“Der Roman erzählt eine Geschichte von der Wiedergewinnung der Welt. Silbe für Silbe, Satz für Satz sucht die Heldin, nach einer Hirnblutung aus dem Koma erwacht, nach ihrer verlorenen Sprache, ihrem verlorenen Gedächtnis. Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehenen, unerhörten Liebe herauswachsen. Zur Welt, die sie aus Fragmenten zusammensetzt, gehört die zerfallende DDR, gehören die Jahre zwischen Wiedervereinigung und dem Beginn unseres Jahrhunderts. So ist die individuelle Geschichte einer Wiederkehr vom Rande des Todes so unaufdringlich wie kunstvoll in den Echoraum der historisch-politischen Wendezeit gestellt.”
[Begründung der Jury, Quelle: Website des Deutschen Buchpreises]
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Kurzbeschreibung
Vom Hirnschlag erwacht – die Geschichte einer Heilung
Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war. Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes – und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung. Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.
Ich selbst habe das Buch bisher nicht gelesen, verlinke nachfolgend jedoch auf zahlreiche Quellen mit Besprechungen und freue mich auch über Kommentare zum Buch.
Kathrin Schmidts Buch hat sich gegen folgende Titel durchgesetzt (Amazon-Verlinkungen)
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[avhamazon locale="DE" asin="3446233911" linktype="text" picsize="small"] – Herta Müller
[avhamazon locale="DE" asin="3406590721" linktype="text" picsize="small"] – Norbert Scheuer
[avhamazon locale="DE" asin="3701715157" linktype="text" picsize="small"] – Clemens J. Setz
[avhamazon locale="DE" asin="3518421166" linktype="text" picsize="small"] – Stephan Thome
Besprechungen zum Buch
Büchereulen Forum, Perlentaucher, FAZ.NET, Die Leselust, Literaturkritik, aus.gelesen, kulturradio, poetenladen, Common Reader
Sonstige Informationen
Die Website zum Buch des Kiepenheuer & Witsch Verlages (inkl. Leseprobe und Autoreninfos)
Kathrin Schmidt bei Wikipedia
Weitere Bücher von Kathrin Schmidt
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