding/dp/3453434455%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453434455"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CqpBvs9RL._SL160_.jpg" height="160" width="101" alt="Image of Cliffhanger: Roman" title="Cliffhanger: Roman" /></a> </div></div></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Schräg und böse &#8211; very british</strong><br />
Al Greenwood will seine Frau umbringen. Gute Gründe dafür nennt er reichlich: „keine Streitereien mehr über dies und das, kein Töpfescheppern mehr, keine kalte Schulter mehr nach einer Sauftour, wenn ein Mann horizontale Gedanken kriegt.“  Scheidung zwecklos – Mord muss her.</p>
<p>Al  und seine Frau Audrey wohnen in einer Bungalow-Siedlung nahe Wareham, wo es einen Bäcker gibt, einen Taxifahrer (nämlich Al) und einen Ein-Mann-Polizeiwache von Police Constable Hühneraugenpflaster. Es gibt zwei rivalisierende Familien, die Stokies und die Travers „<em>die über den Ärmelkanal rudern würden, um sich gegenseitig ertrinken zu sehen.</em>“  Und darüber hinaus gibt es eine Klippe, die sich förmlich aufdrängt, verhasste Ehefrauen ins Jenseits zu befördern. Nur ein Problem hat Al bei seinem Vorhaben, seine Frau muss mitziehen. Wie schafft er das? Klar, in dem er sie auf britisch ordinäre Art provoziert. Audrey rennt wütend aus dem Haus und Al folgt ihr. Er weiß, dass sie zum Kliff geht. Und so erstaunt es ihn nicht so oben anzutreffen und seinen Plan umzusetzen. Umso erstaunter ist er jedoch, als er nach Hause kommt und sie lasziv räkelnd vor dem Kamin antrifft. Voll in Fahrt und bereit für ein nettes kleines Schäferstündchen. Tja, und dann beginnt das Chaos: wen hat er über die Klippen gestoßen, wenn nicht seine Frau? Wo war seine Frau, wenn nicht auf dem Kliff? Und was ist mit seiner unehelichen Tochter Miranda geschehen, die just zum Zeitpunkt des vermeintlichen Mordes an seiner Frau verschwindet? Al ist völlig überfordert…</p>
<p>Al ersäuft in seinem hausgemachten Mord-Schlammassel. Wir treffen auf eine Schar durchgeknallter Nebenfiguren mit verrückten Motiven und insgesamt ist alles recht bizarr. Besonders die Nachbarin, Alice Blackstone &#8211; alias Mrs. Schnüffelnase -, eine begnadete Kifferin, ist unschlagbar.</p>
<p>Steckt man die erheblichen Obszönitäten Al seiner Frau gegenüber am Anfang weg, geht es fast schon harmlos weiter zur Sache. Spannend daran ist, dass ausnahmsweise hierbei nicht der Täter, sondern das Opfer gesucht wird. Al versucht natürlich erbittert herauszufinden, wen er da von den Klippen in den Tod gestoßen hat, wenn nicht seine Frau. Der Protagonist kommt dabei gar nicht mal so schlecht weg. Man könnte annehmen, er wäre ein mieser Sack. Aber nein, so einfach macht es uns Tim Binding nicht. Ganz im Gegenteil, es entwickeln sich sogar reizende Züge an Al, denen man zugunsten der Sympathie erliegt. Es ist auch nicht alles nur blödsinniger Klamauk. Man kann schon ganz gut erahnen, dass Binding die Spezies Mensch beobachtet und gekonnt auf die Schippe nimmt&#8230; </p>
<p>Es sind mitunter aberwitzige und skurrile Momente, die der Unterhaltung dienen. Die Ideen gehen dem Autor dabei tatsächlich nicht aus. Jede Menge Unsinn und jede Menge Spaß dabei. Aber äußerst gut ausgearbeitet und mitunter auch informativ &#8211; vor allem was die Karpfenzucht angeht. Miträtseln kann man auch noch.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein Geschichte Marke „very british“. Skurril, böse, ja, auch vulgär, aber durchweg unterhaltend und gut gelaunt. Man sollte ein bisschen für den seltsam abgedrehten schwarzen Humor der Inselbewohner übrig haben. Nach den ersten drei Kapiteln ist eine Unterbrechung jedoch ärgerlich. </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=33325&#038;page=1" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/zweiamsonntag/487535.phtml" target="_blank">wdr.de/Rezension von Christine Westermann</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/850303/">dradio</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.rezensionen.ch/buchbesprechungen/tim_binding_cliffhanger_/386648089X.html">rezensionen.ch</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Cliffhanger &#8211; Tim Binding</strong><br />
350 Seiten, TB, April 2010,<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Heyne</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Tim Binding</strong><br />
Henry Seefahrer<br />
Im Königreich der Luft<br />
Inselwahn<br />
Sylvie und die verlorenen Stimmen</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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		</item>
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		<title>[Hörbuch] Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe &#8211; Gernot Gricksch</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/hoerbuch-robert-zimmermann-wundert-sich-uber-die-liebe-gernot-gricksch/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/hoerbuch-robert-zimmermann-wundert-sich-uber-die-liebe-gernot-gricksch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 19:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Lust auf einen überaus netten, humorigen und modernen Liebesroman? Hier ist einer&#8230;


Robert und Monika &#8211; er 27, sie 42
Robert, siebenundzwanzig und Angestellter eines PC-Game Unternehmens, trifft unerwartet auf seine große Liebe Monika. In einer Reinigung. Robert beschreibt sich selbst als selbstbewusst und gutaussehend. Ja, sogar als Frauenschwarm. Dennoch macht er einen liebenswürdigen Eindruck. Er wirkt [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lust auf einen überaus netten, humorigen und modernen Liebesroman? Hier ist einer&#8230;</em></p>
<p><center><a target="_blank" href"http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&#038;productID=BK_BEHO_000001DE"><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/04/gricksch_zimmermann-e1270148499119.jpg" alt="" title="gricksch_zimmermann" width="200" height="200" class="aligncenter size-full wp-image-1876" /></a></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Robert und Monika &#8211; er 27, sie 42</strong><br />
Robert, siebenundzwanzig und Angestellter eines PC-Game Unternehmens, trifft unerwartet auf seine große Liebe Monika. In einer Reinigung. Robert beschreibt sich selbst als selbstbewusst und gutaussehend. Ja, sogar als Frauenschwarm. Dennoch macht er einen liebenswürdigen Eindruck. Er wirkt ein wenig naiv bei seinen Schilderungen, neigt dazu das ein oder andere Fettnäpfchen mitzunehmen und ist mit einem warmen Herzen ausgestattet. Zum Gernhaben halt.</p>
<p>Mit eher mäßiger Begeisterung habe ich mich dieser Geschichte angenähert. Dafür gab es allerdings keinen Grund. Gernot Gricksch beschreibt realistisch und dabei stets mit Humor die Entwicklung dieser eher ungewöhnlichen Liebe. Ungewöhnlich ist vielleicht nicht das richtige Wort, vielleicht wäre seltene Konstellation besser ausgedrückt. Monika ist fünfzehn Jahre älter als Robert. Das stört ihn jedoch überhaupt nicht. Im Gegensatz zu Monika, die nicht nur um die Beziehung zu ihrem pubertierenden Sohn fürchtet, sondern auch um ihr Ansehen bei Freunden und Verwandten. Und so entwickelt sich nach und nach eine tiefe Zuneigung, die ihre Momente der Leidenschaft erlebt, aber auch die der kräftezerrenden Routine.</p>
<p>Hier ist alles vereint, was unterhält &#8211; vor allem Komik. Obwohl die Story eher unspektakulär ist, ja sich fast schon eines 08/15-Plots bedient, unterliegt man umgehend dem Sogeffekt. Keine langweiligen Szenen, keine überflüssigen Beschreibungen &#8211; einfach Unterhaltung pur. Es ist sicher nichts spektakulär Neues und auch nicht sonderlich tiefgründig. Aber es ist durchaus nett.</p>
<p>Das Hörbuch bietet zwei große Vorteile: gute Unterhaltung für Erkältungstage im Bett, an denen es nicht zum Lesen reicht, aber der Schlaf nicht kommen will und es ist ungekürzt. Ich habe mich an den Sprecher gewöhnt, bin aber davon überzeugt, dass mir das Buch selbst gelesen besser gefallen hätte. Die Aussprache ist teilweise holprig und die Betonung der Aussagen mit sarkastischem Inhalt bisweilen ermüdend. Ich hätte mich über ein wenig mehr Pointierung gefreut. </p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Die Geschichte macht Spaß! Das Hörbuch ist empfehlenswert, wenn auch nicht ganz nach meinem Geschmack gesprochen. Ich habe mir den Film auf meine Leihliste gesetzt und bin schon sehr gespannt darauf.
 </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=34928" target="_blank">Büchereule</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe &#8211; Gernot Gricksch</strong><br />
9 Std. 54 Min. (ungekürzt),<br />
Gesprochen von Max Trüffel,<br />
17,95 Euro (regulär), 9,95 Euro (als Audible-Abonnent)<br />
<a href="http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&#038;productID=BK_BEHO_000001DE" target="_blank">audible</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Ähnliche Bücher</strong></p>
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<p style="font-size:0.9em"><strong>Neue Vahr Süd</strong><br />
Wir befinden uns im Jahre 1980 in der Neuen Vahr Süd, einem ganz und gar nicht pittoresken Neubauviertel im Osten von Bremen. Für Frank Lehmann, der gerade seine Lehre beendet hat, noch immer bei seinen Eltern wohnt und irgendwie vergessen hat, den Wehrdienst zu verweigern, wird es ein hartes halbes Jahr. Zwar gelingt ihm nach einem Streit der Auszug aus dem Elternhaus in eine chaotische Wohngemeinschaft im Bremer Studentenviertel Ostertor, aber ein neues Zuhause hat er damit noch lange nicht gefunden, und die Neue Vahr Süd holt ihn immer wieder ein. Und während Frank &#8211; noch immer rätselnd, wie es so weit kommen konnte &#8211; in der Kaserne strammstehen, Hemden auf Din-A-4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten seine Freunde für ihre Version der proletarischen Weltrevolution, gegen Militär und Aufrüstung und um die energische Sibille, ohne diese allerdings vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben. Hin- und hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation kämpft Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln für eine eigene, würdige Existenz zwischen zwei widersprüchlichen Welten. Sven Regener ist ein komischer und zugleich beklemmender Roman gelungen, der uns über den Aufbruch seines Helden in eine verwirrende Zukunft die frühen achtziger Jahre von einer Seite nahebringt, die wir erfolgreich verdrängt zu haben glaubten.<br />
<span style="font-size:0.9em">(&copy; Roof Music)<br />
<em>34,95 Euro Audible Preis, 9,95 Euro Audible Abo Preis</em></span></p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Humor] Radio Heimat &#8211; Frank Goosen</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/humor-radio-heimat-frank-goosen/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/humor-radio-heimat-frank-goosen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 10:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur aus Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>"An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!"</em>
<center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/03/radioheimat.jpg" alt="" title="radioheimat" width="115" height="200" class="aligncenter size-full wp-image-1748" /></center>
<p>Wie heißt es im Pott so treffend: Woanders ist auch scheiße, oder?
In Radio Heimat erzählt Frank Goosen Geschichten von zuhause, von Helden und Laberfürsten, von Pomeesbuden und Kneipen. Zhause, das ist das Land der Autobahnen, der frechen Blagen und der alten Frauen, die nicht auf den Mund gefallen sind. Goosens Omma taucht hier ebenso wieder auf wie die Kumpels Mücke und Scotty, wenn der Autor und Kabarettist unterwegs ist in Stadien und Partykellern, in Parks und Brachen. Drängende Fragen werden beantwortet: Wieso sagte Vattern früher: Mach die Augen zu und iss? Was meinter der Wirt, als er sprach: Wat der Mensch braucht, dat muss er haben? Und wer kann hier von sich behaupten: Kär, wat ham wir früher malocht? [...]</p>



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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!&#8221;</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/03/radioheimat.jpg" alt="" title="radioheimat" width="115" height="200" class="aligncenter size-full wp-image-1748" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Wie heißt es im Pott so treffend: Woanders ist auch scheiße, oder?<br />
In Radio Heimat erzählt Frank Goosen Geschichten von zuhause, von Helden und Laberfürsten, von Pomeesbuden und Kneipen. Zhause, das ist das Land der Autobahnen, der frechen Blagen und der alten Frauen, die nicht auf den Mund gefallen sind. Goosens Omma taucht hier ebenso wieder auf wie die Kumpels Mücke und Scotty, wenn der Autor und Kabarettist unterwegs ist in Stadien und Partykellern, in Parks und Brachen. Drängende Fragen werden beantwortet: Wieso sagte Vattern früher: Mach die Augen zu und iss? Was meinter der Wirt, als er sprach: Wat der Mensch braucht, dat muss er haben? Und wer kann hier von sich behaupten: Kär, wat ham wir früher malocht?</p>
<p style="margin-top: 20px"><strong>Ganz großes Kino!</strong></p>
<blockquote><p>Höflichkeit ist was für Leute, die nicht richtig arbeiten können!</p></blockquote>
<p>Genial &#8211; ehrlich! Wir Goosen seine Heimat beschreibt, Land und Leute, Landschaften und Gebräuche, ist genial, erfrischend und hemmunglos ehrlich.<br />
Schon der erste Satz ist grandios!</p>
<blockquote><p>&#8220;An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!&#8221;</p></blockquote>
<p>Mit einer großen Portion Ruhrpott-Patriotismus erzählt Frank Goosen in stetig humorvollen Ton von seiner Heimat, seinen Erfahrungen, seinem Aufwachsen und seinen &#8220;Lieben&#8221;. Er erzählt von einem Menschenschlag, der <em>&#8220;nicht besonders höflich, dafür aber sehr direkt&#8221;</em> ist. Die Folge davon? <em>&#8220;Man kommt mit ihnen ins Gespräch, ob man will oder nicht&#8221;.</em></p>
<p>Egal, ob es um den besagten Menschenschlag geht, der sich im Ruhrpott so herumtreibt oder um den ruhrpotteigenen Budenzauber, Frank Goosen erzählt ohne zu spotten. Einfach so, wie es ist. Für Auswärtige sehr informativ, für Einheimische völlig normal und für alle ausgesprochen amüsant.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das größte Plus für die Lebensqualität zwischen Recklinghausen und Hattingen, Duisburg und Unna ist jedoch die &#8220;Trinkhalle&#8221; oder &#8220;Selterbude&#8221;, kurz: die Bude, ein nicht wegzudenkender Versorgungsstützpunkt, der elementare Grundnahrungsmittel wie Flaschenbier, Kartoffelchips und Klümpchen auch jenseits der üblichen Ladenöffnungszeiten bereithält.&#8221;</p></blockquote>
<p>Woran man gute Buden erkennt, das sollte man besser selbst nachlesen.</p>
<p>Um das obige Zitat besser einordnen zu können, muss man natürlich wissen, dass für Goosen <em>&#8220;Südlich von Hattingen Tirol ist und nördlich von Recklinghausen Dänemark, östlich von Unna beginnt für ihn Sibirien und westlich von Duisburg ist die Welt zu Ende und da fallen alle ins Urmeer!&#8221;</em></p>
<p>Umgehauen hat mich auch die Beschreibung der Haushaltskittel der Ruhrfrauen &#8211; das wohl meistgetragenste Kleidungsstück dieser Gegend.</p>
<blockquote><p>&#8220;Man fragte sich spontan: Wie kam die Tante da überhaupt rein? Vermutlich wie der Christbaum ins Netz kommt: Im Altersheim stand auf dem Gang eine durchgeschnittene Tonne, da kam vorne der Pullover drauf, und hinten schoben zwei Zivis.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich habe gelernt, Schrebbagahten und Currywurstpommesamayo gehören zum Pott wie Stoibers &#8220;äh&#8221; und Hofbräuhaus zu Bayern. Das ist Kultur! Von wegen Klischees! Und eines ist sicher: <em>&#8220;Woanders is auch scheiße!&#8221;</em></p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Egal ob Ruhrpottler oder Auswärtiger, der bei einem Ruhrbesuch den Begriff der Schönheit erweitert bekommt, dieses Buch ist eine Meisterleistung und eine großartige Hommage an Land, Leute und Kultur. Umwerfend komisch, aber von Herzen kommend. Bitte Herr Goosen, mehr davon!</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=49553" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://radiergummi.wordpress.com/2010/02/11/frank-goosen-radio-heimat/" target="_blank">aus.gelesen</a><br />
<a target="_blank" href="http://berndweber.wordpress.com/2010/03/01/frank-goosen-radio-heimat/">Bernd Weber</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.buchaviso.de/?p=4407">Buch Avisio</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Radio Heimat &#8211; Frank Goosen</strong><br />
163 Seiten, Gebunden, 14,95 Euro,<br />
<a href="http://www.eichborn.de/" target="_blank">Eichborn Verlag</a></em></p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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		</item>
		<item>
		<title>[Biografie] Wo fahren wir hin, Papa? &#8211; Jean-Louis Fournier</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/biografie-wo-fahren-wir-hin-papa-jean-louis-fournier/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/biografie-wo-fahren-wir-hin-papa-jean-louis-fournier/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 22:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiografische Romane]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn man über behinderte Kinder spricht, macht man meistens ein betretenes Gesicht. Wenigstens diese eine Mal möchte ich versuchen, mit einem Lächeln über euch zu reden. Ihr habt mich oft zum Lachen gebracht &#8211; nicht immer unabsichtlich.”
Wie gerne hätte der Vater seinen Söhnen &#8216;Tim und Struppi&#8217; geschenkt &#8211; aber leider können sie nicht lesen. Wie [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div>
<blockquote style="margin-top: 5%;"><p>&#8220;Wenn man über behinderte Kinder spricht, macht man meistens ein betretenes Gesicht. Wenigstens diese eine Mal möchte ich versuchen, mit einem Lächeln über euch zu reden. Ihr habt mich oft zum Lachen gebracht &#8211; nicht immer unabsichtlich.”</p></blockquote>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-811" style="margin-right: 20px;" title="fournier" src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/02/fournier-e1265143765547.jpg" alt="Wo fahren wir hin Papa" width="200" height="200" />Wie gerne hätte der Vater seinen Söhnen &#8216;Tim und Struppi&#8217; geschenkt &#8211; aber leider können sie nicht lesen. Wie gerne wäre er mit ihnen auf die Berge gestiegen, hätte mit ihnen Musik gemacht, hätte mit ihnen Volleyball gespielt &#8211; aber leider können sie immer nur mit Holzklötzchen spielen. Thomas und Mathieu sind behindert und waren nie das, was sich der Vater gewünscht hätte: normale Kinder.<br />
Pointiert und mutig schildert Fournier das Leben mit seinen zwei Söhnen, die zu lieben nicht leicht war. Für die beiden wäre eine Engelsgeduld nötig gewesen, doch Fournier, bekennt er offen, war kein Engel.</p>
<p><strong><em>&#8220;Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.&#8221; (Anton P. Tschecho</em></strong>w)</p>
<p>Ich habe bereits viele Meinungen zu diesem Buch gehört und gelesen und kann die teilweise vernichtenden Kritiken zwar nachvollziehen aber nicht für gut heißen. Allein den Aspekt &#8220;hier spottet ein Vater über seine schwerstbehinderten Kinder&#8221; zu betrachten ist &#8211; meiner Meinung nach &#8211; zu oberflächlich.<br />
Was Jean-Louis Fournier hier verfasst hat, ist schonungslos ehrlich &#8211; vor allem sich selbst gegenüber. Wie schwer er an diesem, seinem Schicksal hadert, ist äußerst niederschmetternd. So schreibt Fournier an einer Stelle:</p>
<blockquote><p>Wenn Kinder einen Vater brauchen, auf den sie stolz sein können, dann brauchen Väter umgekehrt die Bewunderung ihrer Kinder, um selbstsicherer zu sein.<br />
<span style="font-size: 0.8em;">(Seite 126)</span></p></blockquote>
<p>Ja, das ist wohl wahr und gilt sicherlich nicht nur für Väter. Jeder, der Kinder hat, wird wissen, dass es wenig schönere Momente im Leben gibt, als die, in denen wir die ehrliche Zuneigung unserer Kinder bekommen und wie sehr uns dies für unsere Mühe, Sorgen und Ängste entlohnt, die wir mit ihnen auch haben. </p>
<div class="subcolumns">
<div style="border: 0px solid #333; padding: 5px; margin-bottom: 15px; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/amazonsimpleadmin/img/amazon_DE_small.gif) right bottom no-repeat #ffffff;">
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	</div>
<div style="padding-left: 15%">
		<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423247452/buechersuecht-21" target="_blank">Wo fahren wir hin, Papa?</a><br />
		<strong>Price:</strong> <span style="color: #990000; font-weight: bold;">EUR 12,90</span></p>
<p><strong>89 used &#038; new</strong> available from <span style="color: #990000; font-weight: bold;">EUR 0,88</span></p>
</p></div>
<div style="clear: both;"></div>
</div>
</div>
<p>Das Buch selbst ist eine Aneinanderreihung von Wünschen, Verwünschungen, Hoffnungen, Hoffnungslosigkeiten, Äußerungen der Selbstverachtung, Äußerungen zum Selbstschutz und nicht zuletzt auch die Suche nach dem &#8220;Warum&#8221;. Und dabei gilt: je schwärzer der Humor, desto tiefer die Verzweiflung. </p>
<blockquote><p>Die anderen sagen: &#8220;Ein behindertes Kind ist ein Geschenk des Himmels.&#8221; Sie sagen es aber nicht etwa aus Spaß. Und es sind selten Leute, die selbst behinderte Kinder haben.<br />
Wenn man so ein Geschenk bekommt, will man am liebsten zurufen: &#8220;Ach! Das wäre doch nicht nötig gewesen&#8230;&#8221;<br />
<span style="font-size: 0.8em;">(Seite 34)</span></p></blockquote>
<blockquote><p>Mathieu hat nicht viel Ablenkung. Er sieht nie fern, ist auch nicht nötig, er hat´s auch so zum geistig Behinderten gebracht.</p></blockquote>
<p>Die Konzentration auf die Söhne ist so stark,dass seine Frau und seine gesunde Tochter (mit der ebenfalls etwas nicht stimmt, was wir aber nicht erfahren) kaum eine Erwähnung finden. Es scheint, als wäre die Trennung von seiner Frau und der Verlust(?) seiner Tochter nur die konsequente Fortführung seines Bilderbuch-Schicksals. Er ist letztlich &#8220;nur&#8221; noch Vater von zwei schwerbehinderten Kindern. Sicher liest sich aus der ein oder anderen Zeile auch eine Spur Selbstmitleid heraus. Aber das ist doch völlig legitim, oder nicht? Darf ein Mensch mit einem solchen Schicksal nicht damit hadern? Zu keiner Zeit macht Fournier seinen Kindern einen Vorwurf. Lediglich sich selbst sieht er als Objekt für Mobbingattacken von &#8220;ganz oben&#8221;.</p>
<p>Ich betrachte dieses Buch als bewussten Tabubruch. Natürlich könnte man die Beweggründe zur Verfassung hinterfragen. Allerdings haben das schon andere getan und selbstverständlich ist die Antwort darauf &#8220;die Verarbeitung des Schicksals&#8221;. Sicher hat Fournier mit diesen wenigen Sätzen nicht die &#8220;ganze Wahrheit&#8221; dargestellt &#8211; das würde den Unterhaltungswert sicher schmälern. Aber es gibt durchaus auch Momente in diesem dünnen Büchlein, die mich glauben lassen, Fournier habe seine Kinder geliebt. Er hat sich nur nicht von dem Bild bzw. seinem Traum der &#8220;perfekten Familie&#8221; trennen können, die er meint, hätte haben zu können, wenn die Kinder nicht behindert gewesen wären. Ich weigere mich jedenfalls, davon auszugehen, Fournier hätte dieses Buch nur geschrieben um Aufmerksamkeit zu erlangen. Natürlich war das ein netter und nicht zu unterschätzender Nebeneffekt. Und es sei ihm gegönnt.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Es liegt nicht an mir eine Meinung im engsten Sinne abzugeben. Jean-Louis Fournier hat mit diesem Buch sicher eine Lanze gebrochen hat. Die Behinderung seiner Söhne wird von ihm bis auf&#8217;s Letzte ins Lächerliche gezogen. Ich sehe dies als eine Art, der Auswegslosigkeit der Situation die Stirn zu bieten, der Autor selbst hält sich für einen schlechten Vater. Ein gewagtes aber mutiges Buch!</p>
<p>Weitere Besprechungen</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=45367">Besprechung im Büchereulen Forum</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://umblaettern.wordpress.com/2009/10/30/jean-louis-fournier-wo-fahren-wir-hin-papa/">Umblättern</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://gedankentraeger.de/?p=1398">Gedankenträger</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.saubereingeschenkt.de/wo-fahren-wir-hin-papa-von-jean-louis-fournier/">Sauber Eingeschenkt</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.arte.tv/de/D-F/2957176.html">arte</a></li>
</ul>
<hr />
<p style="margin-top: 3%"><strong><em>Wo fahren wir hin, Papa? &#8211; Jean-Louis Fournier</strong><br />
160 Seiten, Softcover, <a target="_blank" href="http://dtv.de">dtv</a>,<br />
2009, ISBN 3423247452, 12,90 Euro</em></p>


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hörbuch: Also&#8230; &#8211; Elke Heidenreich</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/allgemein/horbuch-also-elke-heidenreich/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/allgemein/horbuch-also-elke-heidenreich/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 20:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Heidenreich]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/01/vier_Sterne.png" alt="vierSterne" style="border:0" />
Ausgewählt und vorgelesen von Heidenreich selbst, sind 25 ihrer besten Kolumnen nun auch zu hören. 
»Also …« – mit diesem Wörtchen fangen alle Brigitte-Kolumnen von Elke Heidenreich an...


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die besten Kolumnen aus der Brigitte<br />
Spieldauer 79 min.</em></p>
<div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div>
<p><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/01/heidenreich_also.jpg" alt="Also Heidenreich" title="heidenreich_also" width="200" height="180" style="margin-top: 20px;margin-right: 20px" class="alignleft size-full wp-image-75" /> </p>
<p style="margin-top: 0px;padding-top: 0px">17 Jahre lang begeisterte Elke Heidenreich Woche für Woche unzählige Brigitte-Leserinnen mit ihrer legendären Kolumne Also …<br />
Ausgewählt und vorgelesen von Heidenreich selbst, sind 25 ihrer besten Kolumnen nun auch zu hören. </p>
<p>»Also …« – mit diesem Wörtchen fangen alle Brigitte-Kolumnen von Elke Heidenreich an. Schonungslos nimmt sie darin die großen und kleinen Dinge des Alltags unter die Lupe, und weil Heidenreich wie kaum jemand weiß, wo im Alltag der Schuh drückt, trifft sie mit ihren eigenwilligen Analysen ein ums andere Mal ins Schwarze.<br />
Ebenso einfühlsam wie maliziös schreibt sie etwa über feine Damen in feinen Parfümerien, über Frauen zwischen Literatur und Fensterputz, über ihren Ausleih-Mann, über ihr Bettenleben, über die Qualen bei einem Badeanzugkauf im Spätwinter, über Tage, an denen sich alle und alles gegen einen verschwören, über geheimnisvolle Zettel, die man selbst geschrieben hat und nicht mehr versteht, über die Tücken von ausgeliehenen Autos, über die kosmetische Geheimsprache, über Männer beim Einkaufen, über die ewige Baustelle Liebe, über nervige und – nicht zuletzt – über nette Mitmenschen. Natürlich nimmt sie bei alledem kein Blatt vor den Mund, und natürlich könnte niemand diese Texte besser vortragen als – Elke Heidenreich selbst.</p>
<p><strong>Kurzweilig und unterhaltsam</strong><br />
Was gibt es besseres, als beim Bügeln oder Hausputz oder auch im lästigen Stau gut unterhalten zu werden? Zur Zeit dieser Tätigkeiten selbst wohl nicht viel&#8230; <em>Also&#8230;</em> ist dafür eine gute Wahl. Frau Heidenreichs Kolumnen sind amüsante Alltagsbeobachtungen, sehr unterhaltsam und vor allem sehr treffend zusammen gefasst. Ob&#8217;s nun um den &#8220;Ausleihmann&#8221; geht, der eigene Ehemann, der ständig für sämtliche Arbeiten der Freundinen/Verwandten/Bekannten ausgeliehen werden muss und mit Dank zurückgegeben wird, oder um die Tage, an den denen alles schief läuft. </p>
<p>Frau Heidenreich hat eine selten gute Begabung Trivialitäten des Alltags detailgetreu wiederzugeben, so dass der Wiedererkennungseffekt mit der eigenen Person mitunter recht hoch ist. </p>
<p>Da ich die Kolumnen von Frau Heidenreich nicht aus der Zeitschrift kannte, hatte ich keine konkrete Vorstellung davon, was mich dabei erwartet. Leztendlich muss ich sagen, kamen diese Kolumnen jedoch weit weniger &#8220;bissig&#8221; daher, als ich vermutet hatte. Schade&#8230; </p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein (leider) kurzweiliges, unterhaltsames und kluges Hörvergnügen. Gut zum Wiederhören geeignet!</p>


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