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	<title>Jennys Leseecke &#187; Belletristik</title>
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	<description>&#34;Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.&#34; (Addison)</description>
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		<title>[Jugend] Jefra heißt Palästina &#8211; Margret Greiner</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössisch]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich hoffe, daß wir eines Tages sagen können: Wir haben nur kleine Schritte getan, hin zu mehr Verständigung und Aussöhnung, aber wir haben diese Schritte gewagt. Und alle kleinen Schritte, die heute überall vollbracht werden, von Juden und Christen und Muslimen, von Israelis und Palästinensern, werden den Weg zum Frieden verkürzen.&#8221;[1]
Der Frieden ist in diesem [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Ich hoffe, daß wir eines Tages sagen können: Wir haben nur kleine Schritte getan, hin zu mehr Verständigung und Aussöhnung, aber wir haben diese Schritte gewagt. Und alle kleinen Schritte, die heute überall vollbracht werden, von Juden und Christen und Muslimen, von Israelis und Palästinensern, werden den Weg zum Frieden verkürzen.&#8221;<strong><sup>[1]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Der Frieden ist in diesem Roman.<br />
Sehnsucht nach Frieden und Erwachsenwerden im Krieg. Die authentische Geschichte einer jungen Palästinenserin, hin- und hergerissen zwischen den Traditionen einer arabischen Familie und dem Traum von Freiheit.</p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/07/41RJ7TRD61L__SL500_AA300_1.jpg" alt="" title="41RJ7TRD61L__SL500_AA300_" width="189" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-2094" /></a></center></p>
<p style="margin-top: 1%">Jefra ist eine 16-jährige Palästinenserin, die mit mit ihren fünf Geschwistern in einer recht liberal funktionierenden Familie in Ost-Jerusalem aufwächst. Ihre älteste Schwester Maryam arbeitet als Volontärin bei einer arabischen Tageszeitung. Laut Jefras Mutter ist Jefra “für ihre sechzehn Jahre ungewöhnlich erwachsen” und von allen Kindern “am ehesten in die Verantwortung zu nehmen”. Trotz allem ist Jefra ein normales Mädchen mit Schulalltag und Pflichten im Haus. Einzig ihre Umgebung unterscheidet sie von anderen “normalen” Mädchen dieser Welt: sie erlebt tagtäglich den brutalen und erbarmungslosen Kampf der Bevölkerungsgruppen zur Zeit der zweiten Intifada <strong><sup>[2]</sup></strong> in Israel und Palästina.</p>
<p>Jefras Vater war als palästinensischer Widerstandskämpfer jahrelang in israelischer Haft. Ihre beiden Zwillingsbrüder wachsen im Hass gegen ihre Nachbarn auf. Arabische Medien sparen nicht an Bildern über getötete, verletzte, verwaiste Kinder und Eltern. Mediale Aufklärung erfolgt meist sehr einseitig.</p>
<p>Jefra selbst entwickelt sich trotz dessen zur Widerstandskämpferin in der eigenen Familie. Sie nimmt Kontakt zu einem jüdischen Mädchen auf, der jedoch zu einem jähen Ende kommt als die beste Freundin dieses Mädchens durch ein Selbstmordattentat in einem israelischen Café getötet wird. Während Onkeln, Tanten, Eltern und Geschwister den Tod israelischer Kinder nach einem Attentat “feiern”, flüchtet sie angewidert angesichts des Anlasses nach Hause. Trotz der erniedrigenden Dinge, die sie täglich durch israelische Besatzung erfahren muss und die sie miterlebt, ist sie nicht bereit den Hass gegen die Juden in sich herauf zu beschwören.</p>
<blockquote><p>&#8220;Aber die Tatsache, daß Hunderte unschuldiger Zivilisten getötet worden waren, daß Häuser willkürlich von israelischen Soldaten demoliert wurden, daß palästinensische Bauern von jüdischen Siedlern daran gehindert wurden, ihre Olivenfelder abzuernten, daß schwangere Frauen an den Grenzübergängen ihre Kinder zu Welt brachten, weil man sie nicht ins Krankenhaus fahren ließ, das alles war doch keine Greulpropaganda, das war Alltag in Palästina.<br />
Jefra stiegen Zornestränen in die Augen, wenn sie solche Geschichten hörte. Aber dann wischte sie die Tränen ab und sagte: &raquo;Ich möchte wissen, warum diese Menschen so etwas tun.&laquo;” <strong><sup>[3]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Jefra nimmt in Folge an einem sogenannten Friedensprojekt teil. Dafür muss sie für zwei Wochen nach New York und dort mit isrealischen, gleichaltrigen Mädchen im Zimmer verbleiben. In dieser Zeit verändert sich ihre Sicht auf die Zustände zwischen Palästinensern und Juden immens. Jefra &#8211; und auch die anderen Teilnehmerinnen &#8211; begreifen, dass sie alle Opfer sind. Sie alle sind Opfer von Verfolgung und Hass. </p>
<blockquote><p>&#8220;Heute haben wir Palästinenserinnen erfahren, was den Juden vor fünzig Jahren in Europa angetan wurde. Wir wußten das nicht. Oder wir wollten das nicht wissen. Wir konnten uns nicht vorstellen, daß Juden so gelitten haben. Wir haben nicht gelernt, in Juden Opfer zu sehen. Für uns sind Juden Menschen, die uns leiden machen. Man hat uns nicht erzählt, was eure Großeltern und Urgroßeltern durchgemacht haben. Vielleicht können wir euch jetzt besser verstehen. Aber gleichzeitig fragen wir uns: Warum müssen wir für die Verbrechen bezahlen, die andere verübt haben?” <strong><sup>[4]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Die Mädchen lernen im Camp, dass sie ihre Werte und Vorstellungen von Leben und Freiheit nicht ändern oder aufgeben müssen um mit anderen in Frieden zu leben.<br />
Neben den Aspekten des Konflikts behandelt das Buch jedoch auch das Leben und Aufwachsen der arabischen Frauen in kritischer Weise. Es scheint keine einfache Aufgabe zu sein, sich zu selbstverantwortlichen jungen Frauen zu entwickeln, wenn es die Kultur eigentlich verbietet. Jefras Tante Nibal ist dafür ein gutes Beispiel:</p>
<blockquote><p>&#8220;In einem Umfeld, in dem Frauen nicht nur Steine, sondern ganze Geröllhalden in den Weg gelegt wurden, hatte sie sich durchgesetzt.[...] Sie hatte den Preis für ihre Karriere bezahlt, und der Preis war hoch gewesen, Eine gescheiterte Ehe mit einem amerikanischen Kollegen, der ihr immerhin die Vergünstigungen eines amerikanischen Passes hinterlassen hatte, Verzicht auf Kinder, Leben in einem arabischen Land, in dem bei einer klar patriarchalischen Gesellschaftsordnung wenig Platz war für eine intellektuelle Frau in einer Spitzenposition. Vielleicht noch nicht in dieser Generation.” <strong><sup>[5]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Jefra kehrt nach dem Camp “Bridges for Peace” nach Hause zurück und löst dort erst einmal Unbehagen aus. Sie hat sich verändert. Sie muss lernen ihre Einstellung diplomatisch zu äußern &#8211; ohne die einen zu verletzen aber auch ohne den Respekt der anderen zu verlieren. Wie sie diesen Weg geht sollte man selbst nachlesen.</p>
<p>Margret Greiner hat einen wundervollen, hoffnungsvollen und großartigen Roman geschaffen. Dabei lässt sie ihre Erfahrungen aus ihrer eigenen Zeit als Lehrerin an einer palästinensischen Mädchenschule einfließen. Sie schafft eine realistische und unverklärte Sichtweise auf die Konfliktproblematik. Wie schwer es ist, Demütigungen und Leid ertragen zu müssen und dabei nicht zu pauschalisieren. Wie schwer es ist, als Jugendliche(r) in Palästina/Isreal aufzuwachsen und dabei den Frieden im Blick zu behalten. Sie lässt keine Schuldzuweisung unkommentiert stehen, sondern deutet in eine andere (Denk)Richtung. “Denken”, “Reflektieren” und “Differenzieren” sind Schlagwörter, die die Autorin unermüdlich herausarbeitet. Polarisierung, Polemisierung &#8211; davor warnt sie stets.</p>
<p>Jefra heißt Palästina habe ich in unserer örtlichen Bibliothek im Bereich &#8220;Maxi &#8211; Junge Erwachsene&#8221; vorgefunden. Auch wenn es sprachlich sicher genau dort anzusiedeln ist, verlangt die Thematik ein Mindestmaß an Kenntnissen um die Konfliktsituation im Nahen Osten. Leider fehlt es dem Buch an einem entsprechenden Glossar.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Der Klappentext lobhudelt: “Der Frieden ist in diesem Roman”. Als ich diesen Satz das erste Mal gelesen habe, dachte ich, das wäre wohl ein bisschen hoch gegriffen. Nach dem Lesen allerdings bin ich mir sicher, dass Magret Greiners Ansatz den Frieden hochzuhalten sehr gut gelungen ist und dass das Buch an Aktualität nichts eingebüßt hat. Hier sind sicher jede Menge Zutaten für das Rezept Frieden zu finden. Sehr empfehlenswert &#8211; nicht nur für junge Erwachsene!</p>
<p style="margin-top: 1%;"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></div></p>
<p><small><strong>[1]</strong> Seite 212/213<br />
<strong>[2]</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Intifada">Zweite Intifada &#8211; Wikipedia</a><br />
<strong>[3]</strong> Seite 16<br />
<strong>[4]</strong> Seite 136<br />
<strong>[5]</strong> Seite 114</small></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-b87ead27a7edc417e241768b2380bb6e"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-abd1f666abf3dcfd8eecf5ff4d59ae23"> <a href="http://www.amazon.de/Jefra-hei%C3%9Ft-Pal%C3%A4stina-M%C3%A4dchen-Jerusalem/dp/349224744X%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D349224744X"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41RJ7TRD61L._SL160_.jpg" height="160" width="101" alt="Image of Jefra heißt Palästina: Ein Mädchen in Jerusalem" title="Jefra heißt Palästina: Ein Mädchen in Jerusalem" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Jefra heißt Palästina &#8211; Margret Greiner</strong><br />
240 Seiten, TB, 2005<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.piper.de" target="_blank">Piper</a></em></p>
<hr style="margin-top: 4%;margin-bottom: 4%" />
<p style="clear:left">


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		<title>[Belletristik] Die Cappuccino Jahre &#8211; Sue Townsend</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 09:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Mole]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Sue Townsend]]></category>

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		<description><![CDATA[Ersten Sätze&#8230;
&#8220;Mittwoch, 30. April 1997
So greife ich dann wieder zur Feder, um das Treiben meiner Zeitgenossen aufzuzeichnen (den Schmus &#187;und -genossinen&#171; kann ich mir bei der strengen Nichtöffentlichkeit dieses Tagebuchs gottlob sparen).
Ich wage vorherzusagen, dass mit Anbruch des übermorgigen zweiten Mai die Labour Party mit hauchdünner Mehrheit obsiegt haben und folglich die neue Regierung bilden [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Ersten Sätze&#8230;</strong><br />
&#8220;<strong>Mittwoch, 30. April 1997</strong><br />
So greife ich dann wieder zur Feder, um das Treiben meiner Zeitgenossen aufzuzeichnen (den Schmus &raquo;und -genossinen&laquo; kann ich mir bei der strengen Nichtöffentlichkeit dieses Tagebuchs gottlob sparen).<br />
Ich wage vorherzusagen, dass mit Anbruch des übermorgigen zweiten Mai die Labour Party mit hauchdünner Mehrheit obsiegt haben und folglich die neue Regierung bilden wird. Das Gerede von einem erdrutschartigen Wahlsieg ist hysterischer Medienschwachsinn.&#8221;</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/05/townsend_cappuccino.jpg" alt="" title="townsend_cappuccino" width="193" height="301" class="aligncenter size-full wp-image-2041" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%"><strong>Inhalt</strong><br />
Adrian Mole ist wieder da &#8211; diesmal im Alter von 30 3/4 Jahren. Der beliebteste Tagebuchautor Englands bekommt langsam eine Glatze, fühlt sich selbst ganz als Intellektueller, trifft Bridget Jones und arbeitet als Koch in dem noblen Szenelokal Hoi Polloi in Soho. Sehr zu seinem Leidwesen ist noch immer nichts aus der erträumten Schriftstellerkarriere geworden. Auch ansonsten verläuft in Adrians Leben bei weitem nicht alles nach Plan: seine Ehe liegt in Scherben, sein junger Sohn wird von der Mutter in Ashby-de-la-Zouch aufgezogen, seine 16-jährige Schwester zieht mit ihrem mehrfach gepiercten Freund zusammen, und sein Vater ist manisch-depressiv ans Bett gefesselt. Adrian führt immer noch Listen mit jugendlichen Neurosen und befasst sich ausgiebig mit der lebenswichtigen Frage, ob Viagra tatsächlich hält, was es verspricht. Von einem Kabefernsehproduzenten entdeckt, wird Adrian schließlich zum Star einer Kochsendung, die sich auf Innereien spezialisiert hat. Selbstverständlich träumt Adrian imm noch von seiner großen Liebe Pandora Braithwaite, die mittlerweile für Tony Blairs Labour-Partei kandidiert. Es versteht sich von selbst, dass er sogleich ins heimatliche Leicester aufbricht, um seine Stimme für die atemberaubende Politikerin abzugeben&#8230;</p>
<p><strong>Nicht ganz das alte, aber trotzdem nicht schlecht&#8230;</strong><br />
Adrian ist wieder da! Nicht in Höchstform, aber in guter. Wie immer macht er sich viele Gedanken um Nichtigkeiten, fährt übervorsichtig Auto, ist mittlerweile süchtig nach Gummibärchen usw. </p>
<p>Adrian wird dieses Mal Koch in einer Fernsehsendung spezialisiert auf die ekelhaftesten Gerichte (Innereien) &#8211; nur, er kann nicht kochen. Macht nichts, wie immer schlingelt er sich durch. Ach ja, ein entsprechendes Buch muss er auch schreiben (&raquo;Alle schreien nach Innereien &#8211; das Buch!&laquo;). Die Show seiner Sendung wird ihm, wie sollte es anders sein, komplett von seinem Assistenten Dev Singh gestohlen. Er wird der eigentliche Star, aber Adrian hat eine tiefe Begabung dafür, die Dinge nicht so zu sehen, wie sie wirklich sind. Er findet die ein oder andere Aktion, die ihn aussen vor lässt, zwar empörend, aber dennoch hält er an seinem intellektuellen Starstatus bis zuletzt fest. </p>
<p>Vielleicht hat die Autorin in diesem Band etwas über das Ziel hinaus geschossen und damit die Story überladen. Es geht u.a. um Pandoras Wahlkampf, Adrian als Koch im Szenelokal Hoi Polloi und sein Rausschmiss, Adrian als Pseudo-Koch einer niveaulosen Fernsehsendung, die Affären seiner Eltern (Adrians Mutter und Pandoras Vater ziehen zusammen, im Anschluss natürlich auch Adrians Vater mit Pandoras Mutter&#8230;), das Auftauchen seines Sohnes Glenn, der Umzug ins neue Haus usw. </p>
<p>Es gibt einen Abschnitt, der mir wieder besonders gut gefallen hat und den ich hier wiedergeben möchte:</p>
<blockquote><p>
<strong>Sonntag, 15. Februar</strong><br />
Les Banks, der Dachdecker, den ich mit den Arbeiten an Archies Haus beauftragt habe, rief an, um zu sagen, er könne heute leider nicht wie verabredet anfangen. Seine Schwiegermutter sei vergangene Nacht unerwartet gestorben. </p>
<p><strong>Montag, 16. Februar </strong><br />
Ein Mensch namens Nobby kam vorbei und fragte, ob er die &raquo;Leitern mal hinten abstellen&raquo; könne. Er behauptete, ein Betriebsangehöriger von Les Banks zu sein. Ich bat ihn, sich in irgendeiner Form entsprechend auszuweisen. Er sagte:&raquo;Rufen Sie doch Les über das Handy an.&laquo;<br />
Ich tat&#8217;s. Les bestätigte, dass Nobby einer seiner Arbeiter sei und dass die Arbeiten in Rampart Terrace am Mittwoch aufgenommen werden würden, &raquo;sobald wir die Beerdigung hinter uns gebracht haben&laquo;. Er hörte sich nicht besonders gramgebeugt an. Im Hintergrund dudelte Radio One, und es klang fast, als befände er sich auf einem Dach.<br />
15 Uhr<br />
Ich finde, die Familie Banks bringt die Verstorbene in unziemlicher Hast unter die Erde!</p>
<p>Mittwoch, 18. Februar<br />
Keine Spur von Les Banks. Nobby kam nachmittags um fünf vorbei und nahm die Leiter wieder mit. Ich rief Les an, bekam aber nur seine automatische Ansage zu hören. [...]</p>
<p><strong>Donnerstag, 19. Februar</strong><br />
Les Banks rief an, um mir mitzuteilen, er könne heute leider die Arbeiten nicht aufnehmen. Er sei &raquo;mit der Frau in der Unfallstation vom Krankenhaus. Sie ist mit den Fingern in ihr elektrisches Tranchiermesser geraten.&laquo;<br />
Nobby brachte die Leitern wieder.</p>
<p><strong>Freitag, 20. Februar</strong><br />
Die Finger von Mrs Banks haben sich entzündet, was einen neuerlichen Krankenhausbesuch erforderlich machte. Les ist seiner Frau offensichtlich sehr zugetan. Er hat hoch und heilig versprochen, am Montag anzufangen. &raquo;Da gibt es kein Vertun, Mr Mole.&laquo;</p>
<p><strong>Montag, 23. Februar</strong><br />
An Mrs Banks verletzten Fingern hat sich eine Blutvergiftung entwickelt. &raquo;Die ganze Hand steht jetzt auf dem Spiel.&laquo; Im Haus ist es indessen eiskalt, und das Dach ist undicht. Wird der von häuslichem Pech verfolgte Mr Banks jemals in der Lage sein, die Arbeiten an meinem Haus aufzunehmen?</p>
<p>Dienstag, 3. März<br />
Habe Les Banks getroffen, als er im BP-Shop Zigaretten kaufte. Ich erkundigte mich nach seiner Frau. Er sah mir mit geweiteter Pupille tief in die Augen und sagte: &raquo;Es geht ihr gar nicht gut. Ihr Vater ist letzte Nacht tot umgefallen.&laquo; Ich gab ein zynisch-bitteres Lachen von mir und empfahl mich.<br />
Ich hörte Banks &raquo;Gefühlloses Arschloch!&laquo; hinter mir herrufen.</p>
<p><strong>Donnerstag, 5. März</strong><br />
Bin sehr erschrocken, als ich heute Abend im &raquo;Leicester Mercury&raquo; ein Foto von Les Banks und Familie sah. Die Schlagzeile lautete:&raquo;vom Pech verfolgt: Tapfere Familie zittert vor weiteren Schicksalsschlägen.&laquo;<br />
Ich brachte es nicht fertig, den zugehörigen Artikel zu lesen, und wünschte, mein Blick wäre nicht zufällig auf das Fettgedruckte unter dem Foto gefallen, wo die Rede ar von der &raquo;trotz Handamputation ungebrochenen Hausfrau Lydia Banks (41)&laquo;.<br />
[...]<br />
Ich habe Les Banks angerufen und mich entschuldigt. Er sagte, er würde morgen kommen, &raquo;wenn das Wetter mitspielt&laquo;. Ich fragte ihn, wann das Wetter für ihn nicht mehr mitspielt. Er sagte:&raquo;Wenn&#8217;s mich vom Dach weht.&laquo;</p>
<p><strong>Freitag, 6. März</strong><br />
Den ganzen Tag Wind mit Sturmböen.[...]</p>
<p><strong>Sonntag, 8. März</strong><br />
Les Banks rief gestern an. Er sagte, ein Sattelschlepper habe beim Zurücksetzen seinen Hund angefahren. Ich achtete darauf, gebührend Mitgefühl zu äußern. [...]<br />
Ich wünschte ihm gute Besserung für seinen Hund.
</p></blockquote>
<p style="margin-top: 7%"><strong>Fazit</strong><br />
Insgesamt ist dieser Teil der Reihe wahrscheinlich einer der schwächeren. Einige Abschnitte ziehen sich hin, was man nun von Sue Townsend wirklich nicht gewöhnt ist, andere aber gleichen das wieder aus. Trotz allem, die Adrian Mole-Tagebücher gehören für mich zu den besten Büchern. Gerade in schlechten Zeiten sind sie für mich unersetzlich.</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Die Adrian Mole Reihe im Überblick</strong><br />
1. Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre<br />
(fasst die beiden ersten englischen Bände &raquo;<em>The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13¾</em>&laquo; und &raquo;<em>The Growing Pains of Adrian Mole</em>&laquo; zusammen)<br />
2. The True Confessions of Adrian Albert Mole (nicht in deutscher Sprache erschienen?)<br />
3. Adrian Moles wilde Träume. Geheime Tagebücher, vierter Teil<br />
4. Die Cappuccino-Jahre. Ein Adrian-Mole-Roman<br />
5. Adrian Mole und die Achse des Bösen<br />
6. Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole<br />
7. The Prostrate Years (2009, noch nicht auf Deutsch erschienen)
</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.die-leselust.de/buch/townsend_sue_cappuccino.htm" target="_blank">Die Leselust</a><br />
<a  href="http://www.hansblog.de/2009/10/roman-die-cappuccino-jahre-ein-adrian-mole-roman-von-sue-townsend-410/" target="_blank">Hansblog</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-d4226f8d5f7914478459e906eeecf3b0"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-ebae7344d011bbc9d6dbe824ded29d12"> <a href="http://www.amazon.de/Die-Cappuccino-Jahre-Adrian-Mole-Roman-Sue-Townsend/dp/3453810910%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Damazonshowcase-20%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453810910"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V99EHJB1L._SL160_.jpg" height="160" width="102" alt="Image of Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman" title="Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Cappuccino Jahre &#8211; Sue Townsend</strong><br />
432 Seiten, TB, 2007, Originaltitel &raquo;The Cappuccion Years&laquo;<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Heyne Verlag</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Sue Townsend</strong><br />
Queen Camilla<br />
Downing Street No. 10
</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Belletristik] Sommerwogen &#8211; Mark Twain</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-sommerwogen-mark-twain/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 08:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanische Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Meine verehrte Schwester,
ich verspüre das starke Verlangen, Dir zu sagen, wie dankbar ich Dir und Euch allen für die Geduld, Rücksicht &#038; unermüdliche Freundlichkeit bin, die mir erwiesen wurden, seitdem Ihr mir Unterschlupf gewährt habt, und die aus den letzten vierzehn Tagen die einzige Zeitspanne meines Lebens machten, an die ich ohne Bedauern zurückblicke. [...]&#8220;
 [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Meine verehrte Schwester,<br />
ich verspüre das starke Verlangen, Dir zu sagen, wie dankbar ich Dir und Euch allen für die Geduld, Rücksicht &#038; unermüdliche Freundlichkeit bin, die mir erwiesen wurden, seitdem Ihr mir Unterschlupf gewährt habt, und die aus den letzten vierzehn Tagen die einzige Zeitspanne meines Lebens machten, an die ich ohne Bedauern zurückblicke. [...]&#8220;</em></p>
<p><center><div class="amzshcs" id="amzshcs-62a7e70584837e1bc6bd7aabdf07208a"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-64b8fb7f5a0af99d142ca616ab6f32e8"> <a href="http://www.amazon.de/Sommerwogen-Liebe-Briefen-Mark-Twain/dp/3351033036%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3351033036"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iatc-GrkL._SL160_.jpg" height="160" width="104" alt="Image of Sommerwogen: Eine Liebe in Briefen" title="Sommerwogen: Eine Liebe in Briefen" /></a> </div></div></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
&#8220;Ich bin jung &#038; sehr gutaussehend &#038; sie ist wahrhaftig das schönste Mädchen, das ich je gesehen habe.&#8221; Mark Twain war zweiunddreißig Jahre alt, als er sich zum ersten und einzigen Mal verliebte.<br />
Die Briefe an Livy Langdon, seine &#8220;Seelenschwester&#8221;, später Verlobte, Ehefrau und Mutter seiner Kinder, werden über die Jahre immer mehr zu amüsanten, anrührenden Lebenszeugnissen des berühmten Autors, der offen von seinen Erfolgen und Niederlagen, Hoffnungen und Ängsten schreibt und so manche Anekdote zum Besten gibt. Man findet darin eine lange Verteidigung des Rauchens, Spekulationen über die Unsterblichkeit der Seele, detektivische Nachforschungen über den geheimnisvollen Verehrer eines Dienstmädchens, Erinnerungen an Reisen, aber auch Verzweiflung über wirtschaftliche Fehlschläge und unheilbaren Schmerz über den Tod der Lieblingstochter Susy.</p>
<p><strong>Ein Leben in Briefen</strong><br />
Der Klappentext verspricht &#8220;<em>Die liebsten &#038; lustigsten Liebesbriefe, die jemals geschrieben wurden</em>&#8220;. Die liebsten sind es vielleicht, die lustigsten ganz sicher nicht. Das war sehr bestimmt nicht Sinn und Zweck der Briefe.</p>
<p>In diesem Büchlein befindet sich fast die gesamte Lebensgeschichte Mark Twains. Es sind wahrlich altmodische Briefe und gerade zu Anfang fast schon unerträglich verliebte Worte:</p>
<p>&#8220;<em>Leb wohl, Livy. Du bist so rein, so groß, so gut, so schön. Wie könnte ich Dich nicht lieben? Sag mir doch, wie ich Dich nicht anbeten könnte, meine liebe kleine Abgöttin?</em>&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Ich liebe, liebe, liebe Dich, Livy! Mein ganzes Wesen ist von dieser Liebe durchdrungen, erneuert und beseelt, &#038; mit jedem Atemzug macht sie mich zu einem besseren Menschen. Ich werde mich Deiner unschätzbaren Liebe würdig erweisen, Livy.</em>&#8221;</p>
<p>Die Liebesbekundungen werden selbstverständlich mit der Zeit weniger, aber nie endet ein Brief von Twain an seine Frau oder seine Kinder ohne zärtliche Worte.</p>
<p>Den Briefen nach scheint Twains Liebe zu Livy absolut bedingungslos und von unschätzbar hohem Respekt gewesen zu sein. Ob es den Tatsachen entspricht, vermag man nicht zu beurteilen. Ein paar anderen Berichten zufolge, die ich über Mark Twain gesehen habe, war er seiner Frau mit seinem sturen Kopf nicht immer nur ein liebender und hilfreicher Mann. Sie war oft alleine und musste sich seinen Launen ergeben, die wir anhand der Schriftstücke nur erahnen können. Nichtsdestotrotz hat sie ihn stets geachtet und ebenfalls innig geliebt.</p>
<p>Nach der Hochzeit von Livy und Samuel trifft eine Reihe Schicksalsschläge die Familie hart. Es sind viele traurige Momente, aber auch viele hoffnungsvolle und glückliche Momente, die wir anhand der Schriftstücke nacherleben dürfen. Besonders der frühe Tod seiner Tochter und der Tod seiner Frau haben ihn auf untröstliche Weise sehr mitgenommen. Aber auch von seinen Erfolgen berichtet er stolz und fröhlich. Es gibt viele amüsante Gedanken und Sätze, Twain lässt seinen sarkastischen Launen oft freien Lauf, was das Lesen wirklich zu einem Vergnügen macht.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Es sind wirklich schöne, unterhaltsame, humorvolle und traurige Briefe, die hier zusammen getragen wurden um uns ein Bild darüber zu verschaffen, wie Twain gelebt, geliebt und gefühlt hat. Es ist ein Büchlein für Liebhaber. Wer etwas über Mark Twain erfahren möchte, für den ist diese Sammlung ein Muss. </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=49927" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://www.kulturradio.de/rezensionen/buch/2010/mark_twain__sommerwogen.html" target="_blank">kulturradio</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Sommerwogen &#8211; Mark Twain</strong><br />
304 Seiten, Softcover, Januar 2010,<br />
16,95 Euro,<br />
<a href="http://www.aufbau-verlag.de" target="_blank">Aufbau Verlag</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Mark Twain</strong><br />
Tom Sawyer &#038; Huckleberry Finn<br />
Die Abenteuer des Huckleberry Finn<br />
Ein Yankee aus Connecticut an König Artus&#8217; Hof<br />
Knallkopf Wilson<br />
Bummel durch Deutschland<br />
Bummel durch Europa<br />
Post aus Hawai<br />
Die Tagebücher von Adam und Eva
</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


<p>Keine ähnlichen Beiträge.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Belletristik] Cliffhanger &#8211; Tim Binding</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-cliffhanger-tim-binding/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 20:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Englische Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Es klang ganz einfach.
&#187;Audrey&#171;, sagte ich. &#187;Audrey, wie wär&#8217;s, wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?&#171;
&#187;Bei dem Wetter?&#171;
&#187;Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen&#171;, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: &#187;Wieso nicht?&#171;
Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werden, Audrey, deshalb nicht.
  

Schräg und [...]


Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es klang ganz einfach.<br />
&raquo;Audrey&laquo;, sagte ich. &raquo;Audrey, wie wär&#8217;s, wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?&laquo;<br />
&raquo;Bei dem Wetter?&laquo;<br />
&raquo;Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen&laquo;, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: &raquo;Wieso nicht?&laquo;<br />
Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werden, Audrey, deshalb nicht.</em></p>
<p><center><div class="amzshcs" id="amzshcs-df1d46449bf3a30bbfb6e2c733eedcd4"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-94469a706df11c03571c17d4924a24c7"> <a href="http://www.amazon.de/Cliffhanger-Roman-Tim-Binding/dp/3453434455%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453434455"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CqpBvs9RL._SL160_.jpg" height="160" width="101" alt="Image of Cliffhanger: Roman" title="Cliffhanger: Roman" /></a> </div></div></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Schräg und böse &#8211; very british</strong><br />
Al Greenwood will seine Frau umbringen. Gute Gründe dafür nennt er reichlich: „keine Streitereien mehr über dies und das, kein Töpfescheppern mehr, keine kalte Schulter mehr nach einer Sauftour, wenn ein Mann horizontale Gedanken kriegt.“  Scheidung zwecklos – Mord muss her.</p>
<p>Al  und seine Frau Audrey wohnen in einer Bungalow-Siedlung nahe Wareham, wo es einen Bäcker gibt, einen Taxifahrer (nämlich Al) und einen Ein-Mann-Polizeiwache von Police Constable Hühneraugenpflaster. Es gibt zwei rivalisierende Familien, die Stokies und die Travers „<em>die über den Ärmelkanal rudern würden, um sich gegenseitig ertrinken zu sehen.</em>“  Und darüber hinaus gibt es eine Klippe, die sich förmlich aufdrängt, verhasste Ehefrauen ins Jenseits zu befördern. Nur ein Problem hat Al bei seinem Vorhaben, seine Frau muss mitziehen. Wie schafft er das? Klar, in dem er sie auf britisch ordinäre Art provoziert. Audrey rennt wütend aus dem Haus und Al folgt ihr. Er weiß, dass sie zum Kliff geht. Und so erstaunt es ihn nicht so oben anzutreffen und seinen Plan umzusetzen. Umso erstaunter ist er jedoch, als er nach Hause kommt und sie lasziv räkelnd vor dem Kamin antrifft. Voll in Fahrt und bereit für ein nettes kleines Schäferstündchen. Tja, und dann beginnt das Chaos: wen hat er über die Klippen gestoßen, wenn nicht seine Frau? Wo war seine Frau, wenn nicht auf dem Kliff? Und was ist mit seiner unehelichen Tochter Miranda geschehen, die just zum Zeitpunkt des vermeintlichen Mordes an seiner Frau verschwindet? Al ist völlig überfordert…</p>
<p>Al ersäuft in seinem hausgemachten Mord-Schlammassel. Wir treffen auf eine Schar durchgeknallter Nebenfiguren mit verrückten Motiven und insgesamt ist alles recht bizarr. Besonders die Nachbarin, Alice Blackstone &#8211; alias Mrs. Schnüffelnase -, eine begnadete Kifferin, ist unschlagbar.</p>
<p>Steckt man die erheblichen Obszönitäten Al seiner Frau gegenüber am Anfang weg, geht es fast schon harmlos weiter zur Sache. Spannend daran ist, dass ausnahmsweise hierbei nicht der Täter, sondern das Opfer gesucht wird. Al versucht natürlich erbittert herauszufinden, wen er da von den Klippen in den Tod gestoßen hat, wenn nicht seine Frau. Der Protagonist kommt dabei gar nicht mal so schlecht weg. Man könnte annehmen, er wäre ein mieser Sack. Aber nein, so einfach macht es uns Tim Binding nicht. Ganz im Gegenteil, es entwickeln sich sogar reizende Züge an Al, denen man zugunsten der Sympathie erliegt. Es ist auch nicht alles nur blödsinniger Klamauk. Man kann schon ganz gut erahnen, dass Binding die Spezies Mensch beobachtet und gekonnt auf die Schippe nimmt&#8230; </p>
<p>Es sind mitunter aberwitzige und skurrile Momente, die der Unterhaltung dienen. Die Ideen gehen dem Autor dabei tatsächlich nicht aus. Jede Menge Unsinn und jede Menge Spaß dabei. Aber äußerst gut ausgearbeitet und mitunter auch informativ &#8211; vor allem was die Karpfenzucht angeht. Miträtseln kann man auch noch.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein Geschichte Marke „very british“. Skurril, böse, ja, auch vulgär, aber durchweg unterhaltend und gut gelaunt. Man sollte ein bisschen für den seltsam abgedrehten schwarzen Humor der Inselbewohner übrig haben. Nach den ersten drei Kapiteln ist eine Unterbrechung jedoch ärgerlich. </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=33325&#038;page=1" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/zweiamsonntag/487535.phtml" target="_blank">wdr.de/Rezension von Christine Westermann</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/850303/">dradio</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.rezensionen.ch/buchbesprechungen/tim_binding_cliffhanger_/386648089X.html">rezensionen.ch</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Cliffhanger &#8211; Tim Binding</strong><br />
350 Seiten, TB, April 2010,<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Heyne</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Tim Binding</strong><br />
Henry Seefahrer<br />
Im Königreich der Luft<br />
Inselwahn<br />
Sylvie und die verlorenen Stimmen</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


<p>Keine ähnlichen Beiträge.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Hörbuch] Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe &#8211; Gernot Gricksch</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/hoerbuch-robert-zimmermann-wundert-sich-uber-die-liebe-gernot-gricksch/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 19:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Lust auf einen überaus netten, humorigen und modernen Liebesroman? Hier ist einer&#8230;


Robert und Monika &#8211; er 27, sie 42
Robert, siebenundzwanzig und Angestellter eines PC-Game Unternehmens, trifft unerwartet auf seine große Liebe Monika. In einer Reinigung. Robert beschreibt sich selbst als selbstbewusst und gutaussehend. Ja, sogar als Frauenschwarm. Dennoch macht er einen liebenswürdigen Eindruck. Er wirkt [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lust auf einen überaus netten, humorigen und modernen Liebesroman? Hier ist einer&#8230;</em></p>
<p><center><a target="_blank" href"http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&#038;productID=BK_BEHO_000001DE"><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/04/gricksch_zimmermann-e1270148499119.jpg" alt="" title="gricksch_zimmermann" width="200" height="200" class="aligncenter size-full wp-image-1876" /></a></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Robert und Monika &#8211; er 27, sie 42</strong><br />
Robert, siebenundzwanzig und Angestellter eines PC-Game Unternehmens, trifft unerwartet auf seine große Liebe Monika. In einer Reinigung. Robert beschreibt sich selbst als selbstbewusst und gutaussehend. Ja, sogar als Frauenschwarm. Dennoch macht er einen liebenswürdigen Eindruck. Er wirkt ein wenig naiv bei seinen Schilderungen, neigt dazu das ein oder andere Fettnäpfchen mitzunehmen und ist mit einem warmen Herzen ausgestattet. Zum Gernhaben halt.</p>
<p>Mit eher mäßiger Begeisterung habe ich mich dieser Geschichte angenähert. Dafür gab es allerdings keinen Grund. Gernot Gricksch beschreibt realistisch und dabei stets mit Humor die Entwicklung dieser eher ungewöhnlichen Liebe. Ungewöhnlich ist vielleicht nicht das richtige Wort, vielleicht wäre seltene Konstellation besser ausgedrückt. Monika ist fünfzehn Jahre älter als Robert. Das stört ihn jedoch überhaupt nicht. Im Gegensatz zu Monika, die nicht nur um die Beziehung zu ihrem pubertierenden Sohn fürchtet, sondern auch um ihr Ansehen bei Freunden und Verwandten. Und so entwickelt sich nach und nach eine tiefe Zuneigung, die ihre Momente der Leidenschaft erlebt, aber auch die der kräftezerrenden Routine.</p>
<p>Hier ist alles vereint, was unterhält &#8211; vor allem Komik. Obwohl die Story eher unspektakulär ist, ja sich fast schon eines 08/15-Plots bedient, unterliegt man umgehend dem Sogeffekt. Keine langweiligen Szenen, keine überflüssigen Beschreibungen &#8211; einfach Unterhaltung pur. Es ist sicher nichts spektakulär Neues und auch nicht sonderlich tiefgründig. Aber es ist durchaus nett.</p>
<p>Das Hörbuch bietet zwei große Vorteile: gute Unterhaltung für Erkältungstage im Bett, an denen es nicht zum Lesen reicht, aber der Schlaf nicht kommen will und es ist ungekürzt. Ich habe mich an den Sprecher gewöhnt, bin aber davon überzeugt, dass mir das Buch selbst gelesen besser gefallen hätte. Die Aussprache ist teilweise holprig und die Betonung der Aussagen mit sarkastischem Inhalt bisweilen ermüdend. Ich hätte mich über ein wenig mehr Pointierung gefreut. </p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Die Geschichte macht Spaß! Das Hörbuch ist empfehlenswert, wenn auch nicht ganz nach meinem Geschmack gesprochen. Ich habe mir den Film auf meine Leihliste gesetzt und bin schon sehr gespannt darauf.
 </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=34928" target="_blank">Büchereule</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe &#8211; Gernot Gricksch</strong><br />
9 Std. 54 Min. (ungekürzt),<br />
Gesprochen von Max Trüffel,<br />
17,95 Euro (regulär), 9,95 Euro (als Audible-Abonnent)<br />
<a href="http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&#038;productID=BK_BEHO_000001DE" target="_blank">audible</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Ähnliche Bücher</strong></p>
<div style="float:left;margin-right: 15px"> <div class="amzshcs" id="amzshcs-53f674ac81fefd869a332caf7957aefb"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-193e9fee38a24c73bdcb9d0521d22c56"> <a href="http://www.amazon.de/Neue-Vahr-S%C3%BCd-CDs-Autorenlesung/dp/393618657X%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Damazonshowcase-20%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D393618657X"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21hZqSaJY5L._SL160_.jpg" height="157" width="160" alt="Image of Neue Vahr Süd. 12 CDs: Autorenlesung" title="Neue Vahr Süd. 12 CDs: Autorenlesung" /></a> </div></div> </div>
<p style="font-size:0.9em"><strong>Neue Vahr Süd</strong><br />
Wir befinden uns im Jahre 1980 in der Neuen Vahr Süd, einem ganz und gar nicht pittoresken Neubauviertel im Osten von Bremen. Für Frank Lehmann, der gerade seine Lehre beendet hat, noch immer bei seinen Eltern wohnt und irgendwie vergessen hat, den Wehrdienst zu verweigern, wird es ein hartes halbes Jahr. Zwar gelingt ihm nach einem Streit der Auszug aus dem Elternhaus in eine chaotische Wohngemeinschaft im Bremer Studentenviertel Ostertor, aber ein neues Zuhause hat er damit noch lange nicht gefunden, und die Neue Vahr Süd holt ihn immer wieder ein. Und während Frank &#8211; noch immer rätselnd, wie es so weit kommen konnte &#8211; in der Kaserne strammstehen, Hemden auf Din-A-4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten seine Freunde für ihre Version der proletarischen Weltrevolution, gegen Militär und Aufrüstung und um die energische Sibille, ohne diese allerdings vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben. Hin- und hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation kämpft Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln für eine eigene, würdige Existenz zwischen zwei widersprüchlichen Welten. Sven Regener ist ein komischer und zugleich beklemmender Roman gelungen, der uns über den Aufbruch seines Helden in eine verwirrende Zukunft die frühen achtziger Jahre von einer Seite nahebringt, die wir erfolgreich verdrängt zu haben glaubten.<br />
<span style="font-size:0.9em">(&copy; Roof Music)<br />
<em>34,95 Euro Audible Preis, 9,95 Euro Audible Abo Preis</em></span></p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Belletristik] Schöner wohnen mit Mann &#8211; Ursula Schröder</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-schoener-wohnen-mit-mann-ursula-schroeder/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-schoener-wohnen-mit-mann-ursula-schroeder/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 18:37:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenromane]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Heiteres]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://jennys-leseecke.de/?p=1857</guid>
		<description><![CDATA[Lust auf &#8220;heile Welt&#8221;, &#8220;Happy End&#8221; und seichtes &#8220;Familien-Geplänkel&#8221;? Dann ab auf&#8217;s Sofa mit diesem Buch!


Kurzbeschreibung
Was, wenn der Mann deines Lebens der eigene Schwager ist? Jahrelang hat Dani niemandem davon erzählt, doch nun kommt Michael plötzlich nicht nur als Kunde in ihre Werbeagentur &#8230; Wie wird Rosi mit der neuen Situation umgehen? Und was will [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lust auf &#8220;heile Welt&#8221;, &#8220;Happy End&#8221; und seichtes &#8220;Familien-Geplänkel&#8221;? Dann ab auf&#8217;s Sofa mit diesem Buch!</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/03/schoenerwohnenmitmann-e1269885328795.jpg" alt="Schoener wohnen mit Mann" title="schoenerwohnenmitmann" width="129" height="206" class="aligncenter size-full wp-image-1827" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Was, wenn der Mann deines Lebens der eigene Schwager ist? Jahrelang hat Dani niemandem davon erzählt, doch nun kommt Michael plötzlich nicht nur als Kunde in ihre Werbeagentur &#8230; Wie wird Rosi mit der neuen Situation umgehen? Und was will die Jüngste im Bunde bitte mit Jan anfangen, der sich gerade in den Kopf gesetzt hat, schwul zu sein? Es wird Zeit, dass sich die Schwestern über ihre innersten Wünsche und Gefühle klar werden.</p>
<p style="margin-top: 20px"><strong>Entspannung pur</strong><br />
Mit einem wehmütigen Seufzen habe ich diesen wunderbaren &#8220;Heile-Welt-Roman&#8221; zu Ende gelesen und mich daran erfreut, dass alles so gekommen ist, wie es sein sollte: Rosarot und auf sehr einfache Weise, wie ich es mir für alle handelnde Personen erwünschte. </p>
<p>Der Stoff, aus dem die Geschichte stammt, ist bekannt und nicht weiter kompliziert: Dani, die schönste und handwerklich begabte der drei Schwestern, trifft völlig unvermittelt auf ihren heimlichen Jugendschwarm, der zufälligerweise auch der Ex-Mann ihrer Schwester ist. Aufgrund dieser doch eher brisanten Thematik, die bei anderen Romanen schon mal zu Mord und Totschlag führen kann zumindest aber immer den Totalzusammenbruch einer Familie bedeutet, befürchtete ich eine hochdramatische Entwicklung, altbekannte Entwicklungsmuster und somit auch eine 08/15-Story um Geschwisterrivalität. Zu meinem großen Erstaunen jedoch stellte ich fest, dass diese Geschichte voller herzensguter Menschen steckt, die zwar alle ein bisschen Neid und Eifersucht durchscheinen lassen, aber niemals bösartig oder unsympathisch sind oder gar werden. Nicht einmal die fiese Chefin von Dani wird den Anforderungen an diesem Wort gerecht, allerhöchstens kann sie als ungemütlich bezeichnet werden. Keiner kommt auf üble Gedanken, und selbst wenn, werden diese im nächsten Moment absolut zivilisiert und menschlich aus der Welt geschaffen. Jeder hat jeden »lieb« (was mehr oder weniger häufig auch zum Ausdruck gebracht wird &#8211; sehr dezent, versteht sich) und bringt die notwendige Toleranz, nein, sogar das Verständnis, für etwaige negative Eigenheiten des anderen auf. Meines Erachtens hat die Autorin hier eine beachtliche Leistung abgegeben, denn Vor- und Nachteile der Figuren so zu zeichnen, dass sie 1:1 verteilt werden, stellt gewiss keine einfache Aufgabe dar. Somit ist jegliches Sympathiegedränge für die ein oder andere Person von vornherein ausgeschlossen und die Stimmung durchweg positiv. Schön, wirklich schön! </p>
<p>In dieser kleinen Stadt in Deutschland ist die Welt noch in Ordnung, ist alles nicht so schlimm, wie es erst einmal scheint. Und so kann man ein paar Stunden lang in den Alltag der drei Geschwister mit eintauchen, beobachten, wie sie sich einander nähern, die humorigen Dialoge genießen und sich schlichtweg an diesen herrlich friedliebenden Personen erfreuen &#8211; auch wenn an dieser Stelle erwähnt sei, dass eine hemmungslose Grundnaivität und Gutglaube an die Menschheit die Mindestbedingungen für einen Genuß oder Lesespaß darstellen.<br />
(Für alle die <em>Manneskraft per Postversand</em> {1} gelesen haben sei an dieser Stelle erwähnt, dass die beiden Geschichten sich vom Stil her sehr ähneln).</p>
<p>Ich resümiere: »Schöner wohnen mit Mann« ist eine Art Rosamunde Pilcher für Softies. Klingt furchtbar? Mir hat es ein paar herrlich entspannte und humorige Lesestunden bereitet.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Eine angenehm nervenschonende und seichte Geschichte ohne Anspruch und zur völligen Entspannung, frei nach dem Motto: &#8220;Piep, piep, piep, wir ham&#8217; uns alle lieb&#8221;. Perfekte Lektüre für trübe Regentage oder trübsinnige Momente &#8211; zurücklehnen und genießen. Sollte es eine Fortsetzung geben, ich bin auf jeden Fall dabei! </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=21616" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://www.buchinformationen.de/rezension.php?id=2054" target="_blank">buchinformationen.de</a><br />
<a target="_blank" href="http://webcritics.de/page/book.php?id=3457">webcritics</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.roterdorn.de/inhalt.php?xz=rezi&#038;id=8080">roterdorn</a>
</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Fortsetzungen</strong><br />
2. Teil: Wochenlang kein Schönheitsschlaf<br />
3. Teil: Träum schön weiter
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Schöner wohnen mit Mann &#8211; Ursula Schröder</strong><br />
384 Seiten, TB,<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.dtv.de/" target="_blank">dtv</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Ähnliche Bücher</strong></p>
<p style="font-size:0.9em">{1} <strong>Manneskraft per Postversand</strong><br />
Die liebenswerten Schwestern Tilda und Elida Svensson führen seit Jahren ein ruhiges Leben im Haus ihrer verstorbenen Eltern. Doch dann zieht der attraktive Alvar ins Nachbarhaus, und das Leben der beiden Damen ändert sich über Nacht. Sie leisten sich den Luxus neuer Sommerkleider und lernen bei Alvar den Komfort eines Badezimmers kennen. Für die Modernisierung des eigenen Hauses fehlt leider das Geld. Als Tilda und Elida eines Tages beobachten, wie der Nachbarkater nach dem Genuß von Blumenerde aus Alvars Petunientopf ungeahnte Potenz entwickelt, kommt ihnen eine glänzende, wenn auch gewagte Geschäftsidee &#8230; </p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


<p>Keine ähnlichen Beiträge.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Humor] Radio Heimat &#8211; Frank Goosen</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/humor-radio-heimat-frank-goosen/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/humor-radio-heimat-frank-goosen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 10:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur aus Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>"An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!"</em>
<center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/03/radioheimat.jpg" alt="" title="radioheimat" width="115" height="200" class="aligncenter size-full wp-image-1748" /></center>
<p>Wie heißt es im Pott so treffend: Woanders ist auch scheiße, oder?
In Radio Heimat erzählt Frank Goosen Geschichten von zuhause, von Helden und Laberfürsten, von Pomeesbuden und Kneipen. Zhause, das ist das Land der Autobahnen, der frechen Blagen und der alten Frauen, die nicht auf den Mund gefallen sind. Goosens Omma taucht hier ebenso wieder auf wie die Kumpels Mücke und Scotty, wenn der Autor und Kabarettist unterwegs ist in Stadien und Partykellern, in Parks und Brachen. Drängende Fragen werden beantwortet: Wieso sagte Vattern früher: Mach die Augen zu und iss? Was meinter der Wirt, als er sprach: Wat der Mensch braucht, dat muss er haben? Und wer kann hier von sich behaupten: Kär, wat ham wir früher malocht? [...]</p>



Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!&#8221;</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/03/radioheimat.jpg" alt="" title="radioheimat" width="115" height="200" class="aligncenter size-full wp-image-1748" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Wie heißt es im Pott so treffend: Woanders ist auch scheiße, oder?<br />
In Radio Heimat erzählt Frank Goosen Geschichten von zuhause, von Helden und Laberfürsten, von Pomeesbuden und Kneipen. Zhause, das ist das Land der Autobahnen, der frechen Blagen und der alten Frauen, die nicht auf den Mund gefallen sind. Goosens Omma taucht hier ebenso wieder auf wie die Kumpels Mücke und Scotty, wenn der Autor und Kabarettist unterwegs ist in Stadien und Partykellern, in Parks und Brachen. Drängende Fragen werden beantwortet: Wieso sagte Vattern früher: Mach die Augen zu und iss? Was meinter der Wirt, als er sprach: Wat der Mensch braucht, dat muss er haben? Und wer kann hier von sich behaupten: Kär, wat ham wir früher malocht?</p>
<p style="margin-top: 20px"><strong>Ganz großes Kino!</strong></p>
<blockquote><p>Höflichkeit ist was für Leute, die nicht richtig arbeiten können!</p></blockquote>
<p>Genial &#8211; ehrlich! Wir Goosen seine Heimat beschreibt, Land und Leute, Landschaften und Gebräuche, ist genial, erfrischend und hemmunglos ehrlich.<br />
Schon der erste Satz ist grandios!</p>
<blockquote><p>&#8220;An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus 2001), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!&#8221;</p></blockquote>
<p>Mit einer großen Portion Ruhrpott-Patriotismus erzählt Frank Goosen in stetig humorvollen Ton von seiner Heimat, seinen Erfahrungen, seinem Aufwachsen und seinen &#8220;Lieben&#8221;. Er erzählt von einem Menschenschlag, der <em>&#8220;nicht besonders höflich, dafür aber sehr direkt&#8221;</em> ist. Die Folge davon? <em>&#8220;Man kommt mit ihnen ins Gespräch, ob man will oder nicht&#8221;.</em></p>
<p>Egal, ob es um den besagten Menschenschlag geht, der sich im Ruhrpott so herumtreibt oder um den ruhrpotteigenen Budenzauber, Frank Goosen erzählt ohne zu spotten. Einfach so, wie es ist. Für Auswärtige sehr informativ, für Einheimische völlig normal und für alle ausgesprochen amüsant.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das größte Plus für die Lebensqualität zwischen Recklinghausen und Hattingen, Duisburg und Unna ist jedoch die &#8220;Trinkhalle&#8221; oder &#8220;Selterbude&#8221;, kurz: die Bude, ein nicht wegzudenkender Versorgungsstützpunkt, der elementare Grundnahrungsmittel wie Flaschenbier, Kartoffelchips und Klümpchen auch jenseits der üblichen Ladenöffnungszeiten bereithält.&#8221;</p></blockquote>
<p>Woran man gute Buden erkennt, das sollte man besser selbst nachlesen.</p>
<p>Um das obige Zitat besser einordnen zu können, muss man natürlich wissen, dass für Goosen <em>&#8220;Südlich von Hattingen Tirol ist und nördlich von Recklinghausen Dänemark, östlich von Unna beginnt für ihn Sibirien und westlich von Duisburg ist die Welt zu Ende und da fallen alle ins Urmeer!&#8221;</em></p>
<p>Umgehauen hat mich auch die Beschreibung der Haushaltskittel der Ruhrfrauen &#8211; das wohl meistgetragenste Kleidungsstück dieser Gegend.</p>
<blockquote><p>&#8220;Man fragte sich spontan: Wie kam die Tante da überhaupt rein? Vermutlich wie der Christbaum ins Netz kommt: Im Altersheim stand auf dem Gang eine durchgeschnittene Tonne, da kam vorne der Pullover drauf, und hinten schoben zwei Zivis.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich habe gelernt, Schrebbagahten und Currywurstpommesamayo gehören zum Pott wie Stoibers &#8220;äh&#8221; und Hofbräuhaus zu Bayern. Das ist Kultur! Von wegen Klischees! Und eines ist sicher: <em>&#8220;Woanders is auch scheiße!&#8221;</em></p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Egal ob Ruhrpottler oder Auswärtiger, der bei einem Ruhrbesuch den Begriff der Schönheit erweitert bekommt, dieses Buch ist eine Meisterleistung und eine großartige Hommage an Land, Leute und Kultur. Umwerfend komisch, aber von Herzen kommend. Bitte Herr Goosen, mehr davon!</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=49553" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://radiergummi.wordpress.com/2010/02/11/frank-goosen-radio-heimat/" target="_blank">aus.gelesen</a><br />
<a target="_blank" href="http://berndweber.wordpress.com/2010/03/01/frank-goosen-radio-heimat/">Bernd Weber</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.buchaviso.de/?p=4407">Buch Avisio</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Radio Heimat &#8211; Frank Goosen</strong><br />
163 Seiten, Gebunden, 14,95 Euro,<br />
<a href="http://www.eichborn.de/" target="_blank">Eichborn Verlag</a></em></p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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		<item>
		<title>[Belletristik] Durch den Wind &#8211; Annika Reich</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/durch-den-wind-annika-reich/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/durch-den-wind-annika-reich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 20:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die ersten Sätze
Alison lehnt ihren Hinterkopf so an Victors Brust, dass sein Kinn auf ihren langen roten Haaren lag. Ihre Haut schimmerte wie vom Mond beschienen, und ihre Augen waren halb geschlossen. Die grüne Seidenbluse hing an einer Seite aus ihrer Hose heraus, und der Kragen war etwas verrutscht. so sah Alison eigentlich fast immer [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 40px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 15px"><em>Die ersten Sätze</em></p>
<blockquote><p>Alison lehnt ihren Hinterkopf so an Victors Brust, dass sein Kinn auf ihren langen roten Haaren lag. Ihre Haut schimmerte wie vom Mond beschienen, und ihre Augen waren halb geschlossen. Die grüne Seidenbluse hing an einer Seite aus ihrer Hose heraus, und der Kragen war etwas verrutscht. so sah Alison eigentlich fast immer aus, ein bisschen müde oder als wäre sie gerade erst aufgestanden.</p></blockquote>
<p>[avhamazon locale="DE" asin="3446235132" linktype="pic" picsize="medium"]
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Yoko ist Japanerin, Architektin, erfolgreich, selbstsicher. Männer braucht sie nur für eine Nacht. Sie ist auf der Flucht &#8211; vor der Familie, vor dem Tod ihres Vaters. Friederike liebt die Natur, die Bücher, aber auch einen Mann, der leider nur seine Freiheit liebt. Dabei wollte sie eigentlich schon mit zwanzig Mutter sein und ihre Doktorarbeit fertig haben. Alison scheint stets ein wenig entrückt. Nichts ist für sie sicher. Vielleicht hat sie eine Doppelgängerin. Vielleicht glaubt sie nur, Victro sei der Mann ihres Lebens. Vielleicht ist der aber auch in Japan auf einer Geschäftsreise verschwunden. Sicher ist: Sie reist ihm hinterher, ins sehr unsichere Gewirr Tokios. Siri ist schön, schillernd und unglücklich. Siehat einen Sohn, einen perfekten Mann, der alles für sie tut und den sie deshalb verachtete. Als ausgerechnet ihre siebzigjährige Großmutter das macht, was sie selbst nicht wagt, und ihren Mann verlässt, bricht Siris wacklige Welt zusammen. Haben die Alten etwa mehr Mut als die jungen Leute?<br />
Annika Reich erzählt in ihrem Roman unterhaltsam und intelligent von Hoffnungen und Enttäuschungen. Am Schluss stellen die vier Frauen fest: Auch wenn sie Verbündete sind, ihre Wünsche sind voll von Gegensätzen. Leben lernen muss jede für sich selbst.</p>
<p style="margin-top: 20px"><strong>Sind das die Mittdreißigerinnen von heute&#8230;</strong></p>
<p>Es fällt mir einigermaßen schwer, für dieses Buch die Worte zu finden, die beschreiben, was ich darüber denke, es aber dabei nicht in einem allzu schlechten Licht belassen. Soviel steht fest: es war nichts für meinen Geschmack. Dabei hatte ich mir sehr viel erhofft, gehöre ich doch am Rande schon zur Zielgruppe der angesprochenen Leserschaft. </p>
<p>So harmlos, wie die Kurzbeschreibung daher kommt, ist die Geschichte der vier Protagonistinnen nicht. Der Klappentext klingt unterhaltsam? Nicht wirklich. Die Story ist eher zermürbend, wenig melancholisch, bisweilen hoch depressiv.</p>
<p>Wenn das die Mittdreißigerinnen von heute sind, dann hat die Psychatrie alle Hände voll zu tun. Da wäre zum einen Alison, die völlig hörig ihrem Victor hinterher rennt, der sie alle paar Tage sitzen lässt, abtaucht, um dann wieder aufzutauchen. Alison wirkt dabei so unerträglich naiv und unreif, dass es mir absurd erscheint, bei einer solchen Frau und ihrer Problematik von alltäglichen Problemen der Frauen Mitte dreißig zu sprechen. Oder nehmen wir Siri. Siri ist bereits verheiratet, hat einen wunderbaren Sohn und einen Mann, der sie offenbar liebt. Und trotzdem, diese Bindung scheint der allergrößte Fehler ihres Lebens gewesen zu sein, weshalb bei Siri nicht mehr die Rede sein kann von &#8220;Angst vor dem Scheitern&#8221;. Sie ist gescheitert. Zumindest stellt sich die Situation so dar. Stellt sich die Frage nach Fluch oder Segen was zuletzt dann passiert&#8230;</p>
<p>Yoko und Friederike sind tatsächlich eher normal. Und trotzdem, auch mit diesen Figuren konnte ich mich zu keiner Zeit identifizieren. Mittlerweile weiß ich auch warum. Annika Reich hat die Figuren nicht genügend voneinander differenziert. Sicher, sie haben alle ihre ganz eigenen Probleme, und dennoch erleben sie ihre Gefühle alle auf die gleiche Art und Weise. Alle heben in ihren Gedanken und mit ihren Problemen völlig ab. Die Problemlösungstrategien sind im Prinzip nicht unterscheidbar und damit wirken die Themen und mit ihnen die Figuren eher belanglos. Ich wurde nicht mitgezogen, ich habe nicht mitgelitten. Spätestens nach der zehnten methaphorischen Beschreibung eines einzelnen Gedankengangs wird es schlichtweg langweilig. </p>
<p>Annika Reich hat sicher Talent zum Schreiben, das steht außer Frage. Allerdings hat sie meiner Meinung nach für dieses Buch viel zu sehr ausgeholt. Es häufen sich pseudointellektuelle Abschnitte, die oftmals völlig kontextfrei in den Raum geworfen werden. In unberechenbarem Tempo gibt es dramatische Szenenwechsel zwischen irreal/real. Ich mag solche metaphorischen Ausschweifungen nur bedingt. Sie müssen stimmig sein. Das ist der Autorin hier nicht gut gelungen. Es wirkt aufgesetzt und gezwungen abstrakt. Direkt wäre mir lieber gewesen. Die eigentliche Problembewältigung rückt damit weit in den Hintergrund.</p>
<p>Als Beispiel sei Yokos Umgang mit dem Tod ihres Vaters aufgeführt. Yoko ist offensichtlich überzeugt davon, die Schuld am Krebstod ihres Vaters zu tragen. Nach dessen Tod packt sie ihre Sachen und zieht nach Deutschland, da ihr Vater über Literatur eine große Bindung zu Deutschland hatte. </p>
<p>Yoko ruft eines Tages in Japan an, um an vertraute Stimmen zu kommen. Sie sagt nichts, bis auf: Er ist tot. Die Schwägerin, die den Hörer abnimmt am anderen Ende, beginnt zu Schreien, da sie denkt es dreht sich um ihren Mann. Die Mutter, die im selben Haushalt lebt, nimmt den Hörer in die Hand und sagt: Er lebt, meine Tochter ist tot.</p>
<p>Daraufhin durchlebt Yoko folgendes:</p>
<blockquote><p>Ihre Fersen hoben vom Boden ab. Die weißen Holzbohlen unter sich. Sie verfolgte die weiße Linie bis zur Wand, glitt die weiße Wand hinauf, das Mauerwerk löste sich auf, wälzte sich als weiße Lawine auf sie zu. Sie rang nicht nach Luft. Sie verlor den Boden unter den Füßen, breitete die Arme aus und wurde von der weißen Welle davongetragen. Die Telefonschnur riss, sie sah die getrennte Leitung als unterbrochene Linie im weißen Raum. Schon wieder so eine filigrane Zeichnung, in die sie geraten war. In einer Art Zeitlupe schaute sie sich dabei zu, wie sie sich auf der weißen Welle aus dem Raum bewegte. Die Lawine entzog ihr das weiße Hemd und umschloss sie nun ganz und gar. Kalt war es nicht, eher lauwarm, nichttemperiert. Die Linie der gerissenen Leitung verblasste, und das Weiß wurde allgegenwärtig. Wieder mischten sich Worte und Bilder in ihr Schweben. Auf einmal fühlte sich das Weiß so an, als sei es aus hauchdünnem Papier und ihr Körper eine gezeichnete Linie, nur Umrisse. Sie rieb eine Haarsträhne zwischen den Fingern. Sie fühlte sich wie eine Perücke an.</p></blockquote>
<p>Was man dem Buch gut entnehmen kann ist Annika Reichs Liebe zu Japan. Was ich in diesem Zusammenhang sehr interessant fand, war die Erwähnung des japanischen Dichters und Schriftstellers <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mishima_Yukio">Mishima Yukio</a>, auf dessen Werke und Person ich jetzt recht neugierig geworden bin.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Leider hat Annika Reichs Stil nicht meinen Geschmack getroffen. Zuviel Bilder, zuviel poetische Ansätze, die eigentlich hätten keine sein müssen und zu wenig realistische. Stil und Thema wollen sich hier nicht so recht zu einem Ganzen vereinen. </p>
<hr style="margin-top: 5%;" />
<p style="margin-top: 20px;"><em><strong>Durch den Wind &#8211; Annika Reich</strong><br />
336 Seiten, Gebunden, 2010, 19,90 Euro,<br />
<a href="http://hanser-literaturverlage.de" target="_blank">Hanser Verlag</a></em></p>
<p><strong>Weitere Besprechungen</strong></p>
<ul style="margin-top: 0px; padding-top: 0px;">
<li><a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=48383" target="_blank">Büchereule</a></li>
<li><a href="http://www.literaturnetz.com/index.php?/Titelthema/thema/Durch-den-Wind.html" target="_blank">Literaturnetz</a></li>
<li><a href="http://dave.thiswasteland.org/?p=1559" target="_blank">Besprechung bei DAVE</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen</strong><br />
Yoko spricht im Zusammenhang mit ihrem Vater vom japanischen Schrifststeller Mishima Yukio. Mishima Yukio war ein japanischer Dichter und Schriftsteller, der laut <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mishima_Yukio">Wikipedia</a> &#8220;sowohl für seine nihilistische Nachkriegsliteratur als auch für die außergewöhnlichen Umstände seines Suizids&#8221; bekannt ist. Sein Selbstmord bestand aus dem Ritual des Seppuku, bei dem der sitzende Mann sich ausgehend von der linken Seite den Bauch waagrecht aufschlitzt und somit die Aorta anschneidet oder zertrennt.</p>
<p><strong>Mishimas Bücher</strong><br />
[avhamazon locale="DE" asin="3499156520" linktype="pic" picsize="medium"] [avhamazon locale="DE" asin="3518398172" linktype="pic" picsize="medium"] [avhamazon locale="DE" asin="3518399098" linktype="pic" picsize="medium"] [avhamazon locale="DE" asin="3923854358" linktype="pic" picsize="medium"]</p>
<p style="clear:left"><strong>Über Mishima</strong><br />
[avhamazon locale="DE" asin="3423132930" linktype="pic" picsize="medium"]</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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		</item>
		<item>
		<title>[Belletristik] Adressat unbekannt &#8211; Kressmann Taylor</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/adressat-unbekannt-kressmann-taylor/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/adressat-unbekannt-kressmann-taylor/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 21:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Briefroman]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>

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		<description><![CDATA[
[avhamazon locale="DE" asin="3499230933" linktype="pic" picsize="medium"]
Kurzbeschreibung
Adressat unbekannt, erstmals 1938 veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser kurze Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft.
Die Kraft der Worte&#8230;
Das Vorwort von Elke Heidenreich scheint länger als der [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 1%">[avhamazon locale="DE" asin="3499230933" linktype="pic" picsize="medium"]</p>
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
<em>Adressat unbekannt</em>, erstmals 1938 veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser kurze Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft.</p>
<p><strong>Die Kraft der Worte&#8230;</strong><br />
Das Vorwort von Elke Heidenreich scheint länger als der eigentliche Inhalt des Buches. Und trotzdem, diese 1938 veröffentlichte Geschichte um die Freundschaft eines Juden und eines Deutschen, die sich in Amerika kennen lernen, gemeinsam ein Geschäft eröffnen und dann getrennt werden, weil der Deutsche wieder nach Deutschland zieht, ist ein extrem starkes Stück. </p>
<p>Es beginnt sehr liebevoll. Der Deutsche kehrt im Jahr 1932 mit seiner Familie nach Deutschland zurück. Die beiden Männer trauern um ihre Freundschaft, was sie sich in Briefen auch stets beteuern. Nach und nach jedoch beginnt sich der politische Wandel Deutschlands, die Nazifizierung, auch in den Kopf des Deutschen, Martin Schulse, festzusetzen. Und plötzlich wendet sich das Blatt. Aus wahrer Freundschaft wird wahre Feindschaft. Der Jude in Amerika muss hilflos miterleben wie sein ehemals bester Freund sich als Opportunist dem Mitläufertum hingibt und beginnt Dinge zu schreiben, wie</p>
<blockquote><p>&#8230;aber du weißt, daß ich mit aller Aufrichtigkeit spreche, wenn ich sage, daß ich dir nicht wegen, sondern trotz deiner Rasse gewogen bin.</p></blockquote>
<p>Es ist unbegreiflich, wie die Menschen diesen Hasstiraden gefolgt sind, nein viel schlimmer noch, sie für gut geheißen haben. Aber genau so, wie Kressmann Taylor es schon 1938 beschrieb, mag es sich vielfach zugetragen haben. Das erschreckende am Fall Martin Schulse ist jedoch, dass der politische Wandel wohl auch zahlreiche Menschen beeindruckte, denen es stets gut ging. Martin Schulse hat die Leiden der Nachwehen des ersten Weltkrieges nicht erlebt. Er war in Amerika, wohlhabend und weit entfernt vom Kriegsgeschehen. Demnach müsste man davon ausgehen, dass er Dinge differenzierter bewerten würde, als diejenigen, die aufgrund ihrer katastrophalen Lage nach jedem Strohhalm griffen, jeden Führer mit einem Strahlen aufgenommen hätten.</p>
<p>Auf nur knapp 60 Seiten bekommen wir ein äußerst pointiertes Bild davon, wie sich der Wahnsinn nicht schleichend, sondern rasend schnell im Kopf eines Mannes festsetzt und sein Werteverhalten komplett verändert. Dass der Jude letztlich seinen <del datetime="2010-03-01T19:52:03+00:00">Freund</del> Feind mit der eigenen Munition trifft, tröstet im Wissen um die Millionen Gequälten und Toten dieses Grauens leider nur bedingt. </p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ich neige nicht dazu pauschale Buchempfehlungen auszusprechen. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. &#8220;Adressat unbekannt&#8221; ist ein sehr kurzes, sehr eindringliches und sehr wichtiges Buch, das an dieser Stelle mit Nachdruck empfohlen sei!</p>
<p><strong><em>Achtung: Es sollte erwähnt werden, dass das Vorwort die gesamte Geschichte vorweg nimmt. Möchte man noch intensiver an das Geschehen heran kommen, empfiehlt es sich sehr, das Vorwort erst als Nachwort zu lesen!</em></strong>  </p>
<hr style="margin-top: 5%;" />
<p style="margin-top: 20px;"><em><strong>Adressat unbekannt &#8211; Kressmann Taylor</strong><br />
61 Seiten, TB, 1938, 4,95 Euro,<br />
<a href="http://rowohlt.de" target="_blank">Rowohlt Verlag</a></em></p>
<p><strong>Weitere Besprechungen</strong></p>
<ul style="margin-top: 0px; padding-top: 0px;">
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<li><a href="http://www.buecher4um.de/Rezensionen/Besprechungen/ABC/AdrUnbek.htm" target="_blank">buecher4um</a></li>
</ul>
<p><strong>Ähnliche Bücher</strong><br />
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		<title>[Zeitgenössisch] Einfache Gewitter &#8211; William Boyd</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
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Kurzbeschreibung
Ein Mann. Eine Zufallsbekanntschaft. Ein Aktenordner. Ein Toter.
Von einer Sekunde auf die andere muss Adam Kindred, angesehener Klimatologe, auf Durchreise in London, untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Kontakt zur Familie nicht möglich, Kreditkarte und Mobiltelefon nicht zu benutzen, das Hotelzimmer außer Reichweite.
Nur Stunden zuvor hatte er in einem kleinen italienischen Restaurant [...]


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<p><a href="http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&#038;productID=BK_DAVE_000358DE"><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/02/einfachegewitter_2-150x150.jpg" alt="" title="einfachegewitter_2" width="150" height="150" style="padding-top: 10px" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1440" /></a>
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Ein Mann. Eine Zufallsbekanntschaft. Ein Aktenordner. Ein Toter.</p>
<p>Von einer Sekunde auf die andere muss Adam Kindred, angesehener Klimatologe, auf Durchreise in London, untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Kontakt zur Familie nicht möglich, Kreditkarte und Mobiltelefon nicht zu benutzen, das Hotelzimmer außer Reichweite.</p>
<p>Nur Stunden zuvor hatte er in einem kleinen italienischen Restaurant in Chelsea Philip Wang kennengelernt, Chef-Entwickler des Pharmakonzerns Calenture-Deutz. Als er ihn wenig später in seinem Appartment aufsucht, um einen vergessenen Ordner vorbeizubringen, findet er einen sterbenden Mann vor. In Panik flieht Adam, alle Indizien weisen auf ihn. Er versteckt sich auf Brachland nahe der Themse und muss nun, wie tausend andere in London, im Untergrund, im Verborgenen leben. Schnell hofft er seine Unschuld zu beweisen, doch ahnt er nicht, welchen Mächten er gegenübersteht.</p>
<p>William Boyd erzählt die Geschichte eines Mannes, dem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Er erzählt, welche Kräfte jemand entwickelt, dem alles genommen ist, und welch unerwartete Wege sich in düsterer Stunde auftun. Ein Roman über die Zerbrechlichkeit unserer Identität, in dem Boyd einmal mehr sein großes Können entfaltet. Und wie bei Ruhelos fasziniert er auch hier durch glänzend recherchierte Hintergründe, Glaubwürdigkeit und ein hohes Maß an Authentizität.</p>
<p><strong>Gute Unterhaltung -mysteriöse Genrezuordnung</strong><br />
Identität und Identitätsverlust scheint dieser Tage ein beliebtes Romanthema zu sein. So auch bei William Boyd und seinem aktuellen Roman „Einfache Gewitter“, mein erstes (Hör)Buch übrigens von diesem Autor. </p>
<p>Das Buch wird momentan in den Spannungsecken der Buchhandlungen bzw. in den Krimi/Thriller-Ecken der Online Buchhandlungen verkauft. Wie es dazu kommt, keine Ahnung. Ich könnte mir vorstellen, dass es ob dieser Zuordnung schon den ein oder anderen unzufriedenen Leser gegeben haben mag. Klar, es wird gemordet, es wird gejagd, aber alles recht vorhersehbar und nervenschonend. Ich darf das behaupten, weil ich prinzipiell aufgrund zu schwacher Nerven das Thriller-Genre meide – nicht nur aus diesem Grund, aber mitunter.</p>
<p>Was bietet dieser Roman? Nun, einen guten Einblick in die Londoner Untergrund- und Bettlerszene sicherlich. Aber auch eine kleine Vorstellung davon, wie schwierig es ist, heutzutage einfach abzutauchen, seine Identität abzulegen. Von heute auf morgen den Verlust des eigenen Hintergrundes und eine Neuorientierung in eine Richtung, die im Optimalfall nur eine große Verschlechterung der Lebenssituation darstellt, im Normallfall jedoch ein Kampf ums Überleben bedeutet. Daneben wartet Boyd mit interessanten Figuren auf. Leider bleibt aber auch kein Klischee auf der Strecke, insbesondere was die „bösen Buben“ aus den osteuropäischen Ländern, die in den Londoner Untergrund abtauchen, angeht. </p>
<p>Viel Neues wird nicht geboten. Dubiose, politisch weitreichende, Machenschaften in der Pharmaindustrie sind keine Überraschung. Die Auflösung, sofern von Auflösung überhaupt gesprochen werden kann, ist keine Auflösung, da von vornherein ersichtlich. Als Thriller funktioniert die Geschichte nicht. Keine rasanten Actionszenen, keine überraschenden Wendungen – ganz im Gegenteil, die Jagd läuft mehr als gut aus Adam Kindreds Sicht des Gejagden, und keine falschen Fährten. </p>
<p>Was William Boyd zweifellos kann, ist gut erzählen. Seine Figuren sind zwar nicht in der Tiefe ausgearbeitet, aber sie sind wunderbar „Gut“ und „Böse“ und manchmal auch ein bisschen zwischendrin (so z.B. die Prostituierte, in die sich Adam Kindred ein bisschen verliebt). Die Dialoge wirken zwar hin und wieder recht aufgesetzt (besonders die Unterschicht mit den Migranten, oder bei Jonjo, dem Ex-Soldat und Berufskiller), aber wahrscheinlich ist das die notwendige Portion Authenzität aus Boyds Sicht.</p>
<p>Ich habe mich auf die Geschichte eingelassen und wurde auf rein unterhaltender Ebene nicht enttäuscht. Bis zum Schluss habe ich dem Sprecher gebannt zugehört. Rückblickend bin ich zwar über den Schluss enttäuscht, aber das wusste ich zum Zeitpunkt des Hörens ja nicht&#8230;</p>
<p>Was die Genrezuordnung angeht ist es weder Fisch noch Fleisch. Für eine Einordnung ins zeitgenössische Genre hat es meines Erachtens nicht genug Substanz, für einen Thriller bietet es zu wenig Rasanz und/oder Spannung. Gewünscht hätte ich mir einen „runderen“ Plot mit einem adäquaten Abschluss oder aber eine differenziertere Gesellschaftsstudie.</p>
<p>Die Lesung selbst war makellos. David Nathan besitzt eine angenehm ausdrucksstarke Stimme, mit der er Persönlichkeiten gekonnt in Szene setzt und eine optimale Atmosphäre erzeugt. Besonders das gesprochene Herantragen des unterkühlten Milieus der Shaft-Bewohner hat mich beeindruckt. Wirklich gut. Es hat großen Spaß gemacht ihm zuzuhören. Langweiligen Autofahren wurde damit das Garaus gemacht.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Was immer es auch wirklich sein soll, als Hörbuch funktioniert es wunderbar und bietet beste Unterhaltung. Als netten Zeitvertreib kann ich es nur empfehlen! Ganz im Gegensatz zu meiner Erwartung (nach den Kritiken zu <em>Ruhelos</em>) allerdings keineswegs anspruchsvoll.</p>
<hr style="margin-top: 5%;" />
<p style="margin-top: 20px;"><em><strong>Einfache Gewitter &#8211; William Boyd</strong><br />
7 Std. 39 Min., 2010, <a href="http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&#038;productID=BK_DAVE_000358DE" target="_blank">Audible Download</a>,<br />
Sprecher: David Nathan</em></p>
<p><strong>Weitere Besprechungen</strong></p>
<ul style="margin-top: 0px; padding-top: 0px;">
<li><a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=45879" target="_blank">Buchbesprechung im Büchereulen Forum</a></li>
<li><a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=45879" target="_blank">sf magazin (Buchbesprechung)</a></li>
<li><a href="http://www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/ueber-das-verschwinden.html" target="_blank">Berliner Literaturkritik (Buchbesprechung)</a></li>
<li><a href="http://www.radiokultur-online.de/rezensionen/buch/2009/william_boyd__einfache.html" target="_blank">Radiokultur online (Buchbesprechung)</a></li>
<li><a href="http://ohrient.de/index.php/einfache-gewitter-underdog-krimi" target="_blank">Ohrient (Hörbuchbesprechung)</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere (Hör)Bücher von William Boyd</strong><br />
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