Buchvorstellungen


23
Feb 10

[Belletristik] Begrabt mich hinter der Fußleiste – Pawel Sanajew

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Kurzbeschreibung
Sascha Saweljew lebt bei seiner Großmutter, die mit ihren wilden Flüchen, ihrer tyrannischen Fürsorge und der unerklärlichen Wut auf Saschas ferne Mutter wie einem bösen Märchen entsprungen zu sein scheint. Seine Welt besteht aus Verboten, Wollstrumpfhosen, merkwürdigen Badeprozeduren und dem Staphylococcus aureus, der angeblich in seinem Körper wütet. Sascha ist überzeugt, dass er mit 16 verfault sein wird und wie die Geschenke seiner Mutter in dem Müllschlucker in der Küche landet. Saschas Glück ist die Mutter, sein Leben ist die Großmutter, und das eine scheint das andere auszuschließen. Kaum je wurde der Horror einer Kindheit mit solch tragikomischer Verve beschrieben wie in dem erzählerischen Debüt des russischen Filmautors Pawel Sanajew.

Tragikkomische und autobiografische Erzählung einer russischen Kindheit
Sascha ist ein ca. fünfähriger Junge, der, weil seine Mutter in laut seiner Großmutter einfach hergegeben hat, bei eben dieser aufwachsen muss. Sie ist tyrannisch, leidet an Depressionen und flucht in einem Maße, was mich zu Beginn das Buch weglegen lassen wollte. Eigentlich “ver”flucht sie vielmehr. Sie verflucht Sascha, den armen Kerl, der dies jedoch stets recht gelassen hinnimmt, dafür, dass er die “Missgeburt” ihrer Tochter ist, sie verflucht ihren Mann dafür, dass er sie geheiratet hat, sie verflucht ihre Tochter dafür ihren Sohn hergegeben zu haben und ihn ihr “aufgehalst” hat … – sie verflucht eben jeden und alles. Was sie aber am allermeisten verflucht, das jedoch, bleibt dem Leser überlassen zu erkennen, ist sich selbst.

Sascha erzählt im Laufe der Geschichte die verschiedensten Anekdoten aus seiner Kindheit. Das fängt bei wüsten Beschimpfungen an und hört bei großmütterlichen Überfürsorge auf. Dazwischen gibt es alles an Befindungen und entsprechenden Situationen, die man sich vorstellen kann.

Die Großmutter hat in mir das tiefste Gefühl an Mitleid geweckt. Mitleid für ihr verlorenes Leben, Mitleid für ihre verlorene Seele, Mitleid dafür, dass sie auf so unbeholfene Art und Weise so innig liebt und selbst nicht geliebt werden kann. Sie selbst spricht zum Schluss von ihrer Liebe als “einer hässlichen Liebe”, ohne die sie aber nicht atmen kann. Ich glaube, besser kann man es nicht ausdrücken.

Erzählt wird das ganze aus Saschas Sicht, in einem kindlich naiven Stil, der jedoch die Ernsthaftigkeit der Situationen stets durchblicken lässt. Es dreht sich alles um den Hass der Großmutter gegen die ihr nahe stehenden – ihrer Tochter, ihrem Mann – und vor allem um ihre Schuldgefühle, denen sie hoffnungslos ausgeliefert ist. Wüste Beschimpfungen sind Gang und Gebe, Gewalt steht an der Tagesordnung und auch der Tod spielt eine alltägliche und wesentliche Rolle. Trotzdem, es gibt auch einige wenige Abschnitte, die erkennen lassen, dass die Großmutter nicht nur das Böse verkörperte. Aber, herrje, was Familie an Zerstörungskraft besitzt, das will man manchmal gar nicht so sehr wissen… Sascha ist diesen schlimmen Verhältnissen völlig ausgeliefert und versucht sie auf seine Art für sich zu erklären. Das schmerzt richtig.

Fazit
Eine aussergewöhnliche, schonungslose, erschreckende aber immer auch mit der einer gehörigen Portion Galgenhumor erzählte Geschichte eines russichen Jungen mit einem hoffnungsvollen Ende. Stellenweise lähmend traurig. Ich wünsche diesem Buch eine große Leserschaft. Empfehlenswerte Leseerfahrung!


Begrabt mich hinter der Fußleiste – Pawel Sanajew
240 Seiten, 2009 TB, 8,95 Euro,
Heyne,
Übersetzung von Natascha Wodin

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20
Feb 10

[Romanbiografie] Maria Stuart, Der Roman ihres Lebens – Margaret George

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Kurzbeschreibung
Mit siebzehn liegt ihr die Welt zu Füßen: Maria Stuart, Königin von Schottland durch Geburt; Königin von Frankreich durch ihre Ehe mit dem französischen Dauphin; und Königin von England – zumindest nach katholischer Auffassung, welche die Abkunft Elisabeths, der Tochter Heinrichs VIII., als illegitim ansieht. Ein Jahr später sind ihre Träume zerplatzt wie eine Seifenblase. Ihr Gatte, der kränkliche Franz II., ist tot. Elisabeth I., ihre große Rivalin, hält den Thron Englands mit diplomatischem Geschick und wachsender Anerkennung. Und so geht Maria, Königin der Schotten, zurück in das neblige, barbarische Land, das sie als Kind verlassen hatte. Und dessen Volk sich inzwischen zu einem anderen Glauben bekehrt hat. Eine katholische Königin in einem protestantischen Land, das im Innern von alten Fehden zerrissen und von außen durch den stets präsenten englischen Feind belauert wird – wem kann sie vertrauen? Der erste Mann, den sie zu lieben glaubt, erweist sich als Schwächling; der zweite als Mörder. Als dann das Volk sich gegen sie empört, zwingen die Adligen sie, zugunsten ihres Sohnes abzudanken und zu fliehen. Ihre jahrelange Gefangenschaft in England und ihr Tod durch das Beil des Henkers – das alles ist Geschichte.

Margaret Georges Romanbiografien sind zugleich spannend und informativ. Unterhaltung und Geschichtswissen auf einmal, was will man mehr?!

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13
Feb 10

[Zeitgenössisch - Hörbuch] Ich schlage vor, dass wir uns küssen – Rayk Wieland

“Es war im Jahr 1988, da hatte mein Freund Bernd den perfekten Plan: die DDR zu verlassen. Ausgerüstet allein mit seinem grünen Sozialversicherungsausweis, wollte er am Silvestertag sich über die VR Polen und die UDSSR nach Nordkorea durchschlagen und anschließend irgendwie nach Südkorea weiterziehen.”

Kurzbeschreibung
Herr W. hat eines Tages eine ominöse Einladung in der Post: Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? Mit der DDR hat er doch längst abgeschlossen, nachdem sie 1989 wie ein falsch montiertes Chemieklo zusammenklappte. War er je als Dichter auffällig geworden? Als unterdrückter gar?

Ich schlage vor, dass wir uns küssen W. stellt Nachforschungen an, unterzieht sich bei der Psychologin Tyna Novelli einer Rückführungstherapie in die DDR-Vergangenheit und nimmt schließlich Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel “Mögliche Exekution des Konjunktivs” abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe an Liane in München – alles von einem Oberleutnant Schnatz über Jahre akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft.
“Ich schlage vor, dass wir uns küssen” ist ein Roman über die Absurditäten der Erinnerung, auch der eigenen, über rätselhafte Wirkungen unbeholfener Gedichte und über eine Liebe, wie sie nur in Zeiten der deutschen Teilung blühen konnte. Ein Buch über die Mauer, die es nie gab. Eine wahre Geschichte, die niemand für möglich gehalten hat. Nicht einmal ihr Verfasser.

Die Geschichte dieses Buches beruht auf einer wahren Begebenheit: die DDR hat es wirklich gegeben.

Herr W. fischt eines Tages eine Einladung vom Verein der unbekannten Untergrunddichter Deutschlands aus seinem Briefkasten. Eingeladen wird zum Symposion „Dichter, Dramen, Diktatur – Nebenwirkungen und Risiken der Untergrundliteratur in der DDR“. Gerade sein Werk bezeuge, welchen Widrigkeiten junge und kritische Literatur im Realsozialismus ausgesetzt war.
Herr W. ist einigermaßen überrascht von dieser Einladung, kann er sich doch nicht daran erinnern, zu DDR-Zeiten schriftstellerisch tätig gewesen zu sein noch als Unterdrückter gegolten zu haben. Laut Aussage der Frau Schneider, seiner Ansprechpartnerin vom Verein der unbekannten Untergrunddichter Deutschlands (VUDD) jedoch, habe er Gedichte geschrieben, die er nun öffentlich vortragen soll.

Ich sagte, es gäbe keine Gedichte, könne keine geben und falls es doch welche gäbe, dann seien sie nicht von mir. Sie erklärte, dass sie das nicht glauben könne, dass sie sie schließlich gelesen habe und dass ein Irrtum ausgeschlossen sei, es sei denn, sie irre. Ich wusste nichts. Sie wusste alles.

Ob dieser „Unterstellungen“ neugierig geworden, besorgt sich Herr W. das Bändchen mit Anthologien, herausgegeben von eben jenem Verein und entdeckt doch tatsächlich seinen Namen und, wie er selbst sagt, „interessante biografische Zusatzinformationen“. Sein Werk: „Mögliche Exekution des Konjunktivs“.

Ich habe eine Liebste und diese Liebste ist schön.
Ich wollt‘ ich könnt‘ mit der Liebsten
Mal um ein paar Ecken und hinter die Hecken
Von hier bis nach drübsten gehen.

Doch das ist alles erst der Anfang, erst ein Beispiel der lyrischen Ergüsse Herr W‘s.. Nachdem er seine Stasiakte zugeschickt bekommt, die nicht wenige Unterlagen enthält bzw. so ziemlich all das, was er jemals zu Papier gebracht hat (inklusiver aller Liebesbriefe an seine Liane), beginnt sein Rückblick in allen Einzelheiten. Was er so angestellt hat und wie das, was er so machte, von der Stasi nebenbei „operativ“ bearbeitet wurde.

Es ist wie vielfach beschrieben: eine Geschichte prall gefüllt mit geistreicher Spaß-Lyrik und viel Klamauk ohne verklärende Blicke und frei von Nostalgie über die letzten Stunden der DDR. Gelesen vom Autor selbst bietet dieses Hörbuch einen hohen Genuss, dem sich zu entziehen schwer fällt. Seine Analysen sind haarscharf, seine Vergleiche erfrischend originell, ein Kalauer jagd den nächsten. Und das alles, auf einem sehr intelligenten Niveau!

“OPK – Operative Personenkontrolle. Keine Ahnung, was das ist. In der DDR wurde ja gern und ausdauernd kontrolliert. Wenn Länder Neurosen haben könnten, dann hätte die DDR chronischen Kontrollzwang. Zum Krankheitsbild gehört, wie man weiß, sorgfältige Verheimlichungstendenzen, da Zwänge auf Mitmenschen oft absurd und lächerlich wirken können. Zwangsneurotiker wissen auch um die Sinnlosigkeit ihrer Kontrollrituale und doch müssen sie, wie ferngesteuert, immer weiter machen.“

Rayk Wieland liest äußerst gelungen sein eigenes Buch. Wie sollte es auch anders sein? Besonders die Gedichte erhalten durch ihn die richtige Tonlage. Die Stimme ist angenehm „rauh“ und enthält stets einen amüsierten – irgendwie naiven – und leichten Unterton. Die Autofahrten wurden zu den vergnüglichsten Zeiten meines Tages. Vielen Dank dafür, Herr Wieland! Und um alle Zweifel bezüglich der Hörbuchversion auszuräumen: Es ist ungekürzt!

Fazit
Ein hoch vergnügliches Gute-Laune-(Hör)Buch zum Thema „Erinnerungen an die DDR“. Es tut einfach gut, die sinnlose Absurdität der Aktivitäten und Spitzeleien, die dort betrieben wurde, auf die Spitze getrieben serviert zu bekommen. Herr W. und sein Konjunktiv als Staatsfeind Nr. 1. Ganz großes Kino!


Ich schlage vor, dass wir uns küssen – Rayk Wieland
5 Std. 4 Min., ungekürzte Lesung, Audible Download,
Hörprobe auf der Audible Seite erhältlich

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5
Feb 10

[All-Time-Favourites] Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4 – Sue Townsend

Das Intimleben des Adrian Mole... Inhalt
Adrian Mole ist ein ganz normaler Jugendlicher und so hat er auch die ganz normalen, altersbedingten Träume und die ganz normalen, altersbedingten Probleme: Pickel, Schule und Mädchen. Mal altklug, mal Herz erfrischend naiv kommentiert er aus der Sicht des Heranwachsenden die – für seine Begriffe – reichlich verworrene und undurchschaubare Erwachsenenwelt. Nicht nur die Beziehung seiner Eltern ist ihm manchmal ein unerklärliches Rätsel, unbegreiflich ist ihm auch, wie der Rundfunk seine Gedichte ablehnen kann. So sind Adrians Gefühle wie ein Jojo in einem ständigen Auf und Ab begriffen. Da sind ihm weder sein 39 Jahre alter, Kette rauchender Kumpel Bert, seine vierzehn Jahre alte Freundin, noch sein bester Freund Nigel eine große Hilfe. Nein, Adrian sieht sich als missverstandener Intellektueller und allein gelassen im Kampf gegen eine uneinsichtige, unsensible Umwelt …

“1. Januar Donnerstag Neujahr

Im neuen Jahr werde ich:
1. den Blinden über die Straße helfen,
2. meine Hosen über den Bügel hängen,
3. meine Platten wieder in die Hülle stecken,
4. nicht mit dem Rauchen anfangen,
5. nicht an meinen Pickeln herumdrücken,
6. den Hund gut behandeln,
7. den Armen und Unwissenden helfen,
8. niemals einen Tropfen Alkohol anrühren. Das habe ich mir geschworen, nachdem ich gestern nacht meine Eltern beduselt erlebt habe – wie entwürdigend!

Bei der gestrigen Party hat der Vater den Hund mit Weinbrand vollaufen lassen. Wenn das der Tierschutzverein wüßte, könnte er was erleben! Seit Weihnachten sind acht Tage vergangen, doch Mutter aht die grüne Lurex-Schürze, die ich ihr geschenkt habe, immer noch nicht umgehabt. Nächstes Jahr bekommt sie Badesalz.
Natürlich muss ich ausgerechnet am ersten Tag des neuen Jahres einen Pickel am Kinn bekommen.”

[Erster Tagebucheintrag]

Sympathischster Verlierer-Typ des Universums!
Ein Buch, das man mit fünfzehn das erste Mal mit großer Begeisterung gelesen hat, mit dreißig das zehnte Mal und mit mindestens genauso großer Begeisterung liest – das kann nur eines der besten Bücher überhaupt sein!
In Tagebuchform, aus Sicht des Adrian Mole natürlich, wird hier die Thatcher-Ära der 80-er Jahre ohne Unterlass auf’s Korn genommen. Und zwar derart, dass auch Jugendliche bzw. Menschen ohne Kenntnisse der politischen Vorgänge dieser Zeit verstehen dürften was “Gut” und “Böse” ist.

Im Kern selbst ist die Story nicht lustig. Aber wie so oft erzeugt dies die Lacher. Adrian ist ein völlig orientierungsloser Pubertierender, der in einem eher asozialen unkonventionellen Umfeld aufwächst. Ihm geht es eigentlich nicht sehr gut. Er macht sich Sorgen über sein Aussehen (Pickel), über die Größe seines Penises (Lineal muss her…) und über seine soziale Herkunft und die ihm versperrten Möglichkeiten. Seine Eltern versaufen das Geld lieber als das sie ihm ordentliche Sportkleidung für den Unterricht besorgen und er muss sich einigen Mobbing-Attacken von Schulkollegen stellen. Wie er dies macht bzw. wie er dies beschreibt ist selbstverständlich nicht entsetzend, sondern zum Lachen, denn Adrian bemitleidet sich nicht selbst. Also, doch, eigentlich schon, aber auf eine sehr neutrale Art und Weise. Bis Adrian versteht was ihm widerfährt ist es schon vorbei. Und im Nachhinein betrachtet man die Dinge ja immer etwas nüchterner – er ist schließlich auch hochintellektuell und betrachtet sämtliche Umstände aus einer weisen Distanz… Was soll er auch sonst machen als intellektueller Geist zwischen einem arbeitslosen Versager-Vater und einer trinksüchtigen Mutter, die die Hilfe des lieben Nachbarn für seinen Geschmack manchmal “zu häufig und zu intensiv” in Anspruch nimmt?

Adrian stapft tapfer von einem Fettnäpfchen ins nächste und es ist ein Genuss ihm dabei zuzuschauen. Darüber hinaus aber nimmt er aber auch auf seine herrlich naive Art an der politischen Entwicklung seines Landes teil. Er hat zwar überhaupt keine Vorstellung davon, was die Aktivitäten der Eltern seiner Freundin “Pandora”, die mächtig einen Sprung in der Schüssel hat, bewirken, aber er schreibt sehr unterhaltsam darüber und deutet sie zumindest im Ansatz positiv.

Die Autorin überspitzt natürlich maßlos und fühlt dabei den Schwächen des politischen Systems mächtig auf den Zahn. Sie ist in England weit bekannt für ihre Kritik an der Klassengesellschaft und der Monarchie. Margaret Thatchers Wirtschaftspolitik hatte schlimme Auswirkungen im Land: Massenarbeitslosigkeit, Armut, Zerfall der Gesellschaft in eine “Zweiklassengesellschaft” mit politisch gewollter Hinnahme der Ungleichheit, mangelnde Toleranz, Ignoranz dagegen im Überfluss…
Alles, was kritisch zu beäugen ist, beäugt die Autorin kritisch, immer mit Fokus auf Absurditäten der Gesellschaft. Und Durch Adrian Moles Augen. Sicher, das ein oder andere Malheur darf da nicht fehlen und der Humor schon gar nicht, aber nichtsdestotrotz sind die Botschaften, die hinter diesen Einträgen stecken sehr deutlich und furchtlos. Ihrer maßlosen Verachtung gegenüber dem politischen System lässt Sue Townsend freien Lauf. Einige Thatcher-Szenen dürften zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches sicherlich nicht bei allen Lesern Freude hervorgerufen haben…
Alle bedeutenden politische Ereignisse dieser Zeit finden übrigens auch einen Platz in Moles Tagebüchern.

Sue Townsend trifft folgende Aussage zu ihrer Motivation die Bücher zu schreiben, die sie schreibt:

Ich denke, wenn die Menschen lachen, und sie lachen gerne, achten sie auch auf das, was hinter dem Lachen steckt. Das Kunststück besteht also darin, auch ernste Themen mit Humor zu behandeln, Komik nicht außer Acht zu lassen, wenn es ernst wird – das soll die Leser herausfordern und sie sensibilisieren. Ich nenne diese Art der Schreibe “serious comedy”. Darum geht es mir, dieses Genre liegt mir am Herzen.
[Quelle: sueddeutsche.de: Interview mit Sue Townsend ]

Fazit
Was soll ich sagen? Dieser erste Teil gehört meiner Meinung nach zu den besten Jugendbüchern, die es zum Thema “politische Kritizität” gibt. Das Adrian die gleichen Höhen und Tiefen durchlebt wie fast jeder Pubertierende in seinem Alter, dürfte auch seinen großen Erfolg in Deutschland erklären. Der Wiedererkennungseffekt ist recht hoch und herrlich belustigend. Ein Buch, dass tief verwurzelte Fehlzustände aufzeigt und gesellschaftskritische Grundsätze vermittelt. Und das sicher nicht nur für Jugendliche – unbedingt lesen!


Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4 – Sue Townsend
410 Seiten, Goldmann,
ISBN 3442101638, 8,50 Euro


Weitere Besprechungen


Weitere Informationen


Die Reihe um Adrian Mole

  • Das Intimleben des Adrian Mole 13 3/4. Die geheimen Tagebücher erstmals komplett und unzensiert vollständig in einem Band
  • Die Cappucino-Jahre
  • Adrian Mole und die Achse des Bösen
  • Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole

Die Reihe um Adrian Mole (Englisch)

  1. The Secret Diary of Adrian Mole Aged 13 ¾
  2. The Growing Pains of Adrian Mole
  3. True Confessions of Adrian Albert Mole
  4. Adrian Mole – The Wilderness Years
  5. Adrian Mole – The Cappuccino Years
  6. The Weapons of Mass Destruction
  7. The Lost Diaries Of Adrian Mole 1999 – 2001
  8. Adrian Mole – The Prostrate Years

Weiter Bücher von Sue Townsend

Krieg der Schnecken
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11 used & new available from EUR 0,50

Queen Camilla
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Downing Street Number 10: Roman
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30
Nov 09

[dbp 2009] Du stirbst nicht – Kathrin Schmidt

“Der Roman erzählt eine Geschichte von der Wiedergewinnung der Welt. Silbe für Silbe, Satz für Satz sucht die Heldin, nach einer Hirnblutung aus dem Koma erwacht, nach ihrer verlorenen Sprache, ihrem verlorenen Gedächtnis. Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehenen, unerhörten Liebe herauswachsen. Zur Welt, die sie aus Fragmenten zusammensetzt, gehört die zerfallende DDR, gehören die Jahre zwischen Wiedervereinigung und dem Beginn unseres Jahrhunderts. So ist die individuelle Geschichte einer Wiederkehr vom Rande des Todes so unaufdringlich wie kunstvoll in den Echoraum der historisch-politischen Wendezeit gestellt.”
[Begründung der Jury, Quelle: Website des Deutschen Buchpreises]

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Kurzbeschreibung
Vom Hirnschlag erwacht – die Geschichte einer Heilung

Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war. Kathrin Schmidt packt ihre Leser diesmal durch die Beschränkung, und zwar im wörtlichen Sinne. Mit den Augen ihrer erwachenden Heldin blicken wir in ein Krankenzimmer, auf andere Patienten, das Pflegepersonal und den eigenen Körper, der plötzlich ein Eigenleben zu führen scheint. Und wir erleben die mühsamen Reha-Maßnahmen mit, die Reaktionen der Familie, den aufopferungsvollen Einsatz ihres Mannes – und die bruchstückhafte Wiederkehr ihrer Erinnerung. Was da zutage tritt, konfrontiert Helene mit einem Leben, in dem sie sich kaum wiedererkennt, und das vieles in Frage stellt, was in der neuen Situation so selbstverständlich scheint. Sie entdeckt frühe Brüche in ihrer Biographie, verdrängte Leidenschaften und aus der Not geborene Verpflichtungen. Als ihr bewusst wird, dass ihr Herz sich bereits auf Abwege begeben hatte und sie den Mann, der sie jetzt so eifrig pflegt, eigentlich verlassen wollte, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Kathrin Schmidt gelingt das Erstaunliche: Sie macht den Orientierungs- und Sprachverlust nach einer Hirnverletzung erfahrbar und zeigt einen Weg der Genesung, der in zwei Richtungen führt, zurück und nach vorn. Dabei entsteht ein Entwicklungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und durch die Rückhaltlosigkeit, mit der seine Heldin sich mit ihrer Vergangenheit und Gegenwart konfrontiert, fasziniert. Er überzeugt vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns.

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Ich selbst habe das Buch bisher nicht gelesen, verlinke nachfolgend jedoch auf zahlreiche Quellen mit Besprechungen und freue mich auch über Kommentare zum Buch.

Kathrin Schmidts Buch hat sich gegen folgende Titel durchgesetzt (Amazon-Verlinkungen)
[avhamazon locale="DE" asin="3100484428" linktype="text" picsize="small"] – Reiner Merkel
[avhamazon locale="DE" asin="3446233911" linktype="text" picsize="small"] – Herta Müller
[avhamazon locale="DE" asin="3406590721" linktype="text" picsize="small"] – Norbert Scheuer
[avhamazon locale="DE" asin="3701715157" linktype="text" picsize="small"] – Clemens J. Setz
[avhamazon locale="DE" asin="3518421166" linktype="text" picsize="small"] – Stephan Thome

Besprechungen zum Buch
Büchereulen Forum, Perlentaucher, FAZ.NET, Die Leselust, Literaturkritik, aus.gelesen, kulturradio, poetenladen, Common Reader

Sonstige Informationen
Die Website zum Buch des Kiepenheuer & Witsch Verlages (inkl. Leseprobe und Autoreninfos)
Kathrin Schmidt bei Wikipedia

Weitere Bücher von Kathrin Schmidt
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30
Nov 09

[dbp 2008] Der Turm – Uwe Tellkamp

“Uwe Tellkamps großer Vorwenderoman ,Der Turm’ entwirft in einer Fülle von Szenen, Bildern und Sprachformen das Panorama einer Gesellschaft, die ihrem Ende entgegentaumelt. Am Beispiel einer bürgerlichen Dresdner Familie erzählt er von Anpassung und Widerstand in einem ausgelaugten System. Der Roman spielt in den verschiedensten Milieus, unter Schülern, Ärzten, Literaten und Politkadern. Uwe Tellkamp schickt seinen rebellischen Helden Christian Hoffmann auf eine Höllenfahrt, aus seiner Enklave in den Militärdienst bis zum Strafvollzug der NVA. Den Lesern erschließen sich wie nie zuvor Aromen, Redeweisen und Mentalitäten der späten DDR. Unaufhaltsam treibt das Geschehen auf den 9. November zu.”
[Begründung der Jury, Quelle: Website des Deutschen Buchpreises]

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Kurzbeschreibung
Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der »süßen Krankheit Gestern« der Dresdner Nostalgie entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze – oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener am Ofen eines Chemiewerks zu enden. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Als Kind der »roten Aristokratie« im Moskauer Exil hat er Zugang zum seltsamen Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird.

In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben, der den Turm mit sich reißen wird.

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Ich selbst habe das Buch bisher nicht gelesen, verlinke nachfolgend jedoch auf zahlreiche Quellen mit Besprechungen und freue mich auch über Kommentare zum Buch.

Uwe Tellkamps Buch hat sich gegen folgende Titel durchgesetzt (Amazon-Verlinkungen)
[avhamazon locale="DE" asin="3518461451" linktype="text" picsize="small"] – Dietmar Dath
[avhamazon locale="DE" asin="3442739071" linktype="text" picsize="small"] – Sherko Fatah
[avhamazon locale="DE" asin="3442739764" linktype="text" picsize="small"] – Iris Hanika
[avhamazon locale="DE" asin="3423138300" linktype="text" picsize="small"] – Rolf Lappert
[avhamazon locale="DE" asin="3423138769" linktype="text" picsize="small"] – Ingo Schulze

Besprechungen zum Buch
Büchereulen Forum, Perlentaucher, Die Zeit online, FAZ.NET, Liisas Litblog, Literaturkritik, Dieter Wunderlich

Sonstige Informationen
Die Website zum Buch des Suhrkamp Verlages (inkl. Leseprobe und Autoreninfos)
Uwe Tellkamp bei Wikipedia

Weitere Bücher von Uwe Tellkamp
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30
Nov 09

[dbp 2007] Die Mittagsfrau – Julia Franck

“Vor dem Hintergrund zweier Weltkriege erzählt Julia Franck die verstörende Geschichte einer Frau, die ihren Sohn verlässt, ohne sich selbst zu finden. Das Buch überzeugt durch sprachliche Eindringlichkeit, erzählerische Kraft und psychologische Intensität. Ein Roman für lange Gespräche.”
[Begründung der Jury, Quelle: Website des Deutschen Buchpreises]

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Kurzbeschreibung
Eine idyllische Kindheit in der Lausitz am Vorabend des ersten Weltkriegs, das Berlin der goldenen Zwanziger, die große Liebe: So könnte das Glück klingen, denkt Helene. Aber steht ihr die Welt wirklich offen? Helene glaubt unerschütterlich daran, folgt ihren Träumen und lebt ihre Gefühle – auch gegen die Konventionen einer zunehmend unerbittlichen Zeit. Dann folgt der zweite große Krieg, Hoffnungen, Einsamkeit – und die Erkenntnis, dass alles verloren gehen kann. Julia Franck erzählt in ihrem großen neuen Roman ein Leben, das in die Mühlen eines furchtbaren Jahrhunderts gerät, und die Geschichte einer faszinierenden Frau.

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Ich selbst habe das Buch bisher nicht gelesen, verlinke nachfolgend jedoch auf zahlreiche Quellen mit Besprechungen und freue mich auch über Kommentare zum Buch.

Julia Francks Buch hat sich gegen folgende Titel durchgesetzt (Amazon-Verlinkungen)
[avhamazon locale="DE" asin="3423138459" linktype="text" picsize="small"] – Thomas Glavinic
[avhamazon locale="DE" asin="3423137185" linktype="text" picsize="small"] – Michael Köhlmeier
[avhamazon locale="DE" asin="3596156254" linktype="text" picsize="small"] – Katja Lange-Müller
[avhamazon locale="DE" asin="3446209166" linktype="text" picsize="small"] – Martin Mosebach
[avhamazon locale="DE" asin="3442738350" linktype="text" picsize="small"] – Thomas von Steinaecker

Besprechungen zum Buch
Büchereulen Forum, Perlentaucher, Shakespeare and more, Die Leselust, Literaturkritik, Literatur Blog, Literaturgefluester, Dieter Wunderlich

Sonstige Informationen
Die Website zum Buch des Fischer Verlages (inkl. Lese- und Hörproben, Autoreninfos)
Julia Franck bei Wikipedia

Weitere Bücher von Julia Franck
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30
Nov 09

[dbp 2006] Die Habenichtse – Katharina Hacker

“Katharina Hackers Roman Die Habenichtse erzählt die Geschichte von Haben und Sein neu. Ihre Protagonisten sind in den Dreißigern, wissen alles und kennen doch eines nicht: sich selbst. Sie lassen sich treiben und sind gleichermaßen Getriebene. In einer flirrenden, atmosphärisch dichten Sprache führt Katharina Hacker ihre Helden durch Geschichtsräume und in Problemfelder der unmittelbarsten Gegenwart, ihre Fragen sind unsere Fragen: Wie willst du leben? Was sind deine Werte? Wie sollst und wie kannst du handeln? Die Qualität des Romans besteht darin, diese Fragen in Geschichten aufzulösen, die sich mit den plakativen Antworten von Politik und Medien nicht zufriedengeben”
[Begründung der Jury, Quelle: Website des Deutschen Buchpreises]

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Kurzbeschreibung
»Ich bin glücklich, wollte Jakob sagen, aber der Satz war wie ein Holzpüppchen, das man behutsam aufstellte und das sich doch nur einen Augenblick hielt, bevor es umkippte.« – Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 nach Jahren auf einer Party in Berlin wieder. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen die Chance, nach London zu ziehen, wo Jakob – Schicksal? Zufall? – eine Stelle in einer Anwaltskanzlei antritt, die eigentlich für einen Kollegen vorgesehen war, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center umgekommen ist. Isabelle arbeitet von dort aus weiter für ihre Berliner Grafikagentur und genießt, in den spannungsreichen Wochen vor Ausbruch des Kriegs im Irak, ihr Londoner Leben. Die beiden haben alles, was ein junges, erfolgreiches Paar braucht – und stehen doch mit leeren Händen da. Sehnsüchtig und ratlos sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät. Jakob ist fasziniert von seinem Chef, Isabelle von Jim, dem Dealer. Die untergründigen Ströme von Liebe und Gewalt werden spürbar, und das Nachbarskind Sara wird ihr Opfer. Wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift, wie sehr dabei die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert mit der Sehnsucht nach existentiellen Erfahrungen, das erzählt Katharina Hacker meisterlich. Sie erzählt von jenen Mittdreißigern, die alle Möglichkeiten und Handlungsfreiheiten haben, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung aber nicht vor Unheil bewahren können.

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Ich habe das Buch begonnen, es jedoch nach ein paar Seiten wieder abgebrochen. Es ist ein sehr dröger, trockener Stil, indem Katharina Hacker erzählt. Zwar eine interessante neue Richtung, aber dennoch bleibt die Umsetzung recht emotionslos. In einer Besprechung der Süddeutschen Zeitung schreibt die Rezensentin Meike Fessmann, dass die Autorin nicht über ein “desorientiertes Buch über Desorientierung” hinaus gelange. Besser könnte ich es nicht formulieren. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für diese Lektüre…
Ich freue mich natürlich über andere/gleiche Meinungen im Kommentarbereich.

Katharina Hackers Buch hat sich gegen folgende Titel durchgesetzt (Amazon-Verlinkungen)
[avhamazon locale="DE" asin="3442736846" linktype="text" picsize="small"] – Thomas Hettche
[avhamazon locale="DE" asin="3423135786" linktype="text" picsize="small"] – Ingo Schulze
[avhamazon locale="DE" asin="3442737621" linktype="text" picsize="small"] – Saša Stanišic
[avhamazon locale="DE" asin="3423135816" linktype="text" picsize="small"] – Ilija Trojanow
[avhamazon locale="DE" asin="3499246511" linktype="text" picsize="small"] – Martin Walser

Besprechungen zum Buch
Büchereulen Forum, Perlentaucher, Rezensionen.ch, Literaturkritik, Die Leselust, Dieter Wunderlich, Webcritics, Buch Blog, Bücherwurmloch

Weitere Bücher von Katharina Hacker
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