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	<title>Jennys Leseecke &#187; 4 Sterne</title>
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	<description>&#34;Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.&#34; (Addison)</description>
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		<title>Die Attentäterin &#8211; Yasmina Khadra</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 07:45:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössisch]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich erinnere mich nicht, eine Detonation gehört zu haben. Ein Zischen vielleicht, ähnlich dem Reißen eines Stoffes, aber sicher bin ich mir nicht. Meine Aufmerksamkeit ist abgelenkt von diesem Mann, der vom Heer seiner frommen Anhänger getragen wird wie ein Gott, während seine Leibgarde versucht, ihm einen Weg zu seinem Fahrzeug zu bahnen.&#8221; [1]


Amin Jaafari [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Ich erinnere mich nicht, eine Detonation gehört zu haben. Ein Zischen vielleicht, ähnlich dem Reißen eines Stoffes, aber sicher bin ich mir nicht. Meine Aufmerksamkeit ist abgelenkt von diesem Mann, der vom Heer seiner frommen Anhänger getragen wird wie ein Gott, während seine Leibgarde versucht, ihm einen Weg zu seinem Fahrzeug zu bahnen.&#8221; <span style="font-size:0.8em;font-weight:bold;font-style:normal">[1]</span></p></blockquote>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/09/attentaeterin.jpg" alt="" title="attentaeterin" width="163" height="260" class="aligncenter size-full wp-image-2237" /></center></p>
<p style="margin-top: 2%">
Amin Jaafari ist ein hoch angesehener Chirurg in einem Krankenhaus in Tel Aviv. Amin Jaafari ist aber auch ein arabischer Israeli und damit ein Musterbeispiel an Integration. Er wohnt, gemeinsam mit seiner Frau, die er sehr liebt und mit der er sehr glücklich ist, in einem der besten Viertel Tel Avivs, wo sie sich wohlhabend eingerichtet haben. Sie reisen um die Welt, verbringen ihre Zeit oft in geselligen Runden und auf exklusiven Partys. Klingt annehmbar, sollte man meinen.</p>
<p>Eines Tages geschieht, was wohl so oft geschieht in dieser Gegend: es passiert ein Selbstmordanschlag in einem Fast-Food-Restaurant. Zahlreiche Kinder sind als Opfer zu vermelden. Amin nimmt die Verletzten entgegen und versucht Leben zu retten, wo er kann. Das ist nicht nur sein Job, es ist seine Berufung.</p>
<p>Kurze Zeit später erfährt Amin, dass seine Frau zu den Opfern des Anschlags zählt. Sie war offensichtlich nicht, wie von ihm angenommen in Kafr Kannan, bei ihrer Großmutter. Aber es kommt noch schlimmer. Sie soll nicht nur ein Opfer gewesen sein, sondern die Attentäterin. Amin ist völlig geschockt und überrumpelt von den Ereignissen und gerät dabei selbst noch in Verdacht. Bevor er überhaupt versteht wie ihm geschieht, findet er sich unter zähen Verhören und Beschuldigungen wieder. </p>
<p>Amin glaubt natürlich keineswegs an die Schuld seiner Frau. Völlig unmöglich erscheint es ihm, dass Sihem ohne sein Bemerken fundamentalistische Kreisen beigetreten ist und sogar ihr Leben dafür gelassen haben soll. Er beginnt eigene Erkundungen anzustellen, gerät dabei des Öfteren in Lebensgefahr und muss letztlich der schmerzhaften Wahrheit ins Gesicht blicken. </p>
<p>Ich bin ein wenig hin- und hergerissen bei der Beurteilung der Lektüre. Einerseits zwingt die Thematik zur Sachlichkeit, andererseits möchte man aber auch gerne unterhalten werden. Yasmina Khadra hat einen Mittelweg gefunden, der mir nicht ausnahmslos gefällt. Zwar habe ich dieses Buch regelrecht verschlungen &#8211; innerhalb dreieinhalb Stunden Wartezeit in einer Arztpraxis -, was aber keine Begeisterungsstürme in mir auslöst. </p>
<p>Insgesamt ist die Story sehr effekthascherisch. Zu viel Krimi, zu viele Dialoge. Amin wird verprügelt noch und nöcher, bedroht und verfolgt ohne Schaden zu erleiden. Sein seelischer Zustand wirkt glaubaft, die Beschreibungen dazu aber sind überstrapaziert. Er irrt völlig verwahrlost durch die Gegend, verbringt ein Gutteil der Zeit in einem geistigen Delirium. Dies ist alles grundsätzlich nachvollziehbar und dennoch im Gesamtgefüge der Geschichte einfach überzogen. Selten habe ich mich dem Protagonisten in seinen Gefühlen verbunden gefühlt. Lediglich die ersten und die letzten Seiten sind tatsächlich ergreifend und erschütternd.</p>
<p>Nichtsdestotrotz, Yasmina Khadra wäre nicht so erfolgreich mit seinen Büchern, wenn sie nicht inhaltlich einer gewissen Qualität, in Bezug auf die politischen Themen, unterliegen würde. So auch in diesem Fall. Beeindruckend beispielsweise ist es, wie er die Motivation einzelner beschreibt. So auch Amin Jaafaris Motivation zur Berufswahl:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich erinnere mich nicht, dem Kampf der einen je Beifall gezollt oder den der anderen je verurteilt zu haben, da ich sie beide unendlich vernunftwidrig fand. Nicht ein einziges Mal habe ich mich betroffen gefühlt, oder auch nur angesprochen, in dem blutigen Konflikt, der bei Licht besehen Prügelknaben und Sündenböcke einer verbrecherischen Geschichte, die jederzeit rückfällig werden kann, unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegeneinander hetzt. Ich habe so viel an Anfeindung erlebt, dass das einzige Mittel darin besteht, denen nicht ähnlich zu werden, die dahinterstecken, und nicht meinerseits darein zu verfallen. Statt die andere Wange hinzuhalten oder Auge um Auge auszuteilen, habe ich mich dafür entschieden den Kranken zu helfen. Ich habe den edelsten Beruf, den die Menschheit kennt, ich bin stolz auf ihn und würde um nichts in der Welt etwas tun, was seinem Ansehen schaden könnte.&#8221; <span style="font-style:normal;font-weight:bold;font-size:0.8em">[2]</span></p></blockquote>
<p>Das ist natürlich ohne Zweifel eine wunderschöne Liebeserklärung an einen Beruf und gleichzeitig ein starkes Plädoyer für den Frieden. Solche Szenen sind bezeichnend für Yasmina Khadras Schreibe und es verwundert mich ein wenig davon so wenige zu finden in diesem Roman. Vor kurzem habe ich von ihm &#8220;<em>Die Schuld des Tages an die Nacht</em>&#8221; als Hörbuch gehört (<em>Rezension folgt</em>) und war angesichts des feinfühligen Tons sehr begeistert. Allerdings unterscheidet sich die Thematik grundlegend, so dass ein direkter Vergleich einem Vergleich mit Äpfel und Birnen gleich käme. </p>
<p>Letzten Endes ist es dem Autor hoch anzurechnen, dass er mit diesem Roman keinen Versuch unternimmt dem Konflikt mit einer Lösung nahe zu kommen. Eine solche sieht er nicht. Diese Feststellung trifft er mit dem Romanende ganz deutlich. Es ist ihm gelungen, die Beweggründe der verfeindeten Parteien aufzuzeigen. Er gibt zu, dass er spätestens beim Verständnis kapitulieren muss &#8211; beeindruckend und ehrlich.  Aber leider, und das ist wiederum als Leser/in enttäuschend, zieht man keinen Gewinn aus diesen Überlegungen. Mir ist immernoch völlig unklar, was genau Amins Frau dazu getrieben hat, sich, trotz ihrer gesellschaftlich gut situierten Persönlichkeit, zu opfern. Die einzige Motivationsgrundlage, die Yasmina Khadra dazu liefert, bleibt wenig glaubwürdig.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Thematisch hat Yasmina Khadra ein sehr interessantes Buch vorgelegt. Literarisch ist es sicherlich keine Meisterleistung, eher trivial. Und da ersteres gut umgesetzt ist und letzteres nicht immer schlecht sein muss, ist es trotz allem eine Leseempfehlung.</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Rezensionen</strong><br />
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<a target="_blank" href="http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=3975">Buchkritik</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.die-leselust.de/buch/2520.html">Die Leselust</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.rezensionen.co/2010/05/rezension-die-attentaterin.html">Rezensionen.co</a>
</p>
<p style="margin-top: 1%;"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></div></p>
<p><small><strong>[1]</strong> Seite 1 (ersten Sätze)<br />
<strong>[2]</strong> Seite 175</small></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Der Autor</strong><br />
Yasmina Khadra ist das Pseudonym von Mohammed Moulessehoul. Der 1955 geborene Autor war hoher Offizier in der algerischen Armee. Wegen der strengen Zensurbestimmungen veröffentlichte er seine beliebten Kriminalromane mit Kommissar Llob unter dem Namen einer Frau. Erst nachdem er im Dezember 2000 mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil gegangen war, konnte er das Geheimnis um seine Identität lüften. Yasmina Khadra ist eine der wichtigsten Stimmen der arabischen Welt, seine Romane sind in 17 Sprachen übersetzt.</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-e7902ffbbb55af7dcf7af3a930cb96c8"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-1e48405d66a55dca2f4d34d48b3a4d01"> <a href="http://www.amazon.de/Die-Attent%C3%A4terin-Roman-Yasmina-Khadra/dp/3423136456%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3423136456"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51jKqFUgG-L._SL160_.jpg" height="160" width="100" alt="Image of Die Attentäterin: Roman" title="Die Attentäterin: Roman" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Attentäterin &#8211; Yasmina Khadra</strong><br />
272 Seiten,<br />
Taschenbuch,<br />
9,90 Euro</em>
</p>
<hr style="margin-top: 0%;margin-bottom: 4%" />
<p style="clear:left">


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		<title>[Zeitgenössisch] Die Ehe &#8211; Natascha Wodin</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 13:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur aus Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das war er, der deutsche Mann, den ich nie wollte. Aber er war der erste und einzige, der mir ein Leben als Deutsche anbot. [...] Er war das Beste, was ich bekommen konnte, und ich war das Beste, was er bekommen konnte. Er nahm meinen Mangel in Kauf und ich den seinen. Das war unser [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Das war er, der deutsche Mann, den ich nie wollte. Aber er war der erste und einzige, der mir ein Leben als Deutsche anbot. [...] Er war das Beste, was ich bekommen konnte, und ich war das Beste, was er bekommen konnte. Er nahm meinen Mangel in Kauf und ich den seinen. Das war unser Handel, das war unsere Bestimmung füreinander.</p></blockquote>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/08/wodin.jpg" alt="" title="wodin" width="145" height="250" class="aligncenter size-full wp-image-2219" /></center></p>
<p style="margin-top: 2%"><strong>Inhalt</strong><br />
Der neue Roman von Natascha Wodin führt zurück in eine deutsche Kleinstadt im Jahr 1964.<br />
Die Heldin ist zu Beginn 19 Jahre alt und arbeitet als Sekretärin und Telefonistin. Bald lernt sie Harald kennen, der einen ganz neuen, aufsehenerregenden Beruf hat: Programmierer.<br />
So recht vorzeigbar vor den Kolleginnen ist Harald wegen eines Körperschadens zwar nicht, aber dennoch ist die Heirat für die junge Frau wie ein Sprung auf die andere Seite des Lebens. Hatten sich doch Kindheit und Jugend in Blocks hinter dem Kanal abgespielt, wo nach dem Krieg fast ausschließlich versprengte, russische Familien wohnten und der Blick gutbürgerlichen Lebens jedenfalls hinreicht. Nun aber adelt ein deutscher Name die neue Existenz. Die Segnungen der neuen Umgebung, die Aufnahme in die Famile des Gatten, die der Christlichen Wissenschaft und der NPD huldigt, Urlaubsreisen nach Italien, Operbesuche, Begleitung des Ehemanns zur Jagd gewähren ganz ungeahnte Genüsse. Mit naivem, fast ungläubigem Staunen nimmt die junge Ehefrau die Atmosphäre wachsenden Wohlstandes in den sechziger Jahren wahr, aber bald erweist sich auch dessen Brüchigkeit.</p>
<p><center> ~~~~~~~~~~~~~~~~ </p>
<p></center></p>
<p>Ein beeindruckendes Buch angesichts der Tatsache, dass Natascha Wodin in ihren Werken ihre Vergangenheit aufarbeitet. So auch in diesem Werk. Es geht vor allem um Heimatlosigkeit, sie bezeichnet sich selbst als Fremde zwischen den Kulturen.<br />
Der Lebenslauf der namenslosen Ich-Erzählerin ähnelt in allen Eckdaten Natascha Wodins Lebenslauf.</p>
<p>Die Ehe ist ein Roman vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit in Deutschland und ein detaillierter Blick hinter die Kulissen. Die Atmosphäre dieser Zeit ist beeindruckend aufgefangen (&#8220;die 68-er&#8221;, Studentenproteste gegen den Vietnam-Krieg, Willy Brandts Kanzlerschaft etc.). In einem distanzierten und äußerst schlichtem Ton berichtet die Ich-Erzählerin von ihren Erlebnissen dieser Zeit, von ihren Gefühlen und von ihrer Unkenntnis über die Kultur eines Landes, in dem sie zwar geboren ist, in dem sie jedoch völlig orientierungslos herumirrt.</p>
<p>Als die Ich-Erzählerin eines Tages beim Fernsehabend der Nachbarin auf den einäugigen Harald Sikora trifft, ekelt sie sich zwar, aber sie weiß, er ist ihre Chance auf eine &#8220;deutsche&#8221; Zukunft.</p>
<blockquote><p>Er sah schaurig aus. Ich wollte davonlaufen, wenn mich ein Blick aus diesem Gesicht traf</p></blockquote>
<blockquote><p>Das war er, der deutsche Mann, den ich nie wollte. Aber er war der erste und einzige, der mir ein Leben als Deutsche anbot. [...] Er war das Beste, was ich bekommen konnte, und ich war das Beste, was er bekommen konnte. Er nahm meinen Mangel in Kauf und ich den seinen. Das war unser Handel, das war unsere Bestimmung füreinander.</p></blockquote>
<p>Die Ehe steht von Beginn an unter schlechten Sternen. Haralds Eltern und auch er selbst sind Mitglieder einer Sekte, die sich &#8220;Christliche Wissenschaft&#8221; nennt und nebenbei engagiert sich ihr neuer Mann in einer neugegründeten Partei, die NPD heißt. Ihre Schwiegermutter hasst das Mädchen von Anfang an und versäumt es nicht ihr gegenüber dies zum Ausdruck zu bringen. Was zu Beginn noch Faszination auf die junge Frau ausübt &#8211; die Ehe, die Aufnahme in eine echte &#8220;deutsche&#8221; und bürgerliche Familie, die in Wohlstand lebt &#8211; entwickelt sich schon nach kurzer Zeit zu einem konventionellen Gefängnis. Das Mädchen kämpft sich im Laufe ihrer Ehejahre an ihrem Mann vorbei durch die Konventionen und schafft es zuletzt tatsächlich als Frau ihre Unabhängigkeit zu erringen.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein kühles und beeindruckendes Buch. Es wirkt oft recht befremdlich, dadurch aber auch faszinierend. Ich bin schon sehr auf &#8220;Nachtgeschwister&#8221; gespannt. Sehr empfehlenswert!</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Rezensionen</strong><br />
<a target="_blank" href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=53333">Büchereule</a></p>
<p style="margin-top: 1%;"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-f51de7864b03187ce0a64ffd471143c2"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-e05c4b7aa68c6892828ebb8858342724"> <a href="http://www.amazon.de/Die-Ehe-Natascha-Wodin/dp/3378005963%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3378005963"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/515V125WMEL._SL160_.jpg" height="160" width="92" alt="Image of Die Ehe" title="Die Ehe" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Ehe &#8211; Natascha Wodin</strong><br />
200 Seiten, Gebunden, 1997<br />
<strong>vergriffen</strong></em></p>
<hr style="margin-top: 0%;margin-bottom: 4%" />
<p style="clear:left">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>[Biografien] Grandhotel Bulgaria &#8211; Angelika Schrobsdorff</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/biografien-grandhotel-bulgaria-angelika-schrobsdorff/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/biografien-grandhotel-bulgaria-angelika-schrobsdorff/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 05:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiografische Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ja, Angelintsche, sieht dann alles ganz anders aus. Gibt es hier eine gute Spruch, der heißt: Wer überlebt diese Winter, wird es bereuen..&#8221; [1]

Inhalt
Das Ende des Kommunismus war für die Völker Osteuropas der Beginn einer Hoffnung und zugleich eine Reise ins gesellschaftliche und ökonomische Elend. Eine Schriftstellerin wie Angelika Schrobsdorff, die dort acht Jahre ihres [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Ja, Angelintsche, sieht dann alles ganz anders aus. Gibt es hier eine gute Spruch, der heißt: Wer überlebt diese Winter, wird es bereuen..&#8221; <strong><sup>[1]</sup></strong></p></blockquote>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/08/bulgaria-e1282970453715.jpg" alt="" title="bulgaria" width="250" height="398" class="aligncenter size-full wp-image-2168" /></center></p>
<p style="margin-top: 2%"><strong>Inhalt</strong><br />
Das Ende des Kommunismus war für die Völker Osteuropas der Beginn einer Hoffnung und zugleich eine Reise ins gesellschaftliche und ökonomische Elend. Eine Schriftstellerin wie Angelika Schrobsdorff, die dort acht Jahre ihres Lebens verbracht hat, kann das nicht kalt lassen. Sie kennt die Verhältnisse, hat sie doch als Kind mit ihrer Mutter, einer deutschen Jüdin, den Naziterror in Bulgarien überlebt. Jetzt will sie selbst helfen.</p>
<p>Als sie Anfang Dezember 1996 ein Anruf aus Sofia erreichte und ihre Nichte ihr von der Not und der Bedrückung der Menschen erzählte, machte sie sich spontan auf den Weg. Sie setzte sich in ihrer neugefundenen Heimat ins Flugzeug und flog in das Land ihres ehemaligen Exils. Während ihres Aufenthalts führte sie Gespräche mit alten und neuen Freunden und erlebte am Jahreswechsel den Beginn der Demonstrationen gegen die letzten Überreste des autoritären Regimes. Ihr Tagebuch ist ein Bericht aus erster Hand und ein erstaunliches literarisches Dokument.</p>
<p><center> ~~~~~~~~~~~~~~~~ </p>
<p></center></p>
<p>Ein tolles Buch! Aus jedem Satz liest man Angelika Schrobsdorffs Liebe zu ihrer Exilheimat heraus.</p>
<p>Angelika Schrobsdorff erhält Ende 1996 einen Anruf ihrer Nichte Evelina aus Bulgarien, der sie in tiefe Besorgnis stürzt. Laut Evelina werden im Winter aufgrund der verheerenden Verhältnisse in Bulgarien tausende von Menschen verhungern und erfrieren. Angelika Schrobsdorff weiß zu dieser Zeit nicht viel über die Zustände, aber sie weiß mit Sicherheit, “<em>&#8230;daß es mal über Wochen kein Brot gab, mal kein Heizöl, mal nur stundenweise Elektrizität und daß die Preise für einen Normalverdienenden unerschwinglich geworden waren.</em>” <strong><sup>[2]</sup></strong></p>
<p>Sie beschließt nach Bulgarien zu reisen um sich ein eigenes Bild über das Land zu machen, das ihr und ihrer Mutter acht Jahre lang als Exil während der Flucht vor den Nazis diente.</p>
<p>Frau Schrobsdorffs Ankunft in Sofia ist grau und traurig. Aufgrund des Wegfalls des sowjetischen Marktes befand sich Bulgarien Ende der Neunziger immernoch in einer schweren Krise. Im Frühjahr ‘96 brach das Bankensystem aufgrund der hohen Staatsverschuldung zusammen, was eine schwere Wirtschaftskrise im Land zur Folge hatte. Das Bild, das Angelika Schrobsdorff bei ihrer Ankunft zeichnet ist entmutigend:</p>
<blockquote><p>Ich sah mir die Leute auf der Straße an. Sie machten keinen gefährlichen Eindruck, waren ärmlich und farblos gekleidet, hatten müde Gesichter und einen abwesenden Blick, der erkennen ließ, daß sie in keine angenehmen Gedanken verstrickt waren. Kein Mensch lachte, keiner schien einem Ziel entgegenzugehen, auf das er sich freute. An einer Haltestelle wartete ein nasses, frierendes Menschenknäuel auf den Bus. <strong><sup>[3]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Sie versucht sich bei ihrem treuen Freund und Begleiter Bogdan zu versichern, dass das Stadtbild ein gänzlich anderes sei, sobald das Wetter sich bessere. Bogdan antwortet mit unverwüstlichem Galgenhumor:</p>
<blockquote><p>Ja, Angelintsche, sieht dann alles ganz anders aus. Gibt es hier eine gute Spruch, der heißt: Wer überlebt diese Winter, wird es bereuen. <strong><sup>[4]</sup></strong></p></blockquote>
<p>Trotz der schlimmen Umstände lässt sich Angelika Schrobsdorff die Liebe zu Bulgarien nicht zermürben und berichtet stets in einem angenehm humorigen Ton. Sie erzählt von den Menschen, die trotz der katastrophalen Umstände, in denen sie Leben müssen, nichts von ihrer Warmherzigkeit eingebüßt haben. Einige sind ein bisschen kauzig, klar, viele andere halten sich mit Galgenhumor über Wasser, aber alle haben sie stets Freude an Geselligkeit und Gespräche über ihr Land und ihre Leute. Die Bulgaren sind zäh und harren der Dinge aus die da kommen &#8211; viel schlimmer kann&#8217;s ja nicht mehr werden&#8230;</p>
<p>Bemerkenswert ist, wie Frau Schrobsdorff es schafft, die Stimmung der Gespräche, die sie mit ihren bulgarischen Freunden führt, so detailliert &#8211; mit Sticheleien, politischen Streitigkeiten etc. &#8211; wiederzugeben.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Angelika Schrobsdorff hat ein Buch über Bulgarien geschrieben, dass nur jemand schreiben kann, der die Menschen und das Land kennt und liebt. Bei allem Übel behält sie das Auge für die schönen Seiten und lässt es nicht aus, die Leserschaft von der Besonderheit Bulgariens zu überzeugen aber auch die Umstände aufzuzeigen, unter denen diese Menschen ihr Leben meistern müssen. Sehr empfehlenswert! </p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Rezensionen</strong><br />
<a target="_blank" href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=53167">Büchereule</a></p>
<p style="margin-top: 1%;"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p><small><strong>[1]</strong> Seite 31<br />
<strong>[2]</strong> Seite 10<br />
<strong>[3]</strong> Seite 30<br />
<strong>[4]</strong> Seite 31</small></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-876db5c3d5b3baeaec80206e8241117b"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-70118cb55b28b591138f377ae8a8bda3"> <a href="http://www.amazon.de/Grandhotel-Bulgaria-Heimkehr-Vergangenheit-Roman/dp/3423128526%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3423128526"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41XNGVN625L._SL160_.jpg" height="160" width="101" alt="Image of Grandhotel Bulgaria: Heimkehr in die Vergangenheit Roman" title="Grandhotel Bulgaria: Heimkehr in die Vergangenheit Roman" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Grandhotel Bulgaria &#8211; Angelika Schrobsdorff</strong><br />
288 Seiten, Taschenbuch, 1997<br />
9,50 Euro,<br />
<a href="http://www.dtv.de" target="_blank">dtv</a></em></p>
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<p style="clear:left">


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		<title>[Sachbuch] Die Geschichte der Isrealis und Palästinenser</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 13:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost-Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Nahost-Konflikt hören wir jeden Tag in den Nachrichten. Und immer sind es Schreckensmeldungen. Aber warum und worum kämpfen Israelis und Palästinenser eigentlich? Die Autoren nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise ins Heilige Land: von den ersten Auseinandersetzungen um Jerusalem bis zum Libanon-Krieg 2006. Zeitzeugen auf beiden Seiten berichten von ihrer leidvollen Geschichte und [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Nahost-Konflikt hören wir jeden Tag in den Nachrichten. Und immer sind es Schreckensmeldungen. Aber warum und worum kämpfen Israelis und Palästinenser eigentlich? Die Autoren nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise ins Heilige Land: von den ersten Auseinandersetzungen um Jerusalem bis zum Libanon-Krieg 2006. Zeitzeugen auf beiden Seiten berichten von ihrer leidvollen Geschichte und ihrem Leben im permanenten Ausnahmezustand. Für alle, die den Nahost-Konflikt und seine Geschichte verstehen wollen! Mit Abbildungen, Karten und einer Zeittafel.</p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/07/9783423624169.jpg" alt="" title="9783423624169" width="163" height="245" class="aligncenter size-full wp-image-2060" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%">Angestachelt von zahlreichen Diskussionen rund um Thema, suchte ich ein Buch, das mir in Sachen Nahost-Konflikt auf die Sprünge helfen kann, dabei nicht mit Zahlen und Fakten überladen ist (die können in späteren Lektüren aufgearbeitet werden) und prinzipell erst einmal einen Grundüberblick verschafft. Zu meiner Schande muss ich gestehen, mich noch nie ernsthaft mit dem Thema bzw. vielmehr mit den Hintergründen des Konfliktes auseinandergesetzt zu haben.</p>
<p>Das vorliegende Buch von Martin Schäuble und Noah Flug hat meine Erwartungen in dieser Hinsicht mehr als erfüllt. Es wird als Jugendbuch beworben, kann jedoch ohne Weiteres auch allen Erwachsenen empfohlen werden, die sich einen ersten groben Überblick ohne detaillierte wissenschaftliche Details verschaffen möchten.</p>
<p>Hier wird Wissen vermittelt ohne eine lenkende politische Haltung einzunehmen. Vielmehr geht es um die Menschen der Konfliktzonen, die den Horror der Kriege und des alltäglichen Grauens auf beiden Seiten erleben müssen. Die Kapitel beginnen stets mit der politischen Lage &#8211; mit allen notwendigen Hintergrundinformationen der Entwicklungen &#8211; und enthalten in Folge eingestreute Zitate von Zeugen dieser Zeit.</p>
<p>Letztendlich beende ich die Lektüre mit dem sicheren Gefühl darüber, nicht urteilen zu können, wer hier &#8220;Gut&#8221; und &#8220;Böse&#8221; ist. Ich habe eher das Gefühl, dass eine Menge politischer Fehlentscheidungen zu einem Konfliktausmaß führten, der in seiner zukünftigen Tragweite nicht abzuschätzen ist. </p>
<p>Zwei junge Männer &#8211; Elad (Israeli) und Aiyub (Palästinenser) -, die an einem internationen Hilfsprojektzur Verständigung der beiden Bevölkerungsgruppen teilgenommen haben, drücken sich wie folgt aus:</p>
<blockquote><p><strong>Elad</strong><br />
&#8220;Ich dachte, es gibt keine Chance für Frieden. Ich war der Meinung, wir brauchen Barrieren und Mauern, um uns zu schützen. Aber es gibt viele Leute wie Aiyub, nur leider nicht in der palästinensischen Regierung. Viele sind zu stolz und dickköpfig. Leute Aiyub und ich müssten uns mehr durchsetzen. Das gilt auch in der eigenen Familie, ich muss meinen Geschwistern zeigen, dass es nicht nur eine Meinung gibt. Es ist dumm, Aiyub zu hassen, nur weil jemand mit seiner Religion jemanden umgebracht hat, den ich kenne.</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Aiyub</strong><br />
&#8220;Auf beiden Seiten gibt es schlechte Leute. Elad und ich glauben zwar an unterschiedliche Fakten, aber wir können miteinander reden. Wenn wir beide es schaffen, im selben Zimmer zu wohnen, dann muss es doch möglich sein, friedlich am gleichen Ort zu leben. Für mich hießt das Land Palästina, für Elad Israel. Über den Namen können wir uns später streiten, wenn sich beide Völker anerkennen und alle die gleichen Rechte haben. Wir kämpfen seit über 60 Jahren gegeneinander. Nichts wurde erreicht. Beide Seiten haben so viel Zeit verschwendet, um einen eigenen Staat zu haben. Wieso nicht Zeit für Frieden verschwenden?&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, wenn&#8217;s doch nur so einfach wäre&#8230; Aber solange es auch dort junge Menschen gibt, die ihre anerzogenen Haltung des Hasses ablegen können, besteht ein wenig Hoffnung für die Zukunft.</p>
<p>Im Anhang des Buches befindet sich umfangreiches Kartenmaterial und eine detaillierte Zeittafel.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein sehr empfehlenswertes Sachbuch für junge Menschen und Erwachsene &#8211; ohne erschlagende Zahlen und Fakten &#8211; , die sich unkompliziert an die Thematik des Konfliktes heranwagen möchten. Als Sachbuch für Jugendliche zum Thema ist es perfekt geeignet und das Preis-Leistungsverhältnis ist mehr als fair.</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-44f87e9bd64a714ff9ceed60f6487874"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-8bdb98a74a02c98aa3da7f5e4a18d92a"> <a href="http://www.amazon.de/Geschichte-Israelis-Pal%C3%A4stinenser-Medienhinweisen-Nahost-Konflikt/dp/3423624167%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3423624167"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51YrtBziHDL._SL160_.jpg" height="160" width="107" alt="Image of Die Geschichte der Israelis und Palästinenser: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen zum Nahost-Konflikt" title="Die Geschichte der Israelis und Palästinenser: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen: Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen zum Nahost-Konflikt" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Geschichte der Isrealis und Palästinenser &#8211; Martin Schäuble/Noah Flug</strong><br />
216 Seiten, Softcover, 2009<br />
8,95 Euro,<br />
Empfohlenes Alter: 14 &#8211; 17 Jahre<br />
<a href="http://www.dtv.de" target="_blank">dtv / Reihe Hanser</a></em></p>
<hr style="margin-top: 8%;margin-bottom: 4%" />
<p style="clear:left">


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		<title>[Belletristik] Die Cappuccino Jahre &#8211; Sue Townsend</title>
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		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-die-cappuccino-jahre-sue-townsend/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 09:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Mole]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Sue Townsend]]></category>

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		<description><![CDATA[Ersten Sätze&#8230;
&#8220;Mittwoch, 30. April 1997
So greife ich dann wieder zur Feder, um das Treiben meiner Zeitgenossen aufzuzeichnen (den Schmus &#187;und -genossinen&#171; kann ich mir bei der strengen Nichtöffentlichkeit dieses Tagebuchs gottlob sparen).
Ich wage vorherzusagen, dass mit Anbruch des übermorgigen zweiten Mai die Labour Party mit hauchdünner Mehrheit obsiegt haben und folglich die neue Regierung bilden [...]


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</ul>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Ersten Sätze&#8230;</strong><br />
&#8220;<strong>Mittwoch, 30. April 1997</strong><br />
So greife ich dann wieder zur Feder, um das Treiben meiner Zeitgenossen aufzuzeichnen (den Schmus &raquo;und -genossinen&laquo; kann ich mir bei der strengen Nichtöffentlichkeit dieses Tagebuchs gottlob sparen).<br />
Ich wage vorherzusagen, dass mit Anbruch des übermorgigen zweiten Mai die Labour Party mit hauchdünner Mehrheit obsiegt haben und folglich die neue Regierung bilden wird. Das Gerede von einem erdrutschartigen Wahlsieg ist hysterischer Medienschwachsinn.&#8221;</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/05/townsend_cappuccino.jpg" alt="" title="townsend_cappuccino" width="193" height="301" class="aligncenter size-full wp-image-2041" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%"><strong>Inhalt</strong><br />
Adrian Mole ist wieder da &#8211; diesmal im Alter von 30 3/4 Jahren. Der beliebteste Tagebuchautor Englands bekommt langsam eine Glatze, fühlt sich selbst ganz als Intellektueller, trifft Bridget Jones und arbeitet als Koch in dem noblen Szenelokal Hoi Polloi in Soho. Sehr zu seinem Leidwesen ist noch immer nichts aus der erträumten Schriftstellerkarriere geworden. Auch ansonsten verläuft in Adrians Leben bei weitem nicht alles nach Plan: seine Ehe liegt in Scherben, sein junger Sohn wird von der Mutter in Ashby-de-la-Zouch aufgezogen, seine 16-jährige Schwester zieht mit ihrem mehrfach gepiercten Freund zusammen, und sein Vater ist manisch-depressiv ans Bett gefesselt. Adrian führt immer noch Listen mit jugendlichen Neurosen und befasst sich ausgiebig mit der lebenswichtigen Frage, ob Viagra tatsächlich hält, was es verspricht. Von einem Kabefernsehproduzenten entdeckt, wird Adrian schließlich zum Star einer Kochsendung, die sich auf Innereien spezialisiert hat. Selbstverständlich träumt Adrian imm noch von seiner großen Liebe Pandora Braithwaite, die mittlerweile für Tony Blairs Labour-Partei kandidiert. Es versteht sich von selbst, dass er sogleich ins heimatliche Leicester aufbricht, um seine Stimme für die atemberaubende Politikerin abzugeben&#8230;</p>
<p><strong>Nicht ganz das alte, aber trotzdem nicht schlecht&#8230;</strong><br />
Adrian ist wieder da! Nicht in Höchstform, aber in guter. Wie immer macht er sich viele Gedanken um Nichtigkeiten, fährt übervorsichtig Auto, ist mittlerweile süchtig nach Gummibärchen usw. </p>
<p>Adrian wird dieses Mal Koch in einer Fernsehsendung spezialisiert auf die ekelhaftesten Gerichte (Innereien) &#8211; nur, er kann nicht kochen. Macht nichts, wie immer schlingelt er sich durch. Ach ja, ein entsprechendes Buch muss er auch schreiben (&raquo;Alle schreien nach Innereien &#8211; das Buch!&laquo;). Die Show seiner Sendung wird ihm, wie sollte es anders sein, komplett von seinem Assistenten Dev Singh gestohlen. Er wird der eigentliche Star, aber Adrian hat eine tiefe Begabung dafür, die Dinge nicht so zu sehen, wie sie wirklich sind. Er findet die ein oder andere Aktion, die ihn aussen vor lässt, zwar empörend, aber dennoch hält er an seinem intellektuellen Starstatus bis zuletzt fest. </p>
<p>Vielleicht hat die Autorin in diesem Band etwas über das Ziel hinaus geschossen und damit die Story überladen. Es geht u.a. um Pandoras Wahlkampf, Adrian als Koch im Szenelokal Hoi Polloi und sein Rausschmiss, Adrian als Pseudo-Koch einer niveaulosen Fernsehsendung, die Affären seiner Eltern (Adrians Mutter und Pandoras Vater ziehen zusammen, im Anschluss natürlich auch Adrians Vater mit Pandoras Mutter&#8230;), das Auftauchen seines Sohnes Glenn, der Umzug ins neue Haus usw. </p>
<p>Es gibt einen Abschnitt, der mir wieder besonders gut gefallen hat und den ich hier wiedergeben möchte:</p>
<blockquote><p>
<strong>Sonntag, 15. Februar</strong><br />
Les Banks, der Dachdecker, den ich mit den Arbeiten an Archies Haus beauftragt habe, rief an, um zu sagen, er könne heute leider nicht wie verabredet anfangen. Seine Schwiegermutter sei vergangene Nacht unerwartet gestorben. </p>
<p><strong>Montag, 16. Februar </strong><br />
Ein Mensch namens Nobby kam vorbei und fragte, ob er die &raquo;Leitern mal hinten abstellen&raquo; könne. Er behauptete, ein Betriebsangehöriger von Les Banks zu sein. Ich bat ihn, sich in irgendeiner Form entsprechend auszuweisen. Er sagte:&raquo;Rufen Sie doch Les über das Handy an.&laquo;<br />
Ich tat&#8217;s. Les bestätigte, dass Nobby einer seiner Arbeiter sei und dass die Arbeiten in Rampart Terrace am Mittwoch aufgenommen werden würden, &raquo;sobald wir die Beerdigung hinter uns gebracht haben&laquo;. Er hörte sich nicht besonders gramgebeugt an. Im Hintergrund dudelte Radio One, und es klang fast, als befände er sich auf einem Dach.<br />
15 Uhr<br />
Ich finde, die Familie Banks bringt die Verstorbene in unziemlicher Hast unter die Erde!</p>
<p>Mittwoch, 18. Februar<br />
Keine Spur von Les Banks. Nobby kam nachmittags um fünf vorbei und nahm die Leiter wieder mit. Ich rief Les an, bekam aber nur seine automatische Ansage zu hören. [...]</p>
<p><strong>Donnerstag, 19. Februar</strong><br />
Les Banks rief an, um mir mitzuteilen, er könne heute leider die Arbeiten nicht aufnehmen. Er sei &raquo;mit der Frau in der Unfallstation vom Krankenhaus. Sie ist mit den Fingern in ihr elektrisches Tranchiermesser geraten.&laquo;<br />
Nobby brachte die Leitern wieder.</p>
<p><strong>Freitag, 20. Februar</strong><br />
Die Finger von Mrs Banks haben sich entzündet, was einen neuerlichen Krankenhausbesuch erforderlich machte. Les ist seiner Frau offensichtlich sehr zugetan. Er hat hoch und heilig versprochen, am Montag anzufangen. &raquo;Da gibt es kein Vertun, Mr Mole.&laquo;</p>
<p><strong>Montag, 23. Februar</strong><br />
An Mrs Banks verletzten Fingern hat sich eine Blutvergiftung entwickelt. &raquo;Die ganze Hand steht jetzt auf dem Spiel.&laquo; Im Haus ist es indessen eiskalt, und das Dach ist undicht. Wird der von häuslichem Pech verfolgte Mr Banks jemals in der Lage sein, die Arbeiten an meinem Haus aufzunehmen?</p>
<p>Dienstag, 3. März<br />
Habe Les Banks getroffen, als er im BP-Shop Zigaretten kaufte. Ich erkundigte mich nach seiner Frau. Er sah mir mit geweiteter Pupille tief in die Augen und sagte: &raquo;Es geht ihr gar nicht gut. Ihr Vater ist letzte Nacht tot umgefallen.&laquo; Ich gab ein zynisch-bitteres Lachen von mir und empfahl mich.<br />
Ich hörte Banks &raquo;Gefühlloses Arschloch!&laquo; hinter mir herrufen.</p>
<p><strong>Donnerstag, 5. März</strong><br />
Bin sehr erschrocken, als ich heute Abend im &raquo;Leicester Mercury&raquo; ein Foto von Les Banks und Familie sah. Die Schlagzeile lautete:&raquo;vom Pech verfolgt: Tapfere Familie zittert vor weiteren Schicksalsschlägen.&laquo;<br />
Ich brachte es nicht fertig, den zugehörigen Artikel zu lesen, und wünschte, mein Blick wäre nicht zufällig auf das Fettgedruckte unter dem Foto gefallen, wo die Rede ar von der &raquo;trotz Handamputation ungebrochenen Hausfrau Lydia Banks (41)&laquo;.<br />
[...]<br />
Ich habe Les Banks angerufen und mich entschuldigt. Er sagte, er würde morgen kommen, &raquo;wenn das Wetter mitspielt&laquo;. Ich fragte ihn, wann das Wetter für ihn nicht mehr mitspielt. Er sagte:&raquo;Wenn&#8217;s mich vom Dach weht.&laquo;</p>
<p><strong>Freitag, 6. März</strong><br />
Den ganzen Tag Wind mit Sturmböen.[...]</p>
<p><strong>Sonntag, 8. März</strong><br />
Les Banks rief gestern an. Er sagte, ein Sattelschlepper habe beim Zurücksetzen seinen Hund angefahren. Ich achtete darauf, gebührend Mitgefühl zu äußern. [...]<br />
Ich wünschte ihm gute Besserung für seinen Hund.
</p></blockquote>
<p style="margin-top: 7%"><strong>Fazit</strong><br />
Insgesamt ist dieser Teil der Reihe wahrscheinlich einer der schwächeren. Einige Abschnitte ziehen sich hin, was man nun von Sue Townsend wirklich nicht gewöhnt ist, andere aber gleichen das wieder aus. Trotz allem, die Adrian Mole-Tagebücher gehören für mich zu den besten Büchern. Gerade in schlechten Zeiten sind sie für mich unersetzlich.</p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Die Adrian Mole Reihe im Überblick</strong><br />
1. Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre<br />
(fasst die beiden ersten englischen Bände &raquo;<em>The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13¾</em>&laquo; und &raquo;<em>The Growing Pains of Adrian Mole</em>&laquo; zusammen)<br />
2. The True Confessions of Adrian Albert Mole (nicht in deutscher Sprache erschienen?)<br />
3. Adrian Moles wilde Träume. Geheime Tagebücher, vierter Teil<br />
4. Die Cappuccino-Jahre. Ein Adrian-Mole-Roman<br />
5. Adrian Mole und die Achse des Bösen<br />
6. Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole<br />
7. The Prostrate Years (2009, noch nicht auf Deutsch erschienen)
</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.die-leselust.de/buch/townsend_sue_cappuccino.htm" target="_blank">Die Leselust</a><br />
<a  href="http://www.hansblog.de/2009/10/roman-die-cappuccino-jahre-ein-adrian-mole-roman-von-sue-townsend-410/" target="_blank">Hansblog</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<div style="float:left;margin-right: 20px"><div class="amzshcs" id="amzshcs-d4226f8d5f7914478459e906eeecf3b0"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-ebae7344d011bbc9d6dbe824ded29d12"> <a href="http://www.amazon.de/Die-Cappuccino-Jahre-Adrian-Mole-Roman-Sue-Townsend/dp/3453810910%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Damazonshowcase-20%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453810910"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41V99EHJB1L._SL160_.jpg" height="160" width="102" alt="Image of Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman" title="Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman" /></a> </div></div></div>
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Die Cappuccino Jahre &#8211; Sue Townsend</strong><br />
432 Seiten, TB, 2007, Originaltitel &raquo;The Cappuccion Years&laquo;<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Heyne Verlag</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Sue Townsend</strong><br />
Queen Camilla<br />
Downing Street No. 10
</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Film] Szenen einer Ehe &#8211; Ingmar Bergman</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/film-szenen-einer-ehe-ingmar-bergman/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 19:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Hass-Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ehepaar Marianne und Johan hat eine scheinbar glückliche und harmonische Beziehung. Aber seit langer Zeit werden Konflikte nicht mehr offen ausgetragen und belasten unterschwellig die Ehe. Als der Streit eines befreundeten Paars in der Scheidung gipfelt und Johan zudem die 23-jährige Studentin Paula kennen lernt, zerbricht auch die Ehe von Marianne und Johan. Sie [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Ehepaar Marianne und Johan hat eine scheinbar glückliche und harmonische Beziehung. Aber seit langer Zeit werden Konflikte nicht mehr offen ausgetragen und belasten unterschwellig die Ehe. Als der Streit eines befreundeten Paars in der Scheidung gipfelt und Johan zudem die 23-jährige Studentin Paula kennen lernt, zerbricht auch die Ehe von Marianne und Johan. Sie bekämpfen sich bis hin zur Selbstaufgabe und am Ende entsteht doch eine neue Liebe&#8230;</em></p>
<p><center><div class="amzshcs" id="amzshcs-3f794c9b593a699daf3521f22594039a"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-ed4aa5d790a9b2d8e7d3048e3ff89b34"> <a href="http://www.amazon.de/Szenen-einer-Ehe-Kinofassung-Ullmann/dp/B0032DB1V4%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0032DB1V4"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KJQ-cYbIL._SL160_.jpg" height="160" width="114" alt="Image of Szenen einer Ehe (Kinofassung)" title="Szenen einer Ehe (Kinofassung)" /></a> </div></div></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Minimalistisch aber intensiv</strong><br />
Dieser Film ist tatsächlich &#8220;anders&#8221;. Die gesamte Handlung spielt sich &#8211; mit einigen ganz wenigen Ausnahmen &#8211; nur zwischen dem Ehepaar ab. Es gibt keine Musikuntermalung, die Szenen werden wie im Theater mit Titel eingeblendet und können unabhängig voneinander betrachtet werden. </p>
<p>Der Film beginnt mit einem Interview des Ehepaars Johan, Medizinprofessor, und Marianne, Anwältin. Inhalt: eine &#8220;Vorzeigeehe&#8221;. Sie sind seit zehn Jahren verheiratet und lieben sich noch immer. Man merkt Marianne an, dass ihr das überhebliche Gerede ihres Mannes nicht behagt, aber dennoch stimmt sie ihm zu, lächelt brav und schaut scheu in die Kamera. Die Kinder werden nur zu Beginn kurz eingeblendet &#8211; für ein gemeinsames Foto. Für das Interview müssen sie den Raum wieder verlassen. Dies ist der erste und einzige Auftritt der zwei Töchter.</p>
<p>Kurz nach Veröffentlichung des Interviews laden Johan und Marianne ein befreundetes Ehepaar ein, um ihnen daraus vorzulesen. Es wird viel getrunken und sehr langsam beginnt die Stimmung zu kippen, das befreundete Paar fängt an sich zu streiten. Der Streit eskaliert, es wird von Scheidung gesprochen und jede Menge schmutzige Wäsche gewaschen. Johan und Marianne versuchen jeweils die einzelnen Beteiligten zu beruhigen, was jedoch nicht gelingen will. Im Nachgang unterhalten sich die beiden über die Geschehnisse und darüber, was dazu geführt hat, dass die Gefühle dieses Paares von Liebe in Hass übergegangen sind. Johan und Marianne sind erstmalig nicht einer Meinung. Marianne meint, es läge alles nur an der gemeinsamen Sprache. Ihnen könne so etwas nicht passieren, da sie eine gemeinsame Sprache sprächen. Hilfesuchend, fast schon ängstlich, wendet sie sich mit dieser Frage an ihren Mann, der ihr jedoch nicht zustimmt, im Gegenteil, sondern ihr entgegen hält, dass sehr wohl jedes Paar Gefahr laufe in einer solchen Beziehungs-Katastrophe zu enden. Johans Ärger über die Naivität seiner Frau ist spürbar. </p>
<p>In den folgenden Szenen spitzt sich die gemeinsame Sprachlosigkeit der beiden Figuren zu. Es wird zunehmend kälter, Johan entfernt sich von Marianne, sie versucht ihn in zermürbende Gespräche über ihre Beziehung und ihre sexuelle Beziehung zueinander zu verwickeln. Johan wirkt zusehends genervter über seine Frau und ihr blauäugiges Denken (sie meint gegen etwaige Eheprobleme gewappnet zu sein, da sie berufsbedingt sich tagtäglich mit den Motiven gescheiterter Ehen befasst). Es fallen immer mehr harte Worte, Marianne wird völlig vor den Kopf geschlagen, kann nicht verstehen, was vorgeht. </p>
<p>Letztlich kommt es, wie es kommen muss, Johan nimmt sich eine Jüngere und trennt sich von seiner Familie. Marianne ist am Boden zerstört, versucht ihn krampfhaft zu halten, gibt jedoch auf und lässt ihn ziehen. Gegen meine Erwartungen jedoch, hasst sie ihn nicht für sein Verhalten. Im Gegenteil, sie scheint ihm auf unnatürlich Weise hörig zu sein. Sie lässt sich von ihm besuchen und erzählen, wie es mit seiner neuen Freundin Paula läuft. </p>
<p>Es folgen Jahre der Distanzierung, Anfeindung und Neufindung. Insgesamt sind es drei sehr intensive Filmstunden, die hier gefüllt werden.</p>
<p>Mich hat der Film stark befremdet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die &#8220;Szenen einer Ehe&#8221; heute in der gleichen Form inszeniert werden würden, wir Bergman es seinerzeit getan hat. Ich konnte mich nur sehr wenig insbesondere mit der Figur der Marianne identifizieren. Nichtsdestotrotz war ich von Anfang an von der Atmosphäre und der Umsetzung der Szenen völlig fasziniert. Die Dialoge sind sehr tiegründig und anstrengend, ja, manchmal auch langatmig und vielleicht nicht immer ganz nachvollziehbar bzw. verständlich. Sicher ist dies keine Sache zum Entspannen. Doch es gibt auch sehr schöne und wichtige (Denk)Ansätze über die Ehe und über das Zusammenleben. Es lohnt sich, die 70-er Brille abzulegen und entsprechende Ansätze auf die heutige Zeit zu übertragen. Denn insgesamt ist das Thema, das Bergman hier aufgegriffen und grandios umgesetzt hat, hochaktuell. Keine leichte, aber auf jeden Fall eine lohnenswerte Kost!</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
<em>Szenen einer Ehe</em> ist ein intensiver Blick auf die Existenz einer Ehe, die zum Scheitern verurteilt ist. Sicher entspricht besonders das Verhalten der Ehefrau nicht dem, was wir von heutigen Verhältnissen erwarten würden. Aber dennoch ist es ein faszinierendes Drama, das durch äußerst intelligente Dialoge seine Darbietung erhält. </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.dieterwunderlich.de/Bergman_szenen.htm#com" target="_blank">Dieter Wunderlich</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Szenen einer Ehe (Kinofassung) &#8211; Ingmar Bergman</strong><br />
1973, Hauptdarsteller: Liv Ullmann / Erland Josephson<br />
11,99 Euro (bei Amazon)</em></p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


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		<title>[Belletristik] Sommerwogen &#8211; Mark Twain</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-sommerwogen-mark-twain/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 08:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanische Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Meine verehrte Schwester,
ich verspüre das starke Verlangen, Dir zu sagen, wie dankbar ich Dir und Euch allen für die Geduld, Rücksicht &#038; unermüdliche Freundlichkeit bin, die mir erwiesen wurden, seitdem Ihr mir Unterschlupf gewährt habt, und die aus den letzten vierzehn Tagen die einzige Zeitspanne meines Lebens machten, an die ich ohne Bedauern zurückblicke. [...]&#8220;
 [...]


Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Meine verehrte Schwester,<br />
ich verspüre das starke Verlangen, Dir zu sagen, wie dankbar ich Dir und Euch allen für die Geduld, Rücksicht &#038; unermüdliche Freundlichkeit bin, die mir erwiesen wurden, seitdem Ihr mir Unterschlupf gewährt habt, und die aus den letzten vierzehn Tagen die einzige Zeitspanne meines Lebens machten, an die ich ohne Bedauern zurückblicke. [...]&#8220;</em></p>
<p><center><div class="amzshcs" id="amzshcs-62a7e70584837e1bc6bd7aabdf07208a"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-64b8fb7f5a0af99d142ca616ab6f32e8"> <a href="http://www.amazon.de/Sommerwogen-Liebe-Briefen-Mark-Twain/dp/3351033036%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3351033036"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51iatc-GrkL._SL160_.jpg" height="160" width="104" alt="Image of Sommerwogen: Eine Liebe in Briefen" title="Sommerwogen: Eine Liebe in Briefen" /></a> </div></div></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
&#8220;Ich bin jung &#038; sehr gutaussehend &#038; sie ist wahrhaftig das schönste Mädchen, das ich je gesehen habe.&#8221; Mark Twain war zweiunddreißig Jahre alt, als er sich zum ersten und einzigen Mal verliebte.<br />
Die Briefe an Livy Langdon, seine &#8220;Seelenschwester&#8221;, später Verlobte, Ehefrau und Mutter seiner Kinder, werden über die Jahre immer mehr zu amüsanten, anrührenden Lebenszeugnissen des berühmten Autors, der offen von seinen Erfolgen und Niederlagen, Hoffnungen und Ängsten schreibt und so manche Anekdote zum Besten gibt. Man findet darin eine lange Verteidigung des Rauchens, Spekulationen über die Unsterblichkeit der Seele, detektivische Nachforschungen über den geheimnisvollen Verehrer eines Dienstmädchens, Erinnerungen an Reisen, aber auch Verzweiflung über wirtschaftliche Fehlschläge und unheilbaren Schmerz über den Tod der Lieblingstochter Susy.</p>
<p><strong>Ein Leben in Briefen</strong><br />
Der Klappentext verspricht &#8220;<em>Die liebsten &#038; lustigsten Liebesbriefe, die jemals geschrieben wurden</em>&#8220;. Die liebsten sind es vielleicht, die lustigsten ganz sicher nicht. Das war sehr bestimmt nicht Sinn und Zweck der Briefe.</p>
<p>In diesem Büchlein befindet sich fast die gesamte Lebensgeschichte Mark Twains. Es sind wahrlich altmodische Briefe und gerade zu Anfang fast schon unerträglich verliebte Worte:</p>
<p>&#8220;<em>Leb wohl, Livy. Du bist so rein, so groß, so gut, so schön. Wie könnte ich Dich nicht lieben? Sag mir doch, wie ich Dich nicht anbeten könnte, meine liebe kleine Abgöttin?</em>&#8221;</p>
<p>&#8220;<em>Ich liebe, liebe, liebe Dich, Livy! Mein ganzes Wesen ist von dieser Liebe durchdrungen, erneuert und beseelt, &#038; mit jedem Atemzug macht sie mich zu einem besseren Menschen. Ich werde mich Deiner unschätzbaren Liebe würdig erweisen, Livy.</em>&#8221;</p>
<p>Die Liebesbekundungen werden selbstverständlich mit der Zeit weniger, aber nie endet ein Brief von Twain an seine Frau oder seine Kinder ohne zärtliche Worte.</p>
<p>Den Briefen nach scheint Twains Liebe zu Livy absolut bedingungslos und von unschätzbar hohem Respekt gewesen zu sein. Ob es den Tatsachen entspricht, vermag man nicht zu beurteilen. Ein paar anderen Berichten zufolge, die ich über Mark Twain gesehen habe, war er seiner Frau mit seinem sturen Kopf nicht immer nur ein liebender und hilfreicher Mann. Sie war oft alleine und musste sich seinen Launen ergeben, die wir anhand der Schriftstücke nur erahnen können. Nichtsdestotrotz hat sie ihn stets geachtet und ebenfalls innig geliebt.</p>
<p>Nach der Hochzeit von Livy und Samuel trifft eine Reihe Schicksalsschläge die Familie hart. Es sind viele traurige Momente, aber auch viele hoffnungsvolle und glückliche Momente, die wir anhand der Schriftstücke nacherleben dürfen. Besonders der frühe Tod seiner Tochter und der Tod seiner Frau haben ihn auf untröstliche Weise sehr mitgenommen. Aber auch von seinen Erfolgen berichtet er stolz und fröhlich. Es gibt viele amüsante Gedanken und Sätze, Twain lässt seinen sarkastischen Launen oft freien Lauf, was das Lesen wirklich zu einem Vergnügen macht.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Es sind wirklich schöne, unterhaltsame, humorvolle und traurige Briefe, die hier zusammen getragen wurden um uns ein Bild darüber zu verschaffen, wie Twain gelebt, geliebt und gefühlt hat. Es ist ein Büchlein für Liebhaber. Wer etwas über Mark Twain erfahren möchte, für den ist diese Sammlung ein Muss. </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=49927" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://www.kulturradio.de/rezensionen/buch/2010/mark_twain__sommerwogen.html" target="_blank">kulturradio</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Sommerwogen &#8211; Mark Twain</strong><br />
304 Seiten, Softcover, Januar 2010,<br />
16,95 Euro,<br />
<a href="http://www.aufbau-verlag.de" target="_blank">Aufbau Verlag</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Mark Twain</strong><br />
Tom Sawyer &#038; Huckleberry Finn<br />
Die Abenteuer des Huckleberry Finn<br />
Ein Yankee aus Connecticut an König Artus&#8217; Hof<br />
Knallkopf Wilson<br />
Bummel durch Deutschland<br />
Bummel durch Europa<br />
Post aus Hawai<br />
Die Tagebücher von Adam und Eva
</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


<p>Keine ähnlichen Beiträge.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>[Belletristik] Cliffhanger &#8211; Tim Binding</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-cliffhanger-tim-binding/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 20:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Humor/Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Englische Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Humor]]></category>

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		<description><![CDATA[Es klang ganz einfach.
&#187;Audrey&#171;, sagte ich. &#187;Audrey, wie wär&#8217;s, wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?&#171;
&#187;Bei dem Wetter?&#171;
&#187;Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen&#171;, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: &#187;Wieso nicht?&#171;
Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werden, Audrey, deshalb nicht.
  

Schräg und [...]


Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es klang ganz einfach.<br />
&raquo;Audrey&laquo;, sagte ich. &raquo;Audrey, wie wär&#8217;s, wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?&laquo;<br />
&raquo;Bei dem Wetter?&laquo;<br />
&raquo;Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen&laquo;, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: &raquo;Wieso nicht?&laquo;<br />
Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werden, Audrey, deshalb nicht.</em></p>
<p><center><div class="amzshcs" id="amzshcs-df1d46449bf3a30bbfb6e2c733eedcd4"><div class="amzshcs-item" id="amzshcs-item-94469a706df11c03571c17d4924a24c7"> <a href="http://www.amazon.de/Cliffhanger-Roman-Tim-Binding/dp/3453434455%3FSubscriptionId%3D114T635VFQ5C6CXHBG82%26tag%3Dbuechersuecht-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3453434455"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CqpBvs9RL._SL160_.jpg" height="160" width="101" alt="Image of Cliffhanger: Roman" title="Cliffhanger: Roman" /></a> </div></div></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Schräg und böse &#8211; very british</strong><br />
Al Greenwood will seine Frau umbringen. Gute Gründe dafür nennt er reichlich: „keine Streitereien mehr über dies und das, kein Töpfescheppern mehr, keine kalte Schulter mehr nach einer Sauftour, wenn ein Mann horizontale Gedanken kriegt.“  Scheidung zwecklos – Mord muss her.</p>
<p>Al  und seine Frau Audrey wohnen in einer Bungalow-Siedlung nahe Wareham, wo es einen Bäcker gibt, einen Taxifahrer (nämlich Al) und einen Ein-Mann-Polizeiwache von Police Constable Hühneraugenpflaster. Es gibt zwei rivalisierende Familien, die Stokies und die Travers „<em>die über den Ärmelkanal rudern würden, um sich gegenseitig ertrinken zu sehen.</em>“  Und darüber hinaus gibt es eine Klippe, die sich förmlich aufdrängt, verhasste Ehefrauen ins Jenseits zu befördern. Nur ein Problem hat Al bei seinem Vorhaben, seine Frau muss mitziehen. Wie schafft er das? Klar, in dem er sie auf britisch ordinäre Art provoziert. Audrey rennt wütend aus dem Haus und Al folgt ihr. Er weiß, dass sie zum Kliff geht. Und so erstaunt es ihn nicht so oben anzutreffen und seinen Plan umzusetzen. Umso erstaunter ist er jedoch, als er nach Hause kommt und sie lasziv räkelnd vor dem Kamin antrifft. Voll in Fahrt und bereit für ein nettes kleines Schäferstündchen. Tja, und dann beginnt das Chaos: wen hat er über die Klippen gestoßen, wenn nicht seine Frau? Wo war seine Frau, wenn nicht auf dem Kliff? Und was ist mit seiner unehelichen Tochter Miranda geschehen, die just zum Zeitpunkt des vermeintlichen Mordes an seiner Frau verschwindet? Al ist völlig überfordert…</p>
<p>Al ersäuft in seinem hausgemachten Mord-Schlammassel. Wir treffen auf eine Schar durchgeknallter Nebenfiguren mit verrückten Motiven und insgesamt ist alles recht bizarr. Besonders die Nachbarin, Alice Blackstone &#8211; alias Mrs. Schnüffelnase -, eine begnadete Kifferin, ist unschlagbar.</p>
<p>Steckt man die erheblichen Obszönitäten Al seiner Frau gegenüber am Anfang weg, geht es fast schon harmlos weiter zur Sache. Spannend daran ist, dass ausnahmsweise hierbei nicht der Täter, sondern das Opfer gesucht wird. Al versucht natürlich erbittert herauszufinden, wen er da von den Klippen in den Tod gestoßen hat, wenn nicht seine Frau. Der Protagonist kommt dabei gar nicht mal so schlecht weg. Man könnte annehmen, er wäre ein mieser Sack. Aber nein, so einfach macht es uns Tim Binding nicht. Ganz im Gegenteil, es entwickeln sich sogar reizende Züge an Al, denen man zugunsten der Sympathie erliegt. Es ist auch nicht alles nur blödsinniger Klamauk. Man kann schon ganz gut erahnen, dass Binding die Spezies Mensch beobachtet und gekonnt auf die Schippe nimmt&#8230; </p>
<p>Es sind mitunter aberwitzige und skurrile Momente, die der Unterhaltung dienen. Die Ideen gehen dem Autor dabei tatsächlich nicht aus. Jede Menge Unsinn und jede Menge Spaß dabei. Aber äußerst gut ausgearbeitet und mitunter auch informativ &#8211; vor allem was die Karpfenzucht angeht. Miträtseln kann man auch noch.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Ein Geschichte Marke „very british“. Skurril, böse, ja, auch vulgär, aber durchweg unterhaltend und gut gelaunt. Man sollte ein bisschen für den seltsam abgedrehten schwarzen Humor der Inselbewohner übrig haben. Nach den ersten drei Kapiteln ist eine Unterbrechung jedoch ärgerlich. </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=33325&#038;page=1" target="_blank">Büchereule</a><br />
<a  href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/zweiamsonntag/487535.phtml" target="_blank">wdr.de/Rezension von Christine Westermann</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/850303/">dradio</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.rezensionen.ch/buchbesprechungen/tim_binding_cliffhanger_/386648089X.html">rezensionen.ch</a>
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Cliffhanger &#8211; Tim Binding</strong><br />
350 Seiten, TB, April 2010,<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Heyne</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Weitere Bücher von Tim Binding</strong><br />
Henry Seefahrer<br />
Im Königreich der Luft<br />
Inselwahn<br />
Sylvie und die verlorenen Stimmen</p>
<p style="clear:left;margin-bottom: 50px;">


<p>Keine ähnlichen Beiträge.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>[Belletristik] Schöner wohnen mit Mann &#8211; Ursula Schröder</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-schoener-wohnen-mit-mann-ursula-schroeder/</link>
		<comments>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/belletristik-schoener-wohnen-mit-mann-ursula-schroeder/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 18:37:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenromane]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Heiteres]]></category>

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		<description><![CDATA[Lust auf &#8220;heile Welt&#8221;, &#8220;Happy End&#8221; und seichtes &#8220;Familien-Geplänkel&#8221;? Dann ab auf&#8217;s Sofa mit diesem Buch!


Kurzbeschreibung
Was, wenn der Mann deines Lebens der eigene Schwager ist? Jahrelang hat Dani niemandem davon erzählt, doch nun kommt Michael plötzlich nicht nur als Kunde in ihre Werbeagentur &#8230; Wie wird Rosi mit der neuen Situation umgehen? Und was will [...]


Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lust auf &#8220;heile Welt&#8221;, &#8220;Happy End&#8221; und seichtes &#8220;Familien-Geplänkel&#8221;? Dann ab auf&#8217;s Sofa mit diesem Buch!</em></p>
<p><center><img src="http://jennys-leseecke.de/wp-content/uploads/2010/03/schoenerwohnenmitmann-e1269885328795.jpg" alt="Schoener wohnen mit Mann" title="schoenerwohnenmitmann" width="129" height="206" class="aligncenter size-full wp-image-1827" /></center></p>
<p style="margin-top: 1%">
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Was, wenn der Mann deines Lebens der eigene Schwager ist? Jahrelang hat Dani niemandem davon erzählt, doch nun kommt Michael plötzlich nicht nur als Kunde in ihre Werbeagentur &#8230; Wie wird Rosi mit der neuen Situation umgehen? Und was will die Jüngste im Bunde bitte mit Jan anfangen, der sich gerade in den Kopf gesetzt hat, schwul zu sein? Es wird Zeit, dass sich die Schwestern über ihre innersten Wünsche und Gefühle klar werden.</p>
<p style="margin-top: 20px"><strong>Entspannung pur</strong><br />
Mit einem wehmütigen Seufzen habe ich diesen wunderbaren &#8220;Heile-Welt-Roman&#8221; zu Ende gelesen und mich daran erfreut, dass alles so gekommen ist, wie es sein sollte: Rosarot und auf sehr einfache Weise, wie ich es mir für alle handelnde Personen erwünschte. </p>
<p>Der Stoff, aus dem die Geschichte stammt, ist bekannt und nicht weiter kompliziert: Dani, die schönste und handwerklich begabte der drei Schwestern, trifft völlig unvermittelt auf ihren heimlichen Jugendschwarm, der zufälligerweise auch der Ex-Mann ihrer Schwester ist. Aufgrund dieser doch eher brisanten Thematik, die bei anderen Romanen schon mal zu Mord und Totschlag führen kann zumindest aber immer den Totalzusammenbruch einer Familie bedeutet, befürchtete ich eine hochdramatische Entwicklung, altbekannte Entwicklungsmuster und somit auch eine 08/15-Story um Geschwisterrivalität. Zu meinem großen Erstaunen jedoch stellte ich fest, dass diese Geschichte voller herzensguter Menschen steckt, die zwar alle ein bisschen Neid und Eifersucht durchscheinen lassen, aber niemals bösartig oder unsympathisch sind oder gar werden. Nicht einmal die fiese Chefin von Dani wird den Anforderungen an diesem Wort gerecht, allerhöchstens kann sie als ungemütlich bezeichnet werden. Keiner kommt auf üble Gedanken, und selbst wenn, werden diese im nächsten Moment absolut zivilisiert und menschlich aus der Welt geschaffen. Jeder hat jeden »lieb« (was mehr oder weniger häufig auch zum Ausdruck gebracht wird &#8211; sehr dezent, versteht sich) und bringt die notwendige Toleranz, nein, sogar das Verständnis, für etwaige negative Eigenheiten des anderen auf. Meines Erachtens hat die Autorin hier eine beachtliche Leistung abgegeben, denn Vor- und Nachteile der Figuren so zu zeichnen, dass sie 1:1 verteilt werden, stellt gewiss keine einfache Aufgabe dar. Somit ist jegliches Sympathiegedränge für die ein oder andere Person von vornherein ausgeschlossen und die Stimmung durchweg positiv. Schön, wirklich schön! </p>
<p>In dieser kleinen Stadt in Deutschland ist die Welt noch in Ordnung, ist alles nicht so schlimm, wie es erst einmal scheint. Und so kann man ein paar Stunden lang in den Alltag der drei Geschwister mit eintauchen, beobachten, wie sie sich einander nähern, die humorigen Dialoge genießen und sich schlichtweg an diesen herrlich friedliebenden Personen erfreuen &#8211; auch wenn an dieser Stelle erwähnt sei, dass eine hemmungslose Grundnaivität und Gutglaube an die Menschheit die Mindestbedingungen für einen Genuß oder Lesespaß darstellen.<br />
(Für alle die <em>Manneskraft per Postversand</em> {1} gelesen haben sei an dieser Stelle erwähnt, dass die beiden Geschichten sich vom Stil her sehr ähneln).</p>
<p>Ich resümiere: »Schöner wohnen mit Mann« ist eine Art Rosamunde Pilcher für Softies. Klingt furchtbar? Mir hat es ein paar herrlich entspannte und humorige Lesestunden bereitet.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Eine angenehm nervenschonende und seichte Geschichte ohne Anspruch und zur völligen Entspannung, frei nach dem Motto: &#8220;Piep, piep, piep, wir ham&#8217; uns alle lieb&#8221;. Perfekte Lektüre für trübe Regentage oder trübsinnige Momente &#8211; zurücklehnen und genießen. Sollte es eine Fortsetzung geben, ich bin auf jeden Fall dabei! </p>
<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Weitere Besprechungen</strong><br />
<a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=21616" target="_blank">Büchereule</a><br />
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</p>
<p style="margin-top: 5%"><strong>Fortsetzungen</strong><br />
2. Teil: Wochenlang kein Schönheitsschlaf<br />
3. Teil: Träum schön weiter
</p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p style="margin-top: 5%;"><em><strong>Schöner wohnen mit Mann &#8211; Ursula Schröder</strong><br />
384 Seiten, TB,<br />
8,95 Euro,<br />
<a href="http://www.dtv.de/" target="_blank">dtv</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;margin-bottom: 4%" />
<p><strong>Ähnliche Bücher</strong></p>
<p style="font-size:0.9em">{1} <strong>Manneskraft per Postversand</strong><br />
Die liebenswerten Schwestern Tilda und Elida Svensson führen seit Jahren ein ruhiges Leben im Haus ihrer verstorbenen Eltern. Doch dann zieht der attraktive Alvar ins Nachbarhaus, und das Leben der beiden Damen ändert sich über Nacht. Sie leisten sich den Luxus neuer Sommerkleider und lernen bei Alvar den Komfort eines Badezimmers kennen. Für die Modernisierung des eigenen Hauses fehlt leider das Geld. Als Tilda und Elida eines Tages beobachten, wie der Nachbarkater nach dem Genuß von Blumenerde aus Alvars Petunientopf ungeahnte Potenz entwickelt, kommt ihnen eine glänzende, wenn auch gewagte Geschäftsidee &#8230; </p>
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		<title>[Zeitgenössisch] Der Verlorene &#8211; Hans-Ulrich Treichel</title>
		<link>http://jennys-leseecke.de/rezensionen/der-verlorene-hans-ulrich-treichel/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 19:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jwoj</dc:creator>
				<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenössisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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Kurzbeschreibung
Eine Familie hat es nach der Flucht aus dem Osten im deutschen Westen zu etwas gebracht. Doch das alltägliche Leben wird von nur einem Thema beherrscht: der Suche nach dem auf dem Treck verlorengegangenen Erstgeborenen, Arnold. Der jüngere Bruder und Ich-Erzähler des Romans erfaßt schnell, daß ihm nur eine Nebenrolle zugedacht [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 1%"><div class=""><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://jennys-leseecke.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></div></p>
<p style="margin-top: 1%">[avhamazon locale="DE" asin="3518395610" linktype="pic" picsize="medium"]
<p><strong>Kurzbeschreibung</strong><br />
Eine Familie hat es nach der Flucht aus dem Osten im deutschen Westen zu etwas gebracht. Doch das alltägliche Leben wird von nur einem Thema beherrscht: der Suche nach dem auf dem Treck verlorengegangenen Erstgeborenen, Arnold. Der jüngere Bruder und Ich-Erzähler des Romans erfaßt schnell, daß ihm nur eine Nebenrolle zugedacht ist. In seiner Vorstellung wird das, was die Eltern ersehnen, nämlich die Rückkehr des Verschwundenen, zum Alptraum. Lakonisch-distanziert und zugleich ironisch-humorvoll erzählt Hans-Ulrich Treichel, Jahrgang 1952, die Geschichte seiner Generation.</p>
<p style="margin-top: 20px"><strong>Bedrückend&#8230;</strong></p>
<p>Diese kurze Geschichte handelt von einer Familie, die aus Russland vertrieben wurden und dabei ihren Erstgeborenen, Arnold, verloren. Erzählt wird aus Sicht des jüngeren Bruders, der das verzweifelte Verhalten und die Ruhelosigkeit der Eltern in grotesken Szenen beschreibt, die sehr Konsternierung hervorrufen.</p>
<p>Viele Themen der Nachkriegszeit werden hier angegangen, nicht im Detail, denn aus Sicht eines Kindes sind es stets verschwommene, unklar bedrückende Geschehnisse, die nicht in Gänze erfasst werden können. Aber die bittere Realität, die dahinter steckt, lässt sich erahnen: die Schrecken der Flucht, die Vergewaltigung der Mutter, der Rassenhass. Und all dies immer mit Blick auf den verlorenen Sohn dessen &#8220;verloren gegangen sein&#8221; vor allem von der Mutter nicht überwunden werden kann. Die Selbstvorwürfe und das aus diesem Schuldgefühl heraus entstehende egozentrische Verhalten der Mutter sind nervenzerreißend für alle Beteiligten &#8211; vor allem aber natürlich für den Ich-Erzähler, der sich zunehmend nichts mehr wünscht, als das Arnold aus seinem Leben verschwindet.</p>
<blockquote><p>&#8220;Damit war, für mich jedenfalls, Arnold ein weiteres Mal gestorben. Beziehungsweise das Findelkind 2307. So unwahrscheinlich es nun war, daß es sich bei dem Findelkind um meinen Bruder handelte, so unwahrscheinlich war es nun auch geworden, daß ich mit ihm mein Zimmer teilen mußte. Ich war beruhigt, auch ein wenig enttäuscht, aber mehr beruhigt als enttäuscht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Höhepunkt der Geschichte sind die Untersuchungen in Heidelberg, die die Eltern und der Ich-Erzähler über sich ergehen lassen müssen, um herauszufinden ob das &#8220;Findelkind 2307&#8243; der verlorene Sohn Arnold sein könnte. Es ist eine schmerzhafte Odyssee, die letztendlich ein ebenso schmerzhaftes aber absolut angemessenes Ende nimmt.</p>
<p>Und so, nämlich aus Sicht des kindlichen Erzählers, bringt es Treichel mit seiner Erzählung fertig, diese eigentlich furchtbare Geschichte &#8211; eine Atmosphäre voller Schuldgefühle &#8211; in eine tragikkomische Verpackung zu hüllen, die über den monotonen Stil Distanz bewirkt aber dabei mit dem bestechend klaren Blick des Erzählers spannend bis zuletzt einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Treichel ist ohne Zweifel ein fesselnder Erzähler.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Eine schmerzhafte Suche nach dem verlorenen Sohn und der verlorenen Vergangenheit, die die Unmöglichkeit der Aufarbeitung dieser Geschehnisse vor Augen führt. Eine kurze, aber sehr eindringliche Nachkriegserzählung.<br />
Ein feines, kurzes und empfehlenswertes Buch!  </p>
<hr style="margin-top: 5%;" />
<p style="margin-top: 20px;"><em><strong>Der Verlorene &#8211; Hans-Ulrich Treichel</strong><br />
174 Seiten, TB, 7.90 Euro,<br />
<a href="http://suhrkamp.de" target="_blank">Suhrkamp Verlag</a></em></p>
<hr style="margin-top: 5%;" />
<p><strong>Weitere Besprechungen</strong></p>
<ul style="margin-top: 0px; padding-top: 0px;">
<li><a href="http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=14542" target="_blank">Büchereule</a></li>
<li><a href="http://www.die-leselust.de/buch/treichel_hansulrich_verlorene.htm" target="_blank">Die Leselust</a></li>
<li><a href="http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=186" target="_blank">Buchkritik</a> (ACHTUNG hier wird die gesamte Geschichte besprochen &#8211; inkl. Höhepunkte und Ausgang)</li>
</ul>
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